Archiv für August 2007
Während sich Greenpeace und Monsanto im Landwirtschaftsgericht erfolglos streiten, gedeiht der Genmais in Kreuzbruch
Entscheidung erst kurz vor der Ernte
NADINE FABIAN
NEURUPPIN Sie zanken noch, da ist die Anhörung längst vorbei. Nach zwei Stunden heftiger Wortwechsel im Landwirtschaftsgericht in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) gehen weder der Klägerin noch dem Beklagten die Argumente aus. Für die Justiz handelt es sich um eine pachtrechtliche Frage. Andrea Gottemeier aber zieht für ein grundsätzliches Anliegen zu Felde: Die 38-Jährige aus Kreuzbruch (Oberhavel) will nicht, dass auf ihrem Grund und Boden gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden.
Doch genau das ist längst geschehen. Hinter Gottemeiers Haus steht Mon 810 in Saft und Kraft. Landwirt Dietmar Dessau hat den Genmais ausgebracht – auf 18 von insgesamt 41 Hektar Land, die er von Gottemeier gepachtet hat (MAZ berichtete). Das Gericht hatte gestern über den Eilantrag der Grundstückseigentümerin zu befinden, wonach Dessau den Acker umbrechen und es zudem künftig unterlassen soll, Gen-Pflanzen auf Gottemeiers Flächen anzubauen.
Gottemeier war mit einer von Greenpeace bezahlten Anwältin erschienen. Dessau hat Hartwig Stiebler verpflichtet, der für solche Fälle vom Gen-Saatgut-Hersteller Monsanto empfohlen wird. Eine Einigung kam nicht zustande. Dabei hatte Richter Kersten Potthoff sowohl Gottemeier als auch Dessau mehrere Vergleiche angeboten. So schlug er vor, den Genmais bis zur Ernte im September stehen zu lassen und dafür in den letzten zwei Jahren vor Ende des 2010 auslaufenden Vertrags von einem Anbau abzusehen. Ein anderes Angebot sah vor, dass Dessau ganz auf Gen-Pflanzen verzichtet, dafür aber zwei Jahre länger pachten kann. Der Richter empfahl der Klägerin eindringlich, sich noch im Gericht mit dem Landwirt zu einigen. „Es ist sehr fraglich, wie Sie mit dem Antrag zum Erfolg kommen“, sagte Potthoff. Er befürchte, dass viele Prozesse folgen: „Sie müssen Ihre Erfolgschancen realistisch einschätzen.“
Gottemeier muss nachweisen, dass Dessau mit dem Anbau von Genmais vertragswidrig handelt. Doch im Pachtvertrag ist kein Anbauverbot fixiert und das Gesetz zur Regelung der Gentechnik stellt den Anbau zugelassener gentechnisch veränderter Sorten mit dem konventioneller gleich. Zudem, so Potthoff, seien trotz bekannter Risiken keine belastbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse verfügbar. Es fehlen also auch konkrete Hinweise darauf, ob Mon 810 die Ertragsfähigkeit des Bodens mindere, womit Dessau gegen eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung verstoße und vertragswidrig handle.
Anders als von Greenpeace behauptet, handle es sich laut Potthoff beim aktuellen Streit nicht um einen Präzedenzfall. Es gehe einzig um Vertragsbeziehungen, nicht um die prinzipielle Frage, ob gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden dürfen. Die Urteilsverkündung ist für den 28. August angesetzt.
gefunden bei: Märkische Allgemeine
Maiskolben als Beweismittel zugelassen
Die Genmais-Gegner in Brandenburg sind zufrieden. Im Prozess um den Anbau der gentechnisch manipulierten Pflanzen werden Maiskolben vor Gericht akzeptiert.
BERLIN – Das Amtsgericht Freienwalde hat im Streit um den Anbau von Genmais im Oderbruch Maiskolben als Beweisstücke anerkannt. Laut einer Mitteilung des Gerichts kämen die Maiskolben als doppelte Beweisstücke in Frage, teilte die Initiative „Gendreck weg“ am Dienstag in Berlin mit. Derzeit gibt es einerseits ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung gegen Gentechnik-Gegner, die bei einer sogenannten Feldbefreiung im Juli in Altreetz gentechnisch veränderten Mais einsammelten. Andererseits wird gegen den Landwirt wegen Beihilfe zur ungenehmigten Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen, Bodenverunreinigung und Luftverunreinigung ermittelt.
Die Kolben und Blätter der Maispflanzen aus dem Genmaisfeld bei Altreetz sollten bei mehreren Gerichtsverfahren eine Rolle spielen, erklärte Berufsimker und Feldbefreier Michael Grolm. Es sei gut, dass der Mais als Beweis anerkannt werde. Der Gentechnikkonzern Monsanto und der Genmais-Anbauer dürften nicht einfach so davon kommen. Sie wüssten, welche Gefahr ihre Pflanzen für die Umgebung darstellten.
Die Polizei hatte im Anschluss an die Feldbefreiungsaktion am 22. Juli 66 Personen vorübergehend festgenommen. Die Feldbefreier waren mit einem Plastikbeutel in der Hand auf die Beamten zugegangen und hatten Anzeigen gegen den Konzern Monsanto, den Landwirt und die Landwirtschaftsminister Brandenburgs und des Bundes erstattet. (mit ddp)
gefunden bei: Tagesspiegel
Monsanto und die Terminator-Technologie. Die gekaufte Republik: Ein Nachtrag
Versprühung von “Agent Orange” während des Vietman-Krieges. Geliefert von: Monsanto. Foto: Wikipedia
Die Erfinder der Terminator-Technologie sitzen im “Monsanto-Konzern”, dem wohl größten US-Chemiekonzern, der seine Produktlinien immer mehr auf alle Bereiche der Gentechnologien ausweitet. Dabei zählen Wachstum und Globalisierung zu den vorrangigen Unternehmenszielen.
Der Aufstieg des Konzerns ist verknüpft mit einer Liste von Skandalen unter anderem um die Stoffe PCB, Dioxin und dem Herbizid
Round-up, wie aus einem Greenpeace-Bericht “Chemiekonzern “Vertrauen und Offenheit” erkenntlich wird:
PCB
Dass PCB hochgiftig ist und Leberschäden verursacht, war, diesem Bericht zufolge, der Konzernleitung Monsantos bereits seit 1937 bekannt. Eine erneute Warnung vor PCB, die unter anderem als Hydraulik- und Kühlungsflüssigkeiten dienten, sei 1947 an den Konzern gegangen, der seit 1956 auch wusste, dass PCB mit Dioxinen verseucht waren. Seit 1971 war auch innerhalb des Konzerns anerkannt, dass PCB zu Missbildungen führte. Dass PCB nach außen hin dennoch weiterhin als ungefährlich dargestellt wurde, sei mit Angst vor Imageverlust zu erklären. Laborergebnisse seien geschönt worden, und tatsächlich wurde das von Monsanto beauftragte Labor (Industrial Bio-Test Labs) kurz darauf in etliche Fälschungsskandale verwickelt.
Ähnliches gilt Greenpeace zufolge für das ebenfalls hochgiftige Dioxin, das von dem Leiter der medizinischen Abteilung selbst als „potentes Karzinogen“ bezeichnet worden war: Obwohl die Gefahren seit 1949 bekannt und mehrere hundert Arbeiter nach einer Explosion auf dem Produktionsgelände verseucht waren, sei nichts geschehen, um die Gefahr publik zu machen oder das Produkt vom Markt zu nehmen. Im Gegenteil: Monsanto habe bis in die 70er Jahre hinein seine Schädlichkeit geleugnet und behauptete mit Studien belegen zu können, dass es keine Häufung von Krebsfällen oder Fruchtbarkeitsstörungen gäbe. Die wirklichen Daten kamen erst 1985 ans Licht: Die Blasenkrebsrate war in Wahrheit 800 Prozent höher als normal, die von Monsanto präsentierten Ergebnisse gefälscht.
Die Verseuchung durch Dioxin, das unter anderem in dem Entlaubungsmittel „Agent Orange“, das im Vietnamkrieg eingesetzt wurde, enthalten ist, beschränkte sich, so Greenpeace, nicht auf diese Gebiete: Von 1970 bis 1977 seien von der Firma täglich 14-18 Kilo Dioxin in den Mississippi geleitet worden, und auch das als harmlos verkaufte Haushaltsreiniger Lysol, das explizit zur Reinigung von Babyspielzeug empfohlen worden sei, sei mit dioxinhaltigem Santophen durchsetzt. Firmen, die sich nach den Inhaltsstoffen der Mittel erkundigt hatten, wurden in dem Zusammenhang von Monsanto schlicht belogen.
Auch zum Totalherbizid „Round-up“ habe es Falschaussagen gegeben – das entsprechende Labor (das bereits im Falle PCB in Kritik geraten war) habe Labordaten „routinemäßig gefälscht“. Die Verantwortlichen wurden zu hohen Strafen verurteilt – und heute heiße es bei der Firma, dass eine Atmosphäre von „Vertrauen, Aufrichtigkeit und Offenheit“ wesentlich sei.
Posilac
Dagegen spräche der Fall „Posilac“. Posilac ist ein gentechnisch produziertes Rinderwachstumshormon, das 1993 zugelassen wurde. Die Krankheitsfälle bei den damit behandelten Tieren häuften sich bald, es klagten 1300 Bauern; die Untersuchungsergebnisse des Mittels wurden unterdrückt und Posilac wurde weiter zugelassen. Erst später stellte sich heraus, dass die Entzündungsrate von Eutern bei den Tieren, denen man das Hormon verabreicht hatte, um 450 Prozent höher lag als beim Durchschnitt. Die mit den Bakterien durchsetzte Milch sei weiterhin auf im Handel erhältlich gewesen.
Zusätzlich zu diesen Vorfällen war im Jahre 1994 bekannt geworden, dass die Richtlinien zur Wahrung von Ethik und zur Vermeidung von Interessenskonflikten insgesamt elfmal im Zusammenhang mit den Untersuchungen verletzt worden waren: Ein Begutachter der US-Zulassungsbehörde habe jahrelang für Monsanto gearbeitet.
Auch gentechnisch veränderte Sojabohnen sind Grund für Beschuldigungen gegen Monsanto: Es besteht der Verdacht, dass auch hier Untersuchunggsergebnisse vom Konzern zurückgehalten worden sind – unter Umständen fänden sich darin Rückstände des Herbizids „Round-up“.
Auch hierzulande kam es bereits zu Einschreitungen des Konzerns gegen Kritiker; so schritt er gegen das Motto einer Demonstration „Monsanto, ein Konzern der Gifte, Gene, Gaunereien“ ein und erwirkte über das Landgericht Düsseldorf ein Verbot des Wortes „Gaunerei“ in dem Zusammenhang.
Agent Orange
Monsanto zählt mit Sicherheit zu den größten “Externalitätsmaschinen”. Ich will auf das bisher größte Leid, das Monsanto aus Gewinnsucht auf unserer Welt verursacht hat, hinweisen.
In Vietnam leben oder besser vegetieren tausende von missgestalteten Kinder in Armut und weitestgehend ohne die notwendige medizinische und psychologische Betreuung vor sich hin. Kinder, die nur das Pech hatten, dass ihre Eltern dem Monsanto “Agent Orange Regen” ausgesetzt waren, oder die das Gift über die Nahrung und das Wasser aufgenommen hatten. Schaut auf diese armen Würmer, denen niemand hilft, die keinen “fucking cent” Entschädigung bekommen haben. Schaut auf die zehntausende von großen Weckgläsern, die sie in Vietnam aufbewahren. In denen unbeschreiblich entstelltes, ungeborenes menschlichen Leben vorgeführt wird. Mit all dem will weder der Weltfeind Nr. 1 noch die damals kriegsführende Nation und ihre Häuptlinge irgendetwas zu tun haben. Niemand schämt sich, und niemand ist zuständig. Die Gewinne sind verteilt und die damals als notwendig angesehenen politischen und militärischen Maßnahmen sind in den Geheimarchiven vergraben.
Terminator-Technologie
Terminator-Technologie: Monsanto produziert Samen, die so beschaffen sind, dass sie nur eine einzige Ernte hervorbringen; Samen, die sich mittels einem Selbstmord Gens selbst zerstören.
Diese Samen wurden entwickelt, damit die Bauern kein keimfähiges Saatgut mehr gewinnen können. Dieser Samen wurde entwickelt, damit die Bauern Jahr für Jahr ihr Saatgut bei Monsanto kaufen müssen.
Monsanto Kurznachrichten vom 04.04.07: Der Saatzuchtkonzern Monsanto zählt heute zu den Gewinnern an der Wall Street. Der Agrar-Zulieferer hat heute einen optimistischen Ausblick abgegeben. Die von dem Konzern entwickelten Getreidesamen werden von dem langfristigen Bioenergie-Boom profitieren, hieß es.
gefunden bei: Readers Edition
Über die Qualität des Wetters entscheidet die Perspektive
Genmais – Hat der Agrarkonzern Monsanto das Interesse an Leingarten verloren? Es spricht einiges dafür. Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist das Unternehmen noch immer einige Unterlagen schuldig – für einen Antrag, der bereits Anfang 2006 gestellt wurde. Wenn der Standort große Bedeutung für den international operierenden Konzern hätte, wären diese inzwischen wohl vollständig. Die Firma selbst formuliert deutlich zurückhaltender. Früher hieß es, dass an Leingarten auf jeden Fall festgehalten werde. Heute heißt es: Wenn nach Auswertung vorliegender Daten noch Testbedarf besteht, für den Leingarten geeignet ist, komme der Standort in Betracht. Aber nur nach Abwägung der gesellschaftlichen Akzeptanz. Diese neuen Töne werden die Genmais-Gegner gerne hören.
Tourismus Stadt- und Landkreis Heilbronn setzen auf das touristische Pferd und geben ihm die Sporen. Seine Name: Tourismusgemeinschaft Heilbronner Land. Die ersten Hürden wurden schon übersprungen, die ersten Messen besucht, der Internet-Auftritt nimmt langsam Gestalt an. Einen unerwarteten Wassergraben hat das Land in den Parcours eingebaut, indem es die Förderung der Naturparke stark gekürzt hat. Und diese gehören zu den wichtigen Attraktionen des Landkreises. Um so wertvoller ist die Entscheidung der Gemeinde Zaberfeld. Sie nimmt Mehrkosten in Kauf und baut an der Ehmetsklinge ein Zentrum für den Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Von Frühjahr 2009 an soll es Ausflügler und Touristen in die Region locken und über Flora und Fauna des Parks informieren. Dank kommunaler Hilfe: Wassergraben übersprungen.
Soziales Herz Die Stiftung Lichtenstern leistet wichtige soziale Arbeit für die Region. Immer wieder lassen sich die Verantwortlichen Neues einfallen, ruhen sich nicht auf dem hohen Standard im Stammsitz selbst aus. Ein Beispiel dafür ist die neue Außenwohngruppe für Senioren in Obersulm-Willsbach. Ein anderes das Senioren- und Pflegeheim, ebenfalls in Willsbach. Wer diese Einrichtungen besucht, merkt rasch, dass die Stiftung konsequent die Menschen in den Mittelpunkt stellt. Egal, ob behindert oder nicht.
Perspektivwechsel Das Wetter ist schlecht. Schlecht ist an diesem Satz vor allem die Formulierung. Denn auf die Perspektive kommt es an. Viele Schüler oder zuhause urlaubende Eltern beklagen sich über wechselhaftes Wetter und kühle Temperaturen. Aus ihrer Sicht völlig zurecht. Auch die Freibadbetreiber schauen verärgert den dunklen Wolken nach. Ebenfalls zurecht. Doch es gibt auch viele Vorteile. Wer will schon schwitzen wie im Hitzesomer 2003, als mancherorts sogar das Trinkwasser knapp wurde? Freude macht das Wetter auch den Besitzern frisch angelegter Gärten. Sie sparen viel Arbeit und Geld. Im Wald haben Borkenkäfer keine Chance. Denn Feuchtigkeit ist gut für die Widerstandskraft der Bäume und schlecht für die Gesundheit der Schädlinge. Also: Das Wetter ist gut. Zumindest für irgendjemanden.
gefunden bei: Stimme.de
Seehofer fordert sensibleren Umgang der Wirtschaft mit Gentechnik
Berlin (dpa) – Bundesagrarminister Horst Seehofer (CSU) hat von der Wirtschaft einen sensibleren Umgang mit der Gentechnik gefordert. „Es ist noch mehr Information und Aufklärung der Öffentlichkeit notwendig.“
„Nur Transparenz kann Misstrauen abbauen“, sagte er der Tageszeitung „Die Welt“ am Freitag. Die Anbauflächen mit genveränderten Pflanzen sollten so ausgewählt werden, dass Konflikte nicht schon programmiert seien. «Sie sollten also möglichst nicht in der Nähe von Naturschutzgebieten liegen.» Der Babynahrungshersteller Claus Hipp rechnet damit, dass die meisten Landwirte in Deutschland angesichts des neuen Gentechnikgesetzes auf den Gen-Anbau verzichten. „Sollte dies nicht der Fall sein, werden wir alternative Bezugsquellen finden und nutzen“, sagte Hipp der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Diese Quellen könnten auch aus dem Ausland stammen, warnte er. Hipp sieht den Anbau genmanipulierter Pflanzen mit Sorge. Das Kernproblem sei die unkontrollierte Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen. Das neue Gentechnikgesetz sei deshalb überfällig.
Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch einen Entwurf für die Novelle beschlossen. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen. Die Anbauregeln wurden durch neue Abstände zu Genmais verschärft, Ausnahmen sind bei Absprachen unter Bauern aber möglich. Die Gentechnik kann nach Ansicht von Seehofer einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Hunger in der Welt zu bekämpfen. „Wir brauchen neue Sorten von Nutzpflanzen, die an Trockenheit oder Nässe angepasst sind“, sagte er der „Welt“. „Und wir müssen Konzepte entwickeln, wie unter veränderten klimatischen Bedingungen Landwirtschaft in Zukunft überhaupt noch möglich ist.“ (dpa)
gefunden bei: Agrar Heute
Landwirt pflügt Genmais unter
Knapp vor Ablauf der gerichtlich festgesetzten letzten Frist für die Entfernung des Monsanto-Mais Mon 810 auf den Flächen des Landwirts Piprek bei Strausberg in Brandenburg, startete er seinen Traktor, um den Mais selbst zu vernichten. Noch am Vortag hatte er gegenüber Medien und Nachfragenden bekräftigt, bis zuletzt gegen den Bescheid zu kämpfen.

Berufsimker Michael Grolm von der Initiative Gendreck-weg sagte dazu: „Damit ist ein Anfang gemacht. Piprek hat sich massiv gegen den Bescheid der Behörden gewehrt und so seine zweifelhafte Anbauaktion voll in die Schlagzeilen gebracht. Es ist sehr gut, dass die Gerichte den Schutz der Umwelt, unserer Nahrung und letztlich auch der bäuerlichen Landwirtschaft vor die Interessen Monsantos und ihres Brandenburger Genmaisanbauern gestellt haben.“ Grolm ergänzt: „Der manipulierte Mais kommt in diesen Tagen zur Blüte. Seine gefährlichen Pollen landen auf Nachbarfeldern und auch im Honig. So wie Piprek jetzt nicht mehr warten durfte, müssten bundesweit Landwirte die Zeitbomben auf ihren Feldern jetzt entschärfen.“
gefunden bei: Biomarkt.info
Dank Hightech blüht die Pflanzenzucht wieder auf
VON SABINE OLFF
Ende August fällt der Entscheid. Das Bundesamt für Umwelt wird zu den drei Freisetzungsgesuchen für Gen-Weizen Ja oder Nein sagen. Mit den Feldversuchen der Universität und ETH Zürich sollen Risiken und Nutzen von Gen-Pflanzen erforscht werden.
Während hier zu Lande die Diskussion um Gentech-Gewächse aufs Neue entbrannt ist, haben sich die grossen Saatgutunternehmen wie Monsanto, Syngenta und KWS längst ein neues Pferd jenseits der umstrittenen Grünen Gentechnik in den Stall geholt. Sie setzen auf «Smart Breeding» – auf präzise Zucht.
So haben die Züchter besonders gesunde Sojabohnen, überflutungstoleranten Reis und extrem zuckerhaltige Tomaten erschaffen. Letztere werden in den USA bereits grossflächig angebaut und zu Ketchup verarbeitet. Dank dem «Rohstoff» muss der roten Sauce weniger Zucker zugesetzt werden als früher.
Beim Smart Breeding wird die klassische Zucht mit biotechnologischen Methoden kombiniert. Der entscheidende Unterschied zur Grünen Gentechnik: Es werden keine fremden Gene ins Erbgut der Pflanze eingebaut. Vielmehr nutzt man die Gentechnik, um unter Eltern und Nachkommen schnell diejenigen mit dem vielversprechendsten Erbgut auszuwählen. Sogar Gentech-Kritiker wie Greenpeace haben die Methode bereits für gut befunden.
Für ihre innovativen Sorten nutzen die Smart Breeder die natürliche Vielfalt, die eine Art zu bieten hat. Sie kreuzen ertragreiche Kulturpflanzen mit alten Landrassen und Wildsorten und wollen – wie jeder andere Züchter – die besten Eigenschaften der beiden Eltern in der neuen Sorte vereinen. Beispiel Zuckertomate: Eine Kulturtomate wurde mit einer aus Peru stammenden Wildart gekreuzt, die kleine grüne zuckerhaltige Früchte trägt.
Allein bei der Tomate gibt es mehr als 1000 alte und wilde Sorten; beim Mais sind es sogar mehrere 10 000. Viele davon sehen kümmerlich aus; sie bieten aber wertvolle Eigenschaften: So sind einige Sorten gegen bestimmte Schädlinge resistent, andere können auf kargem Ackerland gedeihen. Welche Fähigkeiten die Pflanze besitzt, ist im Erbgut festgelegt.
In den vergangenen 50 Jahren lag die genetische Vielfalt in der Pflanzenzucht jedoch weitgehend brach. Nur ein bis fünf Prozent sei bislang genutzt worden, schätzt Saatgutforscher Albrecht Melchinger von der Universität Hohenheim. «Der Rest schlummert tiefgekühlt in Genbanken.» Darunter sei mancher Schatz, der darauf warte, gehoben zu werden. Fürs Schätzeheben hat das Saatgutunternehmen KWS jüngst eine Professur für Nutzpflanzenbiodiversität und Züchtungsinformatik in Hohenheim gesponsert.
Mit Smart Breeding kann schneller gezüchtet werden
Um das Potenzial, das in der Vielfalt der Pflanzenwelt steckt, effektiv zu nutzen, holen sich die Smart Breeder Hilfe bei der Gentechnik. Die Methode, auf die sie setzen, heisst MAS – «Marker assisted Selection». Der erste Schritt: Die Forscher müssen Abschnitte im Erbgut (Marker) oder bestenfalls Gene identifizieren, die mit den gewünschten Fähigkeiten – etwa einem hohen Zuckergehalt – zusammenhängen. Mit DNA-Schnipseln, die zu den Markern passen, können sie nach einer Kreuzung bereits im Genom der Setzlinge nach den Zuckermarkern fahnden und nur die bestbestückten Kandidaten für weitere Zuchtschritte einsetzen.
MAS spart Zeit. Eine neue Apfelsorte zu züchten, dauert mit klassischen Methoden etwa 15 Jahre. Mit MAS kann der Zeitraum laut Experten auf 10 Jahre verkürzt werden – schneller geht es auch mit der Grünen Gentechnik nicht.
Die Zuckertomate ist inzwischen nicht mehr das einzige Präzisionszucht-Produkt. Monsanto hat vor zwei Jahren die Sojasorte Vistive auf den Markt gebracht. Vistive enthält weniger Linolensäure als herkömmliche Sorten. Bei ihrer Verarbeitung bilden sich weniger gesundheitsschädliche Transfette. Vistive stammt von einer Sojasorte mit geringem Linolensäuregehalt ab, die wegen ihres Kümmerwuchses für den kommerziellen Anbau ungeeignet ist. Monsanto kreuzte sie deshalb mit ertragreichen Sorten.
Auch Syngenta kann mit Smart- Breeding-Saatgut aufwarten; etwa mit einer Maissorte, die speziell für das Klima in Nordeuropa gezüchtet worden ist. Das Unternehmen hat nahe Toulouse sogar ein Zentrum für Smart Breeding geschaffen. «Wir arbeiten mit Hochdruck an neuen Tomaten-, Paprika- und Melonensorten», sagt Michel Ragot, Leiter der Abteilung für molekulare Marker in Gemüse.
Andere Produkte, die derzeit in der Pipeline stecken: Das neuseeländische Unternehmen Hort Research präsentierte 2006 einen rotfleischigen Apfel, der reich an gesundheitsfördernden Antioxidantien ist. Philippinischen und US-amerikanischen Forschern ist es gelungen, eine Reissorte zu züchten, die lange andauernde Überschwemmungen von Feldern überstehen kann. Und an der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil will man schorf- und feuerbrandresistente Apfelsorten entwickeln.
Kritiker halten die Grüne Gentechnik bereits für überholt
Das Potenzial von Smart Breeding wächst mit der Zahl der Gene, die die Forscher identifizieren, und mit dem Wissen über ihre Funktionen. Denn damit kann gezielt nach den gewünschten Eigenschaften gefahndet werden. «Da sind wir aber ziemlich am Anfang», sagt Cesare Gessler, Pflanzenpathologe an der ETH Zürich. Seine Forschungsobjekte sind Äpfel. Er hat bereits Gene, respektive Marker für Farbe, Zuckergehalt sowie für Schorf- und Feuerbrandresistenz identifiziert. Dazu hat er passende DNA-Schnipsel zum Suchen entwickelt, von denen einzelne bei Agroscope in Wädenswil eingesetzt werden.
Die Agrokonzerne haben unzählige dieser DNA-Schnipsel in ihren Kühltruhen, allein bei Syngenta in Toulouse gibt es tausende davon. Laut Gessler kann man mit ihnen meist nur Eigenschaften ausfindig machen, die auf ein einziges Gen zurückgehen, wie etwa verschiedene Schädlingsresistenzen. Für Fruchtqualität und Geschmack fehlt dagegen noch weitgehend das Handwerkszeug. «Da spielen meist mehrere Gene eine Rolle», sagt Gessler.
Bei der Tomate sind deutsch-israelische Forscher, die auch die Zuckertomate gezüchtet haben, dem Geheimnis des Geschmacks ein Stückchen näher gekommen. Mittels «Metabolischem Profiling», einem von ihnen entwickelten Analyseverfahren, untersuchten sie verschiedene Früchte auf gesundheits- und geschmacksrelevante Inhaltsstoffe. Im Anschluss konnten sie die Regionen im Tomatenerbgut identifizieren, die für die gut schmeckenden und gesunden Stoffe verantwortlich sind. «Nach diesem Genmuster können wir nun fahnden», sagt Pflanzenphysiologe Alisdair Fernie vom Max-Planck-Institut in Potsdam.
Mit solch prächtigen Aussichten halten Kritiker wie der US-Amerikaner Jeremy Rifkin die Grüne Gentechnik bereits für überholt. Ist sie das? «Nein», sagt Pflanzenphysiologe Bernd Müller-Röber, Sprecher der Arbeitsgruppe «Gentechnologiebericht» an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Smart Breeding funktioniere nur innerhalb einer Art; die natürliche Vielfalt setze Grenzen. Wenn Pflanzen etwa als Arzneimittelproduzent eingespannt werden sollen, müssen sie nach wie vor mit fremden Wirkstoff-Genen aufgerüstet werden.
Bei Syngenta setzt man jedenfalls auf Smart Breeding, sofern ein Züchtungsziel sowohl mit Präzisionszucht als auch mit Grüner Gentechnik erreichbar ist. «Das Zulassungsprozedere für gentechnisch verändertes Saatgut ist langwierig und teuer», sagt Syngenta-Forscher Michel Ragot. Smart-Breeding-Produkte bringe man dagegen schneller auf den Markt – bei geringeren Kosten.
gefunden bei: Sontagszeitung
„100-Prozent-Garantie gibt es nicht“
Schon heute können Gen-Spuren im Essen stecken, sagt Michael Warburg vom Unilever. Das von der Regierung neu geplante Label „Ohne Gentechnik“ lehne der Konzern ab. VON HANNA GERSMANN
Unilever als Buhmann: 2003 protestierte Greenpeace gegen Gensoja in Margarine. Foto: dpa
Herr Warburg, wird auf Ihrer Margarine bald ein Label „ohne Gentechnik“ prangen?
Michael Warburg: Nein, wir werden das Label, nicht nutzen. Das heißt: Die Neuerungen, die die Regierung mit dem Gentechnikgesetz plant, ändern für uns nichts. Denn diese Regelung wird es nur in Deutschland geben. Wir verkaufen unsere Produkte aber weltweit. Es wäre für uns viel zu aufwendig jede nationale Kennzeichnung zu berücksichtigen.
Aber Sie drucken doch extra Etiketten – in deutscher Sprache. Da wäre „Ohne Gentechnik“ kein Qualitätsmerkmal, mit dem sich werben lässt?
Wir brauchten doch bisher auch keine spezielle Auslobung. Dabei produzieren wir unsere Waren schon immer ohne Gentechnik. Das garantieren wir auch unseren Abnehmern.
In Margarine steckt aber Soja. Und das meiste Importsoja ist gentechnisch verändert. Wie kontrollieren Sie Ihr Angebot?
Gentechnik ist bis zum Grenzwert von 0,9 Prozent nicht kennzeichnungspflichtig. Daran orientieren wir uns. Und wir haben dafür ein aufwendiges Kontroll- und Zertifizierungssystem. Zunächst wird das Saatgut kontrolliert, dann die geerntete Sojabohne, später das gewonnene Öl und das Endprodukt. Das machen akkreditierte Prüfer. Bis eine Margarine auf den Markt kommt, ist ein Aktenordner voll mit Zertifikaten.
Gentechnik-Spuren können in Cornflakes oder Schokolade aber drin sein?
Die 100-Prozent-Garantie gibt es nicht. Weltweit können Spuren von Gentechnik vorhanden sein. Sie können auch keine Pannen ausschließen – wenn wie vor knapp einem Jahr Genreis unter herkömmliche Produkte gemischt wird.
Welches Risiko birgt die Gentechnik?
Keins, aber die Verbraucher wollen sie nicht. Noch fehlen die Produkte, die den Kunden von den Vorteilen überzeugen.
Sie meinen, die Verbraucher würden zugreifen, wenn Genfood zum Beispiel billiger ist als herkömmliche Lebensmittel?
Das ist gut möglich. Die Abneigung kippt sicher auch, wenn durch Gentechnik der Fettgehalt von Lebensmitteln gedrosselt werden kann. Große Untersuchungen gibt es zu diesem Thema allerdings noch nicht.
Entwickeln Sie denn solche Lebensmittel?
Wir forschen nicht daran. Die Lebensmittelindustrie hat diese Möglichkeiten nicht. An der Entwicklung von Genfood arbeiten vor allem Saatgutfirmen wie Monsanto.
Werden Sie Rohstoffe aus anderen Ländern als Deutschland beziehen, wenn die Gentechnik hierzulande öfter auf den Acker kommt?
Wir erwarten keinen Schub für die Gentechnik hierzulande – auch nicht durch das neue Gentechnikgesetz. Zudem kaufen wir generell weltweit ein. In Deutschland wird zum Beispiel gar nicht genug Raps für unsere Margarine angebaut. Die Bauern machen daraus mittlerweile Biodiesel und Energie. Wir beziehen Raps etwa aus Kanada.
Ausgerechnet aus Kanada, wo der Genraps in großem Stil angebaut wird und sich unkontrolliert ausbreitet?
Wir haben bisher kein Problem damit. Fänden unsere Tester Verunreinigungen, würden wir Konsequenzen ziehen. Langnese zum Beispiel bezieht heute keinen Honig mehr aus Kanada, seit 1995 einmal Genpollen in dem Produkt aufgetaucht sind.
gefunden bei: TAZ
Novartis/Monsanto will über 100 Mio USD Entschädigung wegen Qualitätsmängeln
Saint Louis (AWP) – Die Monsanto Company hat ein Schiedsgerichtsverfahren gegen den Generikahersteller Sandoz, eine Gesellschaft des Novartis-Konzerns, angestrengt. Das US-Unternehmen mache Qualitätsmängel und grössere finanzielle Einbussen infolge eines ungenügenden Qualitätssicherungsprogramms sowie einer von der US-Behörde Food and Drug Administration (FDA) ausgesprochenen Warnung für die Sandoz-Fabrikationsstätte im österreichischen Kundl geltend, heisst es in einer Mitteilung von Monsanto vom Freitagabend. Monsanto hat von Sandoz das Produkt Posilac bovine somatropin bezogen. Alle von Monsanto verkauften Produkte hätten die Qualitätsanforderung erfüllt, so das US-Unternehmen weiter. Die Verfahren zur Qualitätssicherung hätten jedoch die Produktionskapazitäten eingeschränkt und zu finanziellen Einbussen geführt. Die FDA habe die Sandoz-Produktionsstätte in Kundl im November 2003 kontrolliert und in der Folge einen ‘Warning Letter’ herausgegeben. Um die erforderlichen Veränderungen im Produktionsprozess zu machen und die Qualität zu gewährleisten, hätten Teile der Anlage stillgelegt und die Produktionskapazität herunter gefahren werden müssen. Bei einer von der FDA 2006 durchgeführten Nachkontrolle seien keine Mängel mehr gefunden worden und sei in der Folge im August 2006 der ‘Warning Letter’ aufgehoben worden. rt/uh
gefunden bei: Finanzen und Wirtschaft
Gegen das Patent auf Tiere – Für Artenvielfalt und gesunde
Seit der Antike gehört das Hausschwein zu den Nutztieren und bildet seit mehr als zweitausend Jahren einen wesentlichen Bestandteil unserer Ernährungsgrundlage. Nun soll das Tier neu erfunden werden. Der US-Multi Monsanto will die Gene des Schweins patentieren lassen und damit dieses seit Urzeiten existierende Tier als seine Erfindung und Konzerneigentum beanspruchen. Ziel von Monsanto ist ein weltweites Monopol auf das Erbgut des Schweins und damit auf seine Verwertung, sprich Züchtung, Haltung und Verarbeitung.
Der Monsanto-Konzern, der auch direkt in Deutschland agiert, kann, wenn seine Patentansprüche genehmigt werden, das Schwein künftig als seine exklusive Erfindung beanspruchen, es willkürlich genetisch manipulieren und verändern und von jedem Bauern der Schweine hält Lizenzgebühren kassieren, ihm bei Nichtzahlung die Zucht verbieten lassen, ihn mit Strafverfahren überziehen und damit letztlich kontrollieren ,was, wie und in welcher Qualität, zu welchem Preis auf unseren Tisch kommt.
Monsanto kontrolliert bereits heute gemeinsam mit dem Unternehmen Syngenta und Bayer maßgeblich den internationalen Saatguthandel und ist als Patenthalter für die meisten gentechnisch manipulierten Pflanzen verantwortlich. Hilfestellung leistet dem milliardenschweren Multi dabei das deutsche Forschungsministerium und das Europäische Patentamt in München, das in den letzten Jahren bereits über 100 Patente auf Pflanzen, über 40 auf Tiere und mehr als 200 Patente auf menschliche Gene erteilt hat.
Nehmen wir, die Verbraucher und Betroffenen, dies weiter widerstandslos hin, droht uns in wenigen Jahren eine genmanipulierte tierische Monokultur mit allen vorstellbaren Gesundheitsrisiken, einzig damit die Kapitalrendite eines Konzerns steigt. Wehren wir uns jetzt nicht, bevor es zu spät ist sind wir alle mitverantwortlich für den Ruin kleiner bäuerlicher Betriebe hier und in der Dritten Welt. Unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift den Protest gegen die Monsanto- und Syngenta-Pläne. Wir fordern:
Kein Patent auf Tiere – Kein Patent auf Saatgut – Verbraucherkontrolle gegen Konzernmacht
Initiativaufrufer und Unterstützer:
Attac, Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, Buko- Initiative Biopiraterie, Animal Peace, Schweisfurth-Stiftung, Hermannsdorfer Landwerkstätten, Netzwerk Selbsthilfe, Aktion Gendreck-Weg, Gregor Janssen Arbeitsgemeinschaft Bäuerlicher Landwirtschaft, Christoph Zimmer Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, INKOTA-Netzwerk e.V, Medico international, Ulla Jelpke MdB Die Linke, Wolfgang Gehrke MdB Die Linke, Eva Bulling-Schroeter MdB Umweltpolitische Sprecherin Die Linke
gefunden bei: Linke ZEitung