Monsanto

dieses Blog ist eine Waffe

Archiv für November 2007

Unbedenklichkeit von Gen-Mais bestätigt

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Fütterungsversuche mit Ratten ergeben erneut keine Hinweise auf Risiken

Die Fütterungsversuche mit Ratten geben keine Hinweise auf Risiken im Zusammenhang mit der neuen Maissorte MON863.

Anbau und Verfütterung der gentechnisch veränderten Maissorte MON 863 haben keine negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Das geht aus einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung BfR hervor. Die Behörde hat erneut die Ergebnisse aus einem Fütterungsversuch an Ratten überprüft. Dabei hat sie keine Hinweise auf Risiken gefunden. Das BfR bestätigt damit die Sicherheitsbewertung der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA von Anfang vergangenen Jahres.

Rücknahme der Zulassung gefordert
Die Unterlagen zum Fütterungsversuch wurden im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für den MON863-Mais eingereicht. Sie zeigten leichte Unterschiede zwischen den mit dem Gen-Mais gefütterten Ratten und einer Kontrollgruppe. Eine Gruppe von Wissenschaftlern deutete dies als Hinweis auf eine Giftwirkung von MON863. Sie forderten, der neuen Maissorte die Zulassung wieder zu entziehen.

Unterschiede im Rahmen natürlicher Schwankungen
Das BfR stellt jetzt fest, dass die gemessenen Unterschiede bei Blut-und Urinwerten und anderen klinisch-chemischen Parametern Ausdruck natürlicher Schwankungen sind. Auch beim Organgewicht und bei den Gewebeproben wurden keine relevanten Effekte festgestellt. Die Behörde bestätigte weiterhin, dass die Fütterungsstudie den maßgeblichen Standards entsprach. Auswahl und Zusammensetzung der verabreichten Diäten gaben keinen Anlass zur Kritik.

gefunden bei: Profil Online

Geschrieben von genfood

20.November.2007 um 15:53

Veröffentlicht in Forschung, Patente, Zulassungen

Arbeitskreis Monsanto

mit einem Kommentar

Strategien für ein (Über-)Leben ohne Monsanto 09.-11. März 2007 in Düsseldorf

Monsanto erzeugt und vertreibt ca. 90 % des weltweit ausgebrachten gentechnisch veränderten Saatguts. Damit ist der Konzern die treibende Kraft im Vormarsch der Agro-Gentechnik. Wir wollen diesem Motor der Gentechnikmaschinerie unserern Widerstand entgegensetzen!

Die Aktions- und Kampagnenwerkstatt…
…„Strategien für ein (Über)Leben ohne Monsanto“, findet vom 9. bis 11.3.2007 in Düsseldorf statt – dem Standort der Zentrale von Monsanto Deutschland. Unser Motto lautet Gegen Gentechnik auf unseren Feldern und Tellern! Mit kreativen Aktionen für den Erhalt von kultureller und natürlicher Vielfalt!

Zum Programm:
Drei Tage lang bieten inhaltliche Workshops und ein OpenSpace Raum für Wissensaustausch, Kreativität, konkrete Aktionsplanungen und Vernetzung. Wir laden GentechnikgegnerInnen, Konzern- und GlobalisierungskritikerInnen, kritischen BäuerInnen und besonders auch junge AktivistInnen ein, Aktionen und Kampagnen gegen die menschenverachtenden Praktiken des Global-Players Monsanto zu entwickeln.
Und hier geht’s zum Flyer zu unserer Aktions- und Kampagnenwerkstatt und zum Monsanto-Factsheet zur inhaltlichen Einstimmung.

Anmelden:
Die Teilnahmegebüren liegen nach Selbsteinschätzung zwischen 20 und 50 Euro. Eure /Ihre Anmeldung bitte an: Attac Bundesbüro; Münchener Straße 48; D-60329 Frankfurt am Main; oder per Email an: stop-monsanto@attac.de.

UnterstützerInnen
Die Aktions- und Kampagnenwerkstatt „Strategien für ein (Über)Leben ohne Monsanto“ wird organisiert und veranstaltet von der Attac-AG Globalisierung & Ökologie. Die Werkstatt wird unterstützt von der BUNDjugend, dem Gen-ethischen Netzwerk (GeN) und anderen.
Die Veranstaltung wird finaziell unterstützt von „Jugend für Europa“ und Attac Deutschland.

 

der Flyer zum Download

das Monsanto-Factsheet zum Download

 

gefunden bei:

Geschrieben von genfood

20.November.2007 um 12:15

Gentechnik: Chance oder Risiko?

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Die Gentechnik, insbesondere aber die Agrogentechnik („grüne Gentechnik“), erleidet zur Zeit ein ähnliches Schicksal wie die Kernenergie: Sie gerät zunehmend unter Beschuss. So hat der geplante Anbau der gentechnisch veränderten Maissorte „MON 810″ für viel Unruhe und Diskussionen geführt. Der SPD-Ortsverein lädt am Mittwoch, 21. November, 19 Uhr, zu einem Vortrag über „Grüne Gentechnik“ in das Restaurant „Frankeneck“ ein. Referent ist Dr. Christoph Naumann vom Ortsverband Schriesheim.

Bei zahlreichen Diskussionen zeigt sich, dass vielfach nicht ausreichende Kenntnisse über Gentechnik und insbesondere die Agrogentechnik vorhanden sind. Der Vortrag soll daher zum einen kurz die allgemeinen Grundlagen der Gentechnik sowie deren verschiedene Einsatzgebiete vorstellen, zum anderen schwerpunktmäßig kritisch die versprochenen Vor- und die befürchteten Nachteile der Agrogentechnik beleuchten: Bestehen Risiken für die menschliche Gesundheit oder ist mit einer Verbesserung des Nahrungsmittelangebotes zu rechnen? Kann die Agrogentechnik die Hungerprobleme der Welt beseitigen? Mit welchen Auswirkungen auf den Naturhaushalt ist zu rechnen und sind sie beherrschbar? Kann Agrogentechnik ein Jobmotor sein?

Viele Fragen, die zumindest teilweise an diesem Abend beantwortet werden sollen. Die Veranstaltung soll die Zuhörer anregen, sich mit den Aussagen der Befürworter und Gegner der Agrogentechnik auseinander zu setzen und zu einer eigenen Meinung zu kommen. pk

gefunden bei: Schwetzinger Zeitung

Geschrieben von genfood

16.November.2007 um 10:57

Veröffentlicht in Forschung, Patente

AKTION: Kein neuer Gentechnik-Mais auf Europas Feldern

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In einem Aufruf fordert die Initiative „Save our Seeds“ alle an Fragen der Gentechnik interessierten Bürger/innen auf, sich mit der eventuell bevorstehenden Entscheidung zur Zulassung von zwei gentechnisch veränderten Maissorten zu beschäftigen.
Benedikt Haerlin von „Save our Seeds“ schreibt: „…erstmals seit 1998 sollen in der Europäischen Union wieder zwei gentechnisch veränderte Mais-Sorten („bt11″ von Syngenta und „1507″ von DuPont/Pioneer) für den Anbau zugelassen werden. Der zuständige Umweltkommissar Stavros Dimas will diese Zulassung jedoch aus Gründen des Umweltschutzes und der Vorsorge nicht erteilen. Anders als bei der Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) für den Import und die Verwendung als Futter- oder Lebensmittel werden gentechnisch veränderte Sorten beim Anbau freigesetzt und sind nicht bzw. nur schwer wieder rückholbar, wie verschiedene Skandale in den letzten Jahren zeigten.“

Auf dem Info-Portal „Transgen“ wurde am 25. Oktober berichtet: „…Dimas begründet seine ablehnende Haltung damit, dass vor allem „mögliche Langzeitrisiken für Umwelt und Biodiversität nicht vollständig bekannt“ und die „von einem Anbau der gv-Maislinien ausgehenden Umweltauswirkungen nicht akzeptabel seien“. Innerhalb der Kommission ist Dimas in dieser Frage offenbar isoliert. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters sollen sich alle übrigen 26 Mitglieder gegen Dimas Entscheidungsvorschlag ausgesprochen haben.“

Die Befürchtung von „Save our Seeds“ scheint nicht unbegründet zu sein, dass die Kommissions-Kollegen des Umweltkommissars sich am 28. November in einer Mehrheitsabstimmung für die Zulassung entscheiden. Es bleibt also nicht mehr viel Zeit, die Meinungsbildung in Brüssel durch ein engagiertes Votum zu beeinflussen. „Save our Seeds“ fordert deshalb dazu auf, sich durch Briefe, Faxe oder E-Mails an die zuständigen Kommissare für ein Verbot der neuen Gentechnik-Maissorten auszusprechen. Haerlin: „Unterstützen Sie das Verbot von neuen Gentechnik-Maissorten und zeigen Sie den EU-Kommissaren, dass das Volk ihnen auf die Finger schaut!“

weitergehende Informationen

www.saveourseeds.org
www.keine-gentechnik.de/dossiers/kein-gvo-anbau-in-europa.html
www.transgen.de/aktuell/meldungen_europa/200710.doku.html#557

gefunden bei: www.themen-der-zeit.de

Geschrieben von genfood

15.November.2007 um 14:15

Veröffentlicht in EU-Behörden, Zulassungen

TERMIN: Neue Arte-TV-Dokumentation: Hawaii als Experimentierfeld für Gentechnik

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(dpa) Die Hawaii-Inselgruppe als Experimentierfeld für gentechnisch veränderte Pflanzen – das hat der Filmemacher Eberhard Rühle zum Gegenstand einer TV-Dokumentation gemacht.

In seinem Film „Feldversuch Hawaii“, den Arte an diesem Donnerstag (19.00 Uhr) zeigt, schildert er die Projekte großer Agrar- und Biotechkonzerne und den wachsenden Widerstand der Bevölkerung. Nach Rühles Recherchen ist Hawaii mittlerweile zum weltweit größten Experimentierfeld für Gentechnik auf dem Agrarsektor geworden. Mehr als 4.000 Freilandversuche mit transgenen Pflanzen wie Mais und Soja hat es dort bereits gegeben.

Hawaii bietet den Gentechnikern beste Bedingungen. Die Böden sind fruchtbar, das Klima erlaubt mehrere Ernten pro Jahr und im schlimmsten Fall, sollten die Genpflanzen außer Kontrolle geraten, droht kein Übergreifen aufs Festland, denn das ist Tausende von Kilometern entfernt. Während sich Forschungsinstitute auf die Optimierung tropischer Früchte spezialisiert haben, testen große Konzerne neue Grundnahrungsmittel für den Weltmarkt.

Die Dokumentation begleitet Wissenschaftler, die gentechnisch veränderte Pflanzen erproben, und zeigt geheime Versuchsfelder, auf denen neue gentechnisch veränderte Pflanzen getestet werden. Daneben kommen Bauern und kritische Wissenschaftler zu Wort, die die Entwicklung auf Hawaii für bedrohlich halten. Als im April 2006 bekannt wurde, dass auch Taro, die seit mehr als 2000 Jahren von den Ureinwohnern Hawaiis als Grundnahrungsmittel kultivierte Wasserbrotwurzel, gentechnisch verändert und patentiert wurde, entwickelte sich eine breite Widerstandsbewegung.

Dass Personen oder Firmen eine Pflanze, die bisher allen gehört hat, besitzen und vermarkten können, wird als Angriff auf die hawaiianische Kultur gesehen. Hinzu kommt: Die neuen gentechnisch veränderten Pflanzen vermischen sich mit den einheimischen Arten und breiten sich überall hin aus. So ist die Entwicklung Hawaiis zum Freilandlabor für die Biotechindustrie auch ein Experiment für die Erde insgesamt.

gefunden bei: Sat und Kabel

Geschrieben von genfood

13.November.2007 um 17:35

Veröffentlicht in Forschung, Patente

Gentrick schützt Pflanzen

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Mit einem neuen gentechnischen Trick verderben Forscher Insekten gründlich ihren Appetit auf Nutzpflanzen. Gleich zwei Gruppen schalten in den Schädlingen jene Proteine aus, mit denen sie abschreckende Pflanzenverbindungen entgiften. Daraufhin ließen die Schmetterlinge vom Kraut ab. Die Studien der Gruppen um Xiao-Ya Chen von der chinesischen Akademie der Wissenschaften und James Roberts vom US-Biotechnikkonzern Monsanto erscheinen in „Nature Biotechnology“.

Die Versuchspflanzen wurden in den Experimenten so verändert, dass sie zusätzlich kurze Moleküle aus der Erbsubstanz RNA herstellen. Dies ist eine Art Kopie eines kurzen Erbgut-Stückes, mit dessen Hilfe Proteine hergestellt werden. Nun lässt sich mit einer RNA aber eine andere blockieren – das Verfahren trägt den Namen RNA-Interferenz (RNAi).

Xiao-Ya Chen ließ seine Baumwollpflanzen kleine RNA-Stücke herstellen, die gegen die RNA für das Protein CYP6AE14 der Baumwolleule (Helicoverpa armigera) gerichtet sind. Damit bauen die Larven dieses Schädlings normalerweise die Abwehrsubstanz Gossypol der Baumwolle ab, an der sie fressen und dabei große Schäden anrichten. Larven, die derart präparierte Pflanzen fraßen, wuchsen deutlich langsamer. Als Kontrolle dienten Pflanzen, die kleine RNA-Moleküle gegen ein Protein tragen, das nicht in Insekten vorkommt – dabei zeigten sich keine Nachteile. Daher wertet Chen die RNAi als ein Werkzeug, mit dem sich Proteine einzelner Schadinsekten-Arten gezielt angreifen lassen.

Auf eine ganz ähnliche Weise experimentierte die Gruppe um James Roberts von Monsanto, einem der führenden Unternehmen auf diesem Gebiet. Sie konstruierte Maispflanzen, die unter anderem künstliche RNAMoleküle gegen ein ATPase gerichtetes Protein des Westlichen Maiswurzelbohrers (Diabrotica virgifera) trugen. ATPasen produzieren die unverzichtbare chemische Energie des Insekts, dessen Larven die Maiswurzeln anfressen.

Daraufhin zeigten die Pflanzen im Labor weniger Fraßschäden, berichtet Roberts in „Nature Biotechnology“. Anders als seine chinesischen Kollegen erklärte er – gemäß der Statuten des Journals – Monsantos wirtschaftliche Interessen. Auch das Unternehmen sieht in diesem Verfahren einen neuen Mechanismus zur Kontrolle von Schädlingen. Bisher werden fast alle gentechnisch veränderten Pflanzen mit einem zusätzlichen Gen aus dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis ausgestattet. Daraus geht ein Protein hervor, das Zellen der Darmwand der Schadinsekten zerstört.

gefunden bei: N-TV.de

Geschrieben von genfood

12.November.2007 um 15:43

Veröffentlicht in Forschung

Lobby für Agrarmultis

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Gentechnikgesetz im Bundestag: 36 Verbände werfen Regierungskoalition Vertretung der Interessen einer Minderheit zu Lasten von Umwelt und Arbeitsplätzen vor
Von Jana Frielinghaus

»Feldbefreiung« in Brandenburg – Widerstand gegen die Risikotechnologie ist notwendiger denn je
Foto: Christian Ditsch/Version

Felix Prinz zu Löwenstein räumt ein, man befinde sich in einer »schizophrenen Situation«. Weil die Europäische Union nun einmal den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) ermöglicht hat, lege der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), dessen Vorsitzender er ist, gemeinsam mit vielen anderen immer wieder Verbesserungsvorschläge für die Regeln vor, die hierzulande dafür gelten sollen. Dies, obwohl man den Genfood-Anbau natürlich weiterhin grundsätzlich ablehne. Am Mittwoch äußerten sich 36 Umweltorganisationen, Ökolandbauverbände und Vereinigungen der Lebensmittelwirtschaft zum von der Bundesregierung bereits im August beschlossenen Entwurf für das neue Gentechnikgesetz – dieses Mal in Form eines offenen Briefes an alle Bundestagsabgeordneten. Anlaß ist die für den heutigen Freitag anstehende erste Lesung der Novelle im Parlament.

In Berlin forderten Vertreter des BÖLW, des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), des Ökologischen Ärztebundes, des Verbandes Privater Brauereien und von UnternehmensGrün, des Bundesverbandes der grünen Wirtschaft entscheidende Nachbesserungen am Gesetz. Die Forderungen selbst sind nicht neu, dafür aber nach wie vor unberücksichtigt (siehe dazu auch jW vom 18.9.). Es geht zum einen um klarere Regeln dafür, wer wie für den wirtschaftlichen Schaden haftet, der durch mit Genpflanzen verunreinigte und dadurch unverkäufliche Produkte entsteht. Dem Gesetzentwurf zufolge haftet der Verursacher erst ab einem Verunreinigungsgrad der Kulturen seines Nachbarn von 0,9 Prozent. Da Produkte schon bei weit geringerem Verschmutzungsgrad nicht mehr verkäuflich sind, fordern die Verbände eine Senkung dieser Grenze auf 0,1 Prozent. Des weiteren müsse dafür gesorgt werden, daß Genbauern und ihre Vertragspartner auch die Kosten für den erhöhten Prüf- und Analyseaufwand zum Nachweis der Gentech-Freiheit tragen.

Weiter wird der im Gesetz festgelegte Mindestabstand von Genmais zu Nachbarfeldern als viel zu gering gerügt. Gottfried Härle vom UnternehmensGrün-Vorstand verwies auf den in großem Umfang drohenden Verlust von Arbeitsplätzen in Land- und Lebensmittelwirtschaft durch ein schwindendes Angebot an GVP-freier Ware. Heftig kritisiert wird von den Verbänden auch der neue Paragraph 16b des Gesetzes, in dem festgelegt ist, daß ein Landwirt die Abstandsregeln nicht einhalten muß, wenn sein Nachbar damit einverstanden ist. Dieses Einverständnis kann laut Gesetzestext vom Genfood-Bauern schon dann vorausgesetzt werden, wenn der Nachbar sich nicht innerhalb eines Monats zu den Anbauplänen äußert.

Artenvielfalt gefährdet
Hubert Weiger, agrarpolitischer Sprecher des BUND, appellierte an die Abgeordneten, »die Gewinninteressen eines marginalen Wirtschaftsbereichs nicht über die der Landwirte und Verbraucher zu stellen«. Derzeit mache sich die Regierung regelrecht »zum Büttel der Interessen der Agrarkonzerne«. Dies, obwohl die Gentechnik der »größte Anschlag auf die Artenvielfalt« sei, den es je gegeben habe. Weiger verwies darauf, daß die bislang zugelassenen Genpflanzen einerseits Gifte gegen bestimmte Pflanzenschädlinge bilden und andererseits resistent gegen Totalherbizide sind, also gegen Spritzmittel, die die gesamte übrige Vegetation vernichten. Andererseits bilden Pflanzenschädlinge wie der Maiszünsler ihrerseits, auch dies ist lange bekannt, sehr schnell Resistenzen gegen die körpereigenen Gifte der Genkulturen – was nicht zum propagierten geringeren, sondern schon nach kurzer Zeit zu weiter steigendem Pestizideinsatz führt. Daher müsse Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) eigentlich ein »mindestens zehnjähriges Moratorium für die Gentechnik« fordern, meint Weiger. Gabriel stellte am Mittwoch eine vom Kabinett verabschiedete »Nationale Strategie zur Biodiversität« vor. Damit soll bis 2010 das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten gestoppt werden. Zur Gentechnik äußerte sich Gabriel in diesem Zusammenhang nicht.

Angela von Beesten, Vorsitzende des Ökologischen Ärztebundes (ÖÄB), erklärte, es gebe »kaum eine infamere Lüge« als das zugunsten der Gentechnik immer wieder ins Feld geführte Argument, sie werde helfen, die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern. Die Erfahrungen mit zehn Jahren Anbau von GVP in vielen Ländern der Welt zeigten, daß er zu wachsender Abhängigkeit der Bauern von Agromultis wie Monsanto führt, deren Kosten für Pestizide massiv in die Höhe treibt und in der Folge viele um die wirtschaftliche Existenz bringt. In Indien haben sich deshalb mittlerweile Tausende verzweifelter Landwirte das Leben genommen.

Unkalkulierbare Risiken
Von Beesten machte zudem darauf aufmerksam, daß die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Genfood keineswegs nachgewiesen ist. Dies sei vielfach auch erst nach Jahren oder gar Jahrzehnten möglich. Doch schon heute gäben bereits vorliegende Ergebnisse aus Tierversuchen Hinweise darauf, daß die in ihren Inhaltsstoffen veränderten Pflanzen gesundheitliche Schäden hervorrufen können. So hätten Fütterungsstudien mit Bt-Mais der Sorte MON863 bei Ratten Änderungen im Blutbild und Störungen der Leber- und Nierenfunktion gezeigt. Die Untersuchungen seien vom Hersteller Monsanto selbst in Auftrag gegeben worden.

Den Fachleuten des ÖÄB wurde übrigens die Teilnahme an einer öffentlichen Anhörung zum Gentechnikgesetz am 26. November im Bundestag verwehrt. Es sei nicht nachvollziehbar, welches Interesse Ärzte an Gentechnik in der Landwirtschaft und in Lebensmitteln haben könnten, hieß es zur Begründung aus dem Bundesministerium für Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft.

Tina Loeffelbein von Greenpeace verwies darauf, daß Frankreichs Präsident Nicolas Sarkózy kürzlich ein Moratorium für den Anbau von Genmais erlassen hat – wegen der damit verbundenen Risiken. Dieser Tage hat sich zudem EU-Umweltkommissar Stavros Dimas gegen die Aufhebung des Verbots zweier Genmaissorten in Österreich ausgesprochen, die die EU-Kommission einer Vereinbarung mit der Welthandelsorganisation WTO zufolge eigentlich im November vornehmen müßte. Die WTO erwartet bis zum 21. November eine Abschaffung sämtlicher Hürden, die der Vermarktung von Genfood in Europa entgegenstehen. Andernfalls könnten schon am 21. Januar Strafzölle gegen die EU verhängt werden.

BÖLW-Chef Löwenstein bemerkte abschließend, keiner der Kritiker wende sich gegen die Biotechnologie. Mit der Forschung am Erbgut von Pflanzen könnten deren genetische Potentiale durch gezielte Kreuzung vielmehr in zuvor nicht denkbarem Maße ausgeschöpft werden. Doch für Arbeiten in dieser Richtung gebe es kaum die begehrten Drittmittel aus der Wirtschaft. Kein Wunder, denn dabei entstehen keine patentierbaren Sorten, für deren Nutzung Bauern immer wieder abkassiert werden können.

Zu den vehementesten Befürwortern des Gentechnikgesetzes gehört übrigens Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Sie begründete ihre Position damit, daß in die Forschung an GVP große Mengen an Steuergeldern geflossen seien – also müßten deren Ergebnisse nun auch angewandt werden. Das Gesetz soll nach dem Willen der Regierung noch in diesem Jahr vom Parlament verabschiedet werden.

gefunden bei: Junge Welt

Geschrieben von genfood

9.November.2007 um 14:52

Weiter ohne die Gentechnik

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Rhöner Landwirtschaft setzt Initiative fort / Warnung vor den Folgen

MARGRETENHAUN (bh) 1100 Rhöner Landwirte aus Hessen, Thüringen und Bayern hatten sich 2005 verpflichtet, auf ihren 63 000 Hektar Bewirtschaftungsfläche keine gentechnisch veränderten Pflanzen anzubauen. Als Folge wurde das Biosphärenreservat zur gentechnikfreien Zone erklärt. Jetzt läuft die Aktion aus. Eine zweite Runde startet aber.
Bereits 40 Betriebe im Landkreis Fulda, die 40 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche bewirtschaften, haben erneut die Selbstverpflichtung unterzeichnet. Ziel ist, bis Ende November 50 Prozent der Betriebe und auch der Gesamtfläche für die Aktion zu gewinnen, so Kreisbauernverband-Geschäftsführer Dr. Hubert Beier. Solange es viele ungeklärte Fragen bezüglich dieser neuen Technologie, insbesondere der langfristigen Wirkungen auf Gesundheit von Mensch und Tier sowie Gefahren für die Betriebsflächen gebe, wolle man konventionell weiterwirtschaften.

Soja an der Spitze

Weltweit habe der Anbau transgener Pflanzen von 1996 bis 2006 auf über eine Milliarde Hektar zugenommen, an der Spitze die Sojaproduktion, gefolgt vom Mais. Besonders in den USA, Argentinien und in Brasilien sei der Sojaanbau ausgeweitet worden. Beim so genannten BT-Mais sorge ein Gen dafür, dass die Pflanzen ein bakterielles Pflanzengift entfalten. Auf diesen Flächen lebten nunmehr weniger natürliche Kleinlebewesen, also natürliche Feinde der Pflanzenschädlinge, erklärt Dr. Christian Schüler vom Fachgebiet ökologischer Landbau der Uni Kassel-Witzenhausen.
Jetzt habe das Europäische Patentamt in München der Firma Monsato den Verkauf des Maissaatgutes MON 810 untersagt, weil er eine Gefahr für die Umwelt darstelle. In mehreren Ländern werde der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zurückgefahren, weil die Monokulturen neue Risiken erzeuge, erläuterte der Fachmann.
Monika Bracht von der Verbraucherzentrale in Fulda forderte auch Lebensmittel zu kennzeichnen, wenn diese genmanipuliert sind. Bislang ende die Kennzeichnungspflicht bei den Futtermitteln. Laut Dr. Peter Hamel (Zivilcourage Vogelsberg), dessen aus Landwirten bestehende Einkaufsgemeinschaft gentechnisch unverändertes Sojaschrot in der Fütterung einsetzt, drücke Monsanto den Landwirten weltweit einen Stempel auf und lasse seine Bedingungen bereits „mit der Öffnung des Saatgutsackes akzeptieren“. Das Unternehmen könne durch erteilte Patente jeglichen Handel, Anbau und Verarbeitung auf der Erde kontrollieren, den freien Austausch des Saatgutes blockieren. Monsanto wolle die Landwirtschaft und die Lebensmittelproduktion auf allen Ebenen kontrollieren und monopolisieren.
Der Konzern benutzte seine marktbeherrschende Stellung und habe nun Patente auch auf die zum Teil üblichen Verfahren zur Schweinezüchtung angemeldet. „Ganz normale Schweinezucht- und Mastbetriebe“ („Bestimmt der halbe Landkreis Fulda“) müssten dann mit Patentgebühren rechnen, wie sie Monsanto auf Getreidesaatgut, bestellte und nicht bestellte Flächen erhebe, so Peter Hamel.
Informationen zur gentechnikfreien Region Rhön erteilt der Kreisbauernverband unter Telefon (0661) 65070.

09.11.2007 Fuldaer Zeitung

Geschrieben von genfood

9.November.2007 um 14:47

Geisterdebatte über Gentechnik im Bundestag

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Grüne, Verbraucherschützer und die Wirtschaft warnen vor den geplanten Regelungen im Gesetz für grüne Gentechnik. Für Ärger sorgt auch der Zeitpunkt der Debatte im Bundestag: Freitag, 3.45 Uhr.

Bio ist in, immer mehr Verbraucher kaufen gesundheitsbewusst ein. Erzeuger und Händler reagieren, indem sie einen Teil ihrer Regale für naturnah Erzeugtes freihalten. Neben Freilandzucht, Düngemitteln, Konservierungsstoffen oder Emulgatoren gerät auch die Gentechnik zunehmend ins Blickfeld der Verbraucher. Und die Frage, ob es richtig ist, deutschen Bauern den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzensorten zu gestatten. In anderen europäischen Ländern ist sie längst beantwortet: Frankreich, Österreich und Polen erließen ein Moratorium für Gentechnik.

Als Anwälte der Verbraucher treten auch die Umweltschützer auf. Sie warnten in einem Offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten sowie in einem Unternehmer-Manifest vor einem Gesetzentwurf des Bundeslandwirtschaftsministers Horst Seehofer (CSU), mit dem die Bundesregierung Bedingungen für Genpflanzen-Anbau festlegen will. «Entscheidende Nachbesserungen» seien an dem Papier unumgänglich, das am Freitag der Bundestag in erster Lesung behandeln soll.

Insgesamt haben 36 Verbände unterzeichnet, darunter der Verband der Privaten Brauereien Deutschlands, die Unternehmer Alfred Ritter («Ritter-Sport»), Peter Kowalsky («Bionade») und Joseph Wilhelm («Rapunzel») sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Zu vieles unklar

Die vom Bundeskabinett im August beschlossene Novelle des Gentechnikrechts sieht zwischen herkömmlichen und genveränderten Pflanzen einen Mindestabstand von 150 Metern, bei ökologisch angebautem Mais von 300 Metern vor. Bauern, die gentechnikfreie Produkte anbauen, werden erst entschädigt, wenn der beispielsweise durch Bienen oder Wind kontaminierte genveränderte Anteil bei 0,9 Prozent oder höher liegt. Zudem will die Regierung die Forschung erleichtern.

Die Grünen halten Seehofers Gesetzentwurf für einen Fehlschlag. «Die Große Koalition macht mit diesem Gesetz klar, dass die Interessen der Verbraucher in der Landwirtschaft für sie keine Rolle spielen», sagte Grünen-Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke auf Netzeitung.de. Bereits jetzt herrsche «Chaos auf den Äckern», weil oft nicht bekannt sei, wo Genmais angebaut werde. Das Gesetz lasse zu vieles unklar. «Die Verantwortung zwischen Landes- und Bundesbehörden bleibt im Nebel, die Abstandregeln zwischen gentechnischen und normalen Pflanzen sind ungenügend, und die Frage der Haftung ist nach wie vor nicht vernünftig geregelt», so Lemke.

Zwang in die Abhängigkeit

Auch aus diesen Gründen verlangen Wirtschafts- und Umweltverbände einen Mindestabstand von 1000 Metern zwischen den Feldern und Entschädigungen ab 0,1 Prozent Verunreinigung. «Niemand nimmt mir meine Produkte ab, wenn sie zu 0,8 Prozent gentechnisch verunreinigt sind», sagte der Vorstandvorsitzende des Bundes Ökologischer Landwirtschaft, Felix Prinz zu Löwenstein. Auf diese Weise sei die Existenz von vielen Tausenden Arbeitsplätzen in konventioneller und ökologischer Landwirtschaft gefährdet. Die Verbände wissen das Volk an ihrer Seite. Rund 80 Prozent der Deutschen sprechen sich gegen grüne Gentechnik aus.

Die großen Saatguthersteller wie Bayer, BASF oder Monsanto wollen grüne Gentechnik, weil sie diese anders als das konventionelle, zum sogenannten Allgemeingut zählende Saatgut patentieren lassen können. «Damit zwingen sie langfristig alle Bauern in eine Abhängigkeit», sagte Greenpeace-Agrarexpertin Tina Loeffelbein.

»Seehofer will sich verstecken«

«Kommt das Gesetz in seiner jetzigen Form durch, ist das der größte Anschlag auf die Artenvielfalt, den es je gegeben hat», sagte der agrarpolitische Sprecher des BUND, Hubert Weiger. Er sieht 30 Prozent der Pflanzen und bis zu 60 Prozent der hier lebenden Tiere bedroht. So hänge an einem durch Gentechnik vernichteten Feldunkraut die Existenz von bis zu 20 Tierarten ab.

Auf der Tagesordnung des Bundestages fand sich das Gentechnikgesetz in den frühen Morgenstunden des Freitags, um etwa 3.45 Uhr. Doch zu dieser Zeit lag das Parlament in seinen Betten, keiner sprach im Plenum. Die geschriebenen Reden waren längst zu Protokoll gegeben, um der Pflicht genüge zu tun. Grünen-Vertreterin Lemke vermutet einen Trick: »Der Zeitpunkt für die Debatte im Bundestag ist eine Frechheit: Herr Seehofer will sein schlechtes Gesetz vor den Augen und Ohren der Öffentlichkeit verstecken, weil er den Protest fürchtet«.

Denn die Unsicherheiten sind groß. Ähnlich wie bei der Handystrahlung ist bei der grünen Gentechnik noch immer nicht ausreichend sicher, dass sie den Menschen nicht schädigt. Die Vorsitzende des Ökologischen Ärztebundes, Angela von Beesten, warnte vor den derzeit unabsehbaren Folgen auf Erbgut, Verdauung und Zellwachstum des Menschen. Sie sprach sich für ein Aufschub für Gentechnik wie in Frankreich, Österreich und Polen aus. (nz/epd)

gefunden bei: Netzzeitung

Geschrieben von genfood

9.November.2007 um 14:42

Veröffentlicht in Allgemein, Zulassungen

Pflanzenschutz mit RNS

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Kleine RNS-Moleküle sollen Schädlingen gezielt an den Kragen gehen. (Bild: biosicherheit.de)

Kleine Erbgut-Schnipsel als Waffe gegen gefräßige Insekten
Von Michael Lange

Biologie. – In Pharmazie und Medizin hat sich die RNS-Interferenz in den vergangenen Jahren zum großen Hoffnungsträger entwickelt und wurde 2006 gar mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Jetzt hoffen Wissenschaftler, mit den RNS-Fragmenten den Pflanzenschutz vorantreiben zu können.

Der Westliche Maiswurzelbohrer „Diabrotica virgifera virgifera“ ist einer der gefährlichsten Maisschädlinge in den USA. Und auch in Europa ist er von Südosten her auf dem Vormarsch. Die kleinen weißen Würmchen sind nur zwei bis drei Millimeter lang. Es handelt sich um Insektenlarven. Bevor sie sich verpuppen und als kleine Insekten davon fliegen, können diese Larven gewaltige Schäden in Maisfeldern anrichten. In den USA versuchen Forscher der Firma Monsanto seit Jahren, dem Westlichen Maiswurzelbohrer mit Gentechnik das Leben schwer zu machen. Sie haben Maispflanzen gezüchtet, die das Bakteriengift Bacillus thuringiensis, kurz BT, produzieren, das die Larven vergiften soll. Aber Forscher befürchten, dass der Schädling in Zukunft Resistenzen gegen das Gift aus der genmanipulierten Pflanze entwickeln könnte. Nun haben die Monsanto-Forscher einen anderen Ansatz gewählt. Das neueste aus der biologischen Grundlagenforschung: die RNS-Interferenz. Claire Cajacob, Forschungschefin bei Monsanto:

Wir haben einen kleines Genfragment in die Maispflanzen eingeschleust. Die Pflanzen bilden nun in ihrer Wurzel bestimmte kleine RNS-Schnipsel. In den Pflanzen hat die RNS keine Wirkung, aber sobald sie von den Insektenlarven gefressen wird, verhindert das Biomolekül, dass bestimmte Proteine entstehen, die für das Insekt überlebenswichtig sind.

Ein Ausbringen der RNS als Spritzmittel ist nicht möglich. Das Prinzip funktioniert nur dann, wenn die Pflanze selbst die RNS-Schnipsel herstellt, also mit Gentechnik. Dennoch hat der Umweg von der Genmanipulation über die RNS viele Vorteile. Der Wichtigste: Die RNS-Schnipsel sind zielgenauer als alle Insektizide und auch als bisherige gentechnische Veränderungen.

Diese RNS erkennt ganz bestimmte Boten-RNS, die von Insektengenen abgelesen wird. Das heißt: Wir haben die Möglichkeit die RNS so maßzuschneidern, dass sie nur Boten-RNS stilllegen, die in ganz bestimmten Insektenklassen vorkommen, oder sogar nur in einzelnen Arten. Die Zielgenauigkeit ist der große Vorteil dieser neuen Technologie.

Die ersten Ergebnisse aus den USA machen den Pflanzenschützern große Hoffnung. Die Gentechnik werde durch die RNS-Interferenz zugleich besser und umweltverträglicher, heißt es geradezu euphorisch von Seiten des Pflanzenschutzmittelherstellers.

Die Feldversuche laufen auf Hochtouren. Aber wir sind noch ganz am Anfang. Es wird wohl noch mindestens zehn Jahre dauern, bis die Farmer das Produkt kaufen können.

Dass es sich trotz allem um umstrittene Gentechnik handelt, wird von der Firma nur nebenbei erwähnt. Gleichzeitig mit den US-Forschern präsentieren Wissenschaftler vom Institut für Physiologie der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Shanghai ein Pflanzenschutzverfahren mit dieser neuen Technologie. Ihr Feind: Die Baumwolleule. Die Larven eines Nachtfalters, der vor allem, aber nicht nur in chinesischen Baumwollfeldern große Schäden anrichtet. In weniger als zehn Jahren soll auch der Nachtfalter die Möglichkeiten der RNS-Interferenz zu spüren bekommen.

gefunden bei: D-Radio

Geschrieben von genfood

6.November.2007 um 12:04

Veröffentlicht in Forschung, Patente