Monsanto

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Archive for Juni 2007

Wunschdenken…

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Written by genfood

29.Juni.2007 at 10:19

Veröffentlicht in Firmenpolitik

EFSA bleibt dabei: Keine Bedenken

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(28.06.07) Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat in einer Stellungnahme den gentechnisch veränderten Bt-Mais MON863 erneut als sicher für Mensch, Tier und Umwelt bewertet. MON863 war wiederholt in die Kritik geraten. Dabei ging es immer wieder um eine vom Antragsteller Monsanto im Zulassungsverfahren vorgelegte Fütterungsstudie mit Ratten. Im März veröffentlichte eine Arbeitsgruppe um den französischen Wissenschaftler Gilles Eric Séralini eine erneute Auswertung der Daten und äußerte Zweifel an der Unbedenklichkeit von MON863.

Die europäische Kommission hat daraufhin die EFSA aufgefordert, ihre bisherige Stellungnahme im Hinblick auf die Neubewertung der Daten durch Séralini zu überprüfen. Sie sollte hierzu auch Stellungnahmen der Mitgliedstaaten einholen.


Maispflanze mit Schäden an der Wurzel. MON863 ist gentechnisch veränderter Bt-Mais, der gegen den Maiswurzelbohrer resistent ist. Der Maisschädling befällt vor allem die Wurzeln der Maispflanzen. In Europa breitet der Schädling sich erst seit Anfang der neunziger Jahre aus. MON863 ist seit Januar 2006 in der EU als Lebens- und Futtermittel zugelassen. Die EFSA hat von 11 Mitgliedstaaten (Österreich, tschechische Republik, Irland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Niederlande, Rumänien, Schweden und UK) Stellungnahmen erhalten. Mit Ausnahme von 2 Staaten sehen sie keinen weiteren Handlungsbedarf. Österreich und Ungarn fordern weitere Untersuchungen.

Die Vorgeschichte:

Am 2. April 2004 hatte das Gremium für gentechnisch veränderte Organismen (GMO Panel) der EFSA eine erste Stellungnahme zu MON863 abgegeben. Die Experten kamen darin zu dem Schluss, dass der Mais als sicher für Mensch, Tier und Umwelt eingestuft werden kann. Grundlage für die Sicherheitsbewertung war unter anderem besagte von Monsanto durchgeführte 90-tägige Fütterungsstudie mit Ratten. Männliche und weibliche Ratten erhielten entweder eine Diät mit MON863-Mais in verschiedenen Dosierungen oder die konventionelle Ausgangslinie sowie weitere konventionelle Maissorten. Sowohl beim Wachstum der Tiere als auch bei verschiedenen biologischen Parametern gab es vereinzelt statistisch signifikante Abweichungen bei den mit MON863 gefütterten Tieren, die von der EFSA als „biologisch nicht relevant“ bewertet wurden.

Aber die Öffentlichkeit und insbesondere französische Wissenschaftler hatten Zweifel an der Unbedenklichkeit von MON863. Im Kern ging es darum, ob die beobachteten Abweichungen bei den Ratten, die mit MON863 gefüttert wurden, im Rahmen der üblichen „biologischen Streuung“ liegen oder ob sie als Indizien für gesundheitliche Gefahren zu werten sind. Es wurden weitere Gutachten eingeholt. Im Oktober 2004 beriet das EFSA-Expertengremium erneut und bekräftigte die Stellungnahme aus dem Frühjahr: Die Fütterungsversuche lieferten keine Hinweise, dass Mon863 für Menschen oder Tiere schädlich sein könnte.

Aber die Diskussion um MON863 war damit nicht beendet. Nachdem Greenpeace die Veröffentlichung der kompletten Fütterungsstudie im Juni 2005 gerichtlich durchgesetzt hatte, machte sich die Arbeitsgruppe um Séralini daran, die Original-Daten der Monsanto-Studie erneut auszuwerten. Séralini und seine Mitarbeiter kommen in ihrer Analyse zu dem Schluss, dass Ratten, die mit MON863-Maiskörner gefüttert wurden, geringfügige, aber dosierungsabhängige Abweichungen im Wachstum bei beiden Geschlechtern zeigten. Außerdem könnten einige der statistisch signifikanten Abweichungen etwa bei den Blut- und Urinmessungen als Hinweise auf Leber- oder Nierentoxizität gedeutet werden.

Dritte Stellungnahme der EFSA: Keine neuen Erkenntnisse

Eine Arbeitsgruppe der EFSA hat sich mit den statistischen Methoden der Séralini-Analyse beschäftigt, sich mit den Autoren der Studie getroffen und selbst eine neuerliche Auswertung vorgenommen. Zusätzlich wurde ein französisches Institut mit einer weiteren Analyse der statistischen Auswertung der Daten beauftragt. Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten wurden ebenfalls um eine Stellungnahme gebeten.

Zusammenfassend kommt die EFSA zu folgender Einschätzung:

  • Alle statistisch signifikanten Abweichungen bei einzelnen Test-Parametern der Fütterungsstudie wurden noch einmal analysiert und bewertet und zwar unter Berücksichtigung von Art und Bedeutung, Ausmaß und Häufigkeit sowie im Hinblick auf eine mögliche Dosisabhängigkeit oder einen Einfluss des Geschlechts.
  • Die beobachteten Differenzen lassen sich in den meisten Fällen nicht in Beziehung setzen zu einer bestimmten Dosierung und zum Geschlecht der Versuchstiere. Mal gab es geringere, mal höhere Werte, die als isolierte zufällige Phänomene gedeutet werden können. Unterschiede in Blut- und Urinwerten konnten nicht in den Gewebeschnitten bestätigt werden, und weisen von daher nicht auf Organ-Schädigungen hin.
    Die Hypothese von Séralini, dass die beobachteten Veränderungen in der Gewichtszunahme ein Hinweis sein könnten auf eine Störung des Hormonhaushalts, kann nicht durch die experimentellen Daten belegt werden.
  • Im Unterschied zu Séralini hat das GMO Panel die biologische Relevanz aller statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den mit gv-Mais gefütterten Tieren und der isogenen Kontroll-Gruppe eingeschätzt. Dabei wurde auch die natürliche Variabilität berücksichtigt, die sich aus den Daten der mit weiteren konventionellen Maissorten gefütterten Kontroll-Gruppen abschätzen ließ. Vor diesem Hintergrund wurden die Effekte als biologisch nicht relevant eingestuft.
  • Nach Auffassung des GMO Panels gibt die Studie von Séralini keine neuen Hinweise auf toxikologisch relevante Ergebnisse. Es gebe demnach keinen Grund, die bereits 2004 abgegebene Stellungnahme, dass Mon863 keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt habe, zu ändern.
  • Es wurden zur Bewertung unterschiedliche statistische Methoden angewandt. Das GMO Panel sieht es als notwendig an, die statistischen Methoden zur Auswertung von tierischen Studien zu vereinheitlichen. Es wurde bereits eine Arbeitsgruppe des GMO Panels für diese Aufgabe eingerichtet.

gefunden bei: Bio-Sicherheit.de

Written by genfood

29.Juni.2007 at 9:33

Veröffentlicht in Patente, Zulassungen

Immer noch Kinderarbeit für Monsanto und Bayer

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Die Agrarkonzerne Monsanto und Bayer produzieren ihr Baumwoll-Saatgut in Indien immer noch mit Hilfe von Kinderarbeit. Der wesentliche Grund für die Ausbeutung von Kindern sind die niedrigen Preise, die die Konzerne ihren Saatgutvermehrern zahlen. Beide Unternehmen würden das Problem nicht entschieden genug angehen, heißt es in einer Studie mehrerer Entwicklungsorganisationen.

Bereits 2003 hatten indische und europäische Experten detailliert belegt, dass in der Saatgutproduktion im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh zehntausende Kinder – überwiegend Mädchen zwischen 6 und 14 Jahren – in kleinen Saatgut-Farmen arbeiten und oft in Schuldknechtschaft gehalten werden. Auftraggeber der Farmen sind große multinationale Konzerne, die dort ihr Hybrid-Saatgut produzieren lassen. Allen voran Monsanto und Bayer, die dort auch genmanipulierte Baumwollsaaten gewinnen.

In einer aktuellen Studie zogen die Deutsche Welthungerhilfe und andere Organisationen eine erste Bilanz. Sie bestätigten Monsanto und Bayer, dass es ihnen in Andhra Pradesh gelungen sei, die Zahl der Kinderarbeiter zu halbieren. Trotzdem seien auf den Farmen, die für die beiden Konzern arbeiten immer noch 11 Prozent (Bayer) und 5 Prozent (Monsanto) Kinder unter 15 Jahren beschäftigt. In anderen südindischen Staaten, in denen es weniger öffentlichen Druck gebe, würden die Unternehmen das Problem Kinderarbeit nicht systematisch angehen. Dies sei bedeutsam, weil Bayer seine Produktion in nächster Zeit versechsfachen und Monsanto sie immerhin verdoppeln wolle. Es gebe auch keine Anstrengungen der Unternehmen, bei Partnern, Lieferanten und Lizenznehmern eine Politik gegen Kinderarbeit zu verankern.

Als wesentlichen Grund für die Ausbeutung der Kinder nennen die Autoren der Studie die niedrigen Preise, die Monsanto & Co für das Hybridsaatgut zahlen. Dessen Produktion ist sehr arbeitsintensiv, die Löhne machen einen wesentlichen Teil der Kosten aus. 40 Prozent mehr müssten die Konzerne den Farmen zahlen, dann könnten diese statt der Kinder Erwachsene zu den offiziellen Mindestlöhnen beschäftigen.

Ein schlechtes Zeugnis stellte die Studie den Bildungsangeboten aus, die die Konzerne für ehemalige Kinderarbeiter finanzieren. Sie seien vor Ort nicht verankert und deshalb wenig effektiv.

gefunden bei: Genfoodneindanke.de

Written by genfood

29.Juni.2007 at 8:47

Veröffentlicht in Firmenpolitik

Der Gentech-Multi klagt die Bundesrepublik Deutschland an und will Zulassung von Gentech-Mais per Gerichtsbeschluss erzwingen

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Wieder besseren Wissens versucht Monsanto seine Produkte auf den Markt zu „Prügeln“.

Der Mais MON810 ist nachweislich gesundheitsgefährdend und soll nun auch gerichtlichem Wege in Deutschland ausgebracht werden.

So nicht!

Written by genfood

28.Juni.2007 at 15:04

Veröffentlicht in Firmenpolitik

Arme Sau

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Landwirt Christoph Zimmer traut seinen Augen nicht. In drei unauffälligen Aktenordnern schlummert brisantes Material – ein Patentantrag auf Schweine. Genforscher des großen amerikanischen Biotechnologie-Konzerns Monsanto haben bestimmte Abschnitte des schweinischen Erbgutes entschlüsselt und beschrieben. Diese wollen sie nun weltweit als Patent anmelden…

weiter beim WDR

Written by genfood

28.Juni.2007 at 14:52

Veröffentlicht in Forschung, Patente

Ein Gentechnik-Gigant kontrolliert die Landwirtschaft

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Monsanto wächst und wächst, kontrolliert die Landwirtschaft und ist selbst durch Regierungen nicht mehr zu kontrollieren.

Grennpeace hat hier umfangreiches Material gesammelt.

Written by genfood

28.Juni.2007 at 14:47

Veröffentlicht in Firmenpolitik, Patente, Rechtsstreit

Monsanto über sich selbst

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Monsanto – innovative Produkte im Dienste der Landwirtschaft

Monsanto ist ein international tätiges Unternehmen für Agrarprodukte mit Firmensitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. Das Unternehmen ist einer der Weltmarktführer in der Entwicklung und Herstellung von umweltverträglichen Pflanzenschutzmitteln und mithilfe moderner Biotechnologie verbesserten Saatguts. Ziel von Monsanto ist es, unter gleichzeitiger Schonung natürlicher Ressourcen, die Erträge und die Qualität der Agrarproduktion deutlich zu verbessern. Von Monsanto entwickelte Produkte werden somit eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von globalen Herausforderungen in Bereichen wie Ernährung, nachwachsende Rohstoffe, Energie, Gesundheit und Umwelt spielen. Monsantos Kernkompetenzen liegen dabei im Bereich der Kulturpflanzen Mais, Sojabohne, Raps und Baumwolle.

Marktführer daher, weil Monsanto durch Zukäufe von Gentech Unternehmen mittlerweile fast eine monopolistische Stellung erreicht hat.
Verbessertes Saatgut halte ich doch für weit übertrieben. Saatgut, dass Nutzinsekten tötet und Nutztiere in der Landwirtschaft unfruchtbar macht, kann eigentlich nicht als „verbessert“ betrachtet werden. Das ist sehr weit weg von einer Schonung natürlicher Resourcen. Erträge mögen wohl verbessert werden, zumindest so lange es noch besteubende Insekten gibt, aber was kommt dannach? Ebenso ist es dem Farmer nicht mehr gestattet, von seiner Ernte einen Teil für die Aussaat zu verwenden, was wiederum einem Lizenzverstoß (vgl. Micrososft Windows) gleich kommt, und entsprechend strafrechtlich verfolgt werden wird. Altes Saatgut, dass Landwirte frei verwewnden können, wird durch die Bestrebungen Monsantos immer mehr verdrängt. Monsatanto geht dabei sogar soweit in deren Lobbyarbeit, dass sogar nationale Regirungsvertreter angehalten werden, Saatgutbanken auf zu lösen, um den Saaten der Biotech-Unternehmen, die ja immer mehr unter dem Dach der Monsanto vereinigt werden, einen Markt zu bereiten.

Spezialist für Agrarprodukte

Im Jahr 1901 gegründet blickt Monsanto auf eine inzwischen über einhundertjährige Firmengeschichte zurück. In dieser Zeit hat sich das Unternehmen vom Chemiehersteller zum Spezialisten für Agrarprodukte entwickelt. Als selbständiger, börsennotierter Agrarkonzern beschäftigt Monsanto weltweit 17.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern. Der Umsatz lag im Jahr 2005 bei 6,3 Milliarden US-Dollar.

„… vom Chemiehersteller zum Spezialisten für Agrarprodukte…“
schade eigentlich, dass sie keine Traktoren bauen, abstrus finde ich die Vorstellung, dass Pflanzen Produkte sind…

Hoher Stellenwert von F+E

Um Landwirten heute und in Zukunft stetig verbesserte Produktionsmittel, wie hochertragreiche Sorten und effektive, ökologisch verträgliche Pflanzenschutzmittel, zur Verfügung stellen zu können, ist Monsanto einer intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit verpflichtet. Allein im Jahr 2005 wurden 588 Millionen US-Dollar für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei den Monsanto-Forschungszentren zu. Durch diese Einrichtungen wird die Möglichkeit geschaffen, spezifischen regionalen Anforderungen aus Landwirtschaft und Forschung gerecht zu werden und so alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die zu einer qualitativ hochwertigen, produktiven, innovativen und nachhaltigen Landwirtschaft beitragen.

Man stelle sich einmal vor, wieviele Entwicklungshilfeprojekte und Schulen man mit 588Mio US$ auf den Weg gebracht hätte…
So, werden die Bauern in den Entwicklungsländern von der Monsanto-Forschung nicht profitieren – im Gegenteil, die Produkte können sich die armen Länder dieser Welt nicht leisten, Und wenn man das Ganze wirtschaftlich betrachtet, wie hoch muß der zu erwartende Gewinn sein, wenn ein Unternehmen schon freiwillig fast 600Mio $ aufbringt, nur der Forschung willen…

Der Einsatz moderner Biotechnologie

In der Pflanzenzüchtung nutzt Monsanto konsequent und mit großem Erfolg biotechnologische Methoden, um zu nachhaltigen Lösungen für den weltweit wachsenden Bedarf in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung beizutragen. Entsprechendes Sortenmaterial, dem in einem ersten Schritt neue Eigenschaften wie Herbizidtoleranz und/oder Insektenschutz verliehen wurden, trägt zu erheblicher Produktivitätssteigerung bei gleichzeitig nachhaltiger Entlastung der Umwelt bei. Weitere Produkte stehen zur Zulassung an und eröffnen neue Möglichkeiten für die Landwirtschaft. Diese Pflanzen werden resistent gegen Schädlinge und Viren sein. In der Forschung bzw. Entwicklung stehen auch Pflanzen, die resistent gegen Dürre sind und über eine verbesserte Nährstoffzusammensetzung verfügen, die vielen Verbrauchern zugute kommt.
Um die Entwicklung einer nachhaltigen und umweltschonenden Landwirtschaft weiter zu fördern, engagiert sich Monsanto für den Aufbau und die Pflege einer aktiven und innovativen Partnerschaft mit Landwirten, Forschungseinrichtungen, den beteiligten Nahrungsmittelherstellern und den Verbrauchern. Besonderes Anliegen ist es dabei vor allem, mit allen beteiligten und interessierten Kreisen in einen vertieften Dialog über die Chancen und Risiken der Biotechnologie zu treten.

„…bei gleichzeitig nachhaltiger Entlastung der Umweltbei.“ Nun, wenn man sieht, dass durch den Anbau von GVO´s dennoch nicht unerhebliche Mengen an Spritzmittel verwendet werden müssen – die auch noch wieder lizenzrechtlich bei Monsanto zu beziehen sind – bekommt diese Aussage einen bitteren Beigeschmack.

Written by genfood

28.Juni.2007 at 13:10

Veröffentlicht in Firmenpolitik