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Immer noch Kinderarbeit für Monsanto und Bayer

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Die Agrarkonzerne Monsanto und Bayer produzieren ihr Baumwoll-Saatgut in Indien immer noch mit Hilfe von Kinderarbeit. Der wesentliche Grund für die Ausbeutung von Kindern sind die niedrigen Preise, die die Konzerne ihren Saatgutvermehrern zahlen. Beide Unternehmen würden das Problem nicht entschieden genug angehen, heißt es in einer Studie mehrerer Entwicklungsorganisationen.

Bereits 2003 hatten indische und europäische Experten detailliert belegt, dass in der Saatgutproduktion im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh zehntausende Kinder – überwiegend Mädchen zwischen 6 und 14 Jahren – in kleinen Saatgut-Farmen arbeiten und oft in Schuldknechtschaft gehalten werden. Auftraggeber der Farmen sind große multinationale Konzerne, die dort ihr Hybrid-Saatgut produzieren lassen. Allen voran Monsanto und Bayer, die dort auch genmanipulierte Baumwollsaaten gewinnen.

In einer aktuellen Studie zogen die Deutsche Welthungerhilfe und andere Organisationen eine erste Bilanz. Sie bestätigten Monsanto und Bayer, dass es ihnen in Andhra Pradesh gelungen sei, die Zahl der Kinderarbeiter zu halbieren. Trotzdem seien auf den Farmen, die für die beiden Konzern arbeiten immer noch 11 Prozent (Bayer) und 5 Prozent (Monsanto) Kinder unter 15 Jahren beschäftigt. In anderen südindischen Staaten, in denen es weniger öffentlichen Druck gebe, würden die Unternehmen das Problem Kinderarbeit nicht systematisch angehen. Dies sei bedeutsam, weil Bayer seine Produktion in nächster Zeit versechsfachen und Monsanto sie immerhin verdoppeln wolle. Es gebe auch keine Anstrengungen der Unternehmen, bei Partnern, Lieferanten und Lizenznehmern eine Politik gegen Kinderarbeit zu verankern.

Als wesentlichen Grund für die Ausbeutung der Kinder nennen die Autoren der Studie die niedrigen Preise, die Monsanto & Co für das Hybridsaatgut zahlen. Dessen Produktion ist sehr arbeitsintensiv, die Löhne machen einen wesentlichen Teil der Kosten aus. 40 Prozent mehr müssten die Konzerne den Farmen zahlen, dann könnten diese statt der Kinder Erwachsene zu den offiziellen Mindestlöhnen beschäftigen.

Ein schlechtes Zeugnis stellte die Studie den Bildungsangeboten aus, die die Konzerne für ehemalige Kinderarbeiter finanzieren. Sie seien vor Ort nicht verankert und deshalb wenig effektiv.

gefunden bei: Genfoodneindanke.de

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Written by genfood

29.Juni.2007 um 8:47

Veröffentlicht in Firmenpolitik

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