Monsanto

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Monsanto Tötet – Teil 1

with one comment

Internationaler Kampf gegen Monsanto
Als 2002 durch einen Gerichtsbeschluss genkontaminierte Lebensmittel aus dem Verkehr gezogen werden sollten, hiess es seitens der Behörde SOFOFA, dies sei unmöglich, da ca. 75% aller abgepackten, chilenischen Nahrungsmittel betroffen seien. Nur ein Beispiel eines guten Grunds, die Internationale Kampagne gegen MONSANTO mitzumachen….

MONSANTO TÖTET
1. Monsanto in Chile,
2. Internationale Kampagne; Kolumbien
3. Monsanto in Mexiko

1.- 75% DER NAHRUNGSMITTEL DER CHILENISCHEN BEVÖLKERUNG BASIEREN AUF TRANSGENEN
von: CLOC – Via Campesina Chile; April 2007
Monsanto und das Landwirtschaftsministerium kündigen eine neue Aggression gegen die bäuerliche Landwirtschaft und die Bevölkerung an…
Die folgenden Informationen stammen von CLOC – Via Campesina Chile, repräsentiert von der Nationalen Vereinigung der Land,-und Indigenafrauen (ANAMURI), der Nationalen Konföderation Ranquil und der Ländlichen Plattform für Land/ Plataforma Rural por la Tierra, gemeinsam mit der Allianz für eine bessere Lebensqualität, vertreten durch das Aktionsnetz in Plaguicidas und seinen Alternativen für Lateinamerika (RAPAL), OLCA und CIAL…

Am 26. März 07. kündigten der transnationale Konzerngigant Monsanto und das Landwirtschaftsministerium an, Monsanto habe Chile für die Aussaat von transgener Soja zur Samenproduktion auf einer Fläche von 20.000 ha auserwählt. Überdies bekundete Monsanto seine Absicht, in Chile auch genmanipulierten Mais und Raps einzuführen. Laut einem Interview in „El Mercurio“ hat die Initiative des Multis die volle Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums.

Der Landwirtschaftsminister und der Repräsentant Monsantos versuchten die Produktion genmanipulierten Saatguts als immens vorteilhafte Chance für die Bauern, insbesonders die kleinen, zu präsentieren. Selbstredend unerwähnt blieb dabei die Tatsache, dass der Anbau von transgener Soja in den Ländern lateinamerikanischen Ländern bislang zum Verschwinden Tausender bäuerlicher Familienbetriebe, Landverlusten und der Vergiftung von Tausenden Menschen, bis hin zum Tod von Kindern und alten Menschen, geführt hat.

Charakteristisch für Monsanto ist das Aufzwingen missbräuchlicher Verträge – sogar per Gesetz – die jeden Schritt des produktiven Anbaus regeln; zum Konsum und Gebrauch von Glyphosat und anderen Pesitziden zwingen und den Multi dazu ermächtigen, jedes Detaill der Landwirtschaft und des Handels derer, die eine Zusammenarbeit mit ihm akzeptieren, zu inspizieren, selbst dann, wenn zwischen diesen Detaills und den Verträgen keine direkte Verbindung besteht. Monsanto hat Hunderte kanadischer, us-amerikanischer und argentischer Landwirte, welche die Missbrauchsklauseln nicht erfüllen konnten, erfolgreich verklagt und in den Ruin getrieben. Viele von ihnen haben ihr dadurch ihr Land verloren.

Die gegenwärtige Initiative Monsantos in Chile addiert sich zu den anderen Agressionen gegen die Nahrungsmittelsouveränität der Gemeinschaften, der bäuerlichen Landwirtschaft und der Gesundheit der chilenischen Bevölkerung hinzu. Durch die aktuellen Programme von INDA und dem Landwirtschaftsministerium werden die bäuerlichen Familien weiterhin abenteuerlichen Experimenten und einer Produktionsweise im Interesse der Multis ausgeliefert. Um die Diversität der bäuerlichen Produktion auszulöschen und sie an die grossen Unternehmen zu ketten wird der Druck zunehmend verstärkt. Dadurch mehren sich die Verschuldung und Landverluste der Bauern/ Campesin@s. Die Agrarproduktion für den Export besteht weiter aus der extremen Ausbeutung der ArbeiterInnen, insbesondere der ZeitarbeiterInnen sowie in der Kontamination der Umwelt und Personen.

Monsanto ist der weltweit grösste Hersteller genmanipulierten Saatguts sowie gleichzeitig einer der Hauptproduzenten von Agrogiften (einschliesslich der Chemiewaffe „Agent Orange“ die während der us-amerikanischen Invasion in Vietnam eingesetzt worden war ). Der Multi ist der grösste „Promoter“ von “Terminator”, d.h. von Samen, welche die Bauern jedes Jahr auf Neue zu kaufen gezwungen sind. Seit 1996 betreibt Monsanto die Strategie der beabsichtigten transgenen Kontamination von Anpflanzungen und Lebensmitteln, zu der der Schmuggel bzw. die geheime Einfuhr von Samen, die Verletzung von Sicherheitsrichtlinien und die direkte Bestechung von RegierungsbeamtInnen gehören.

Auf diese Weise hat Monsanto die Genkontamination vorangetrieben. Der chilenische Staat weist hierbei eine lange Geschichte der Unfähigkeit oder Unwilligkeit auf, dies zu vermeiden. Obwohl in Chile genmaipulierte Lebensmittel gesetztlich verboten sind, wurden diese über Jahre hinweg von den grossen Lebensmittelkonzernen eingeschleust. Als 2002 durch einen Gerichtsbeschluss genkontaminierte Lebenmittel aus dem Verkehr gezogen werden sollten, hiess es seitens der Behörde SOFOFA, dies sei unmöglich, da ca. 75% aller verpackten Nahrungsmittel betroffen seien. Die Regierung ihrerseits erleubte die Genkontamination der Nahrungsmittel offiziell per Dekret. Nur die Kontamination von Kindernahrung wurde 2003 untersagt. Die jugendliche und erwachsene, chilenische Bevölkerung verkonsumiert auf diese Weise transgene Nahrungsmittel sogar ohne sich entsprechend informieren zu können und die Möglichkeiten, Zugang zu gesunden und andersartigen Produkten der Bauern zu haben, werden gegenwärtig durch eine Agrarpolitik zugunsten der grossen Handelsketten und Supermärkte zerstört.

Die fehlende Prüfung ist zudem kombiniert mit fehlender Transparenz. Die SAG hat es abgelehnt, darüber zu informieren, wo sich die Anbauorte genmanipulierter Pflanzen in Chile befinden und ebenso schweigt sie sich darüber aus, wer die verantwortlichen Beamten sind, die den Anpflanzungen offiziell grünes Licht geben. In Anbetracht der Geschichte Monsantos verwundert es hingegen nicht, dass in Kooperation mit dem Landwirtschaftsministerium geheime Programme geschaffen werden, um Landwirte einzuwickeln, sei es durch Kredit“angebote“ oder eine andere Form von Druckausübung.
Chile war bereits verratene Quelle der Kontamination als vor einigen Jahren Datenbanken von Keimen entdeckt wurden, deren Samen die USA im Land reproduzierten. Dieser Fall zeigt, dass in Chile nicht die minimalsten Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden und dass die Prüfung und Kontrolle defizitär sind.

Die von Monsato angekündigte Anbaufläche von 20.000 ha und die mögliche Ausweitung durch Mais und Raps steigern die Möglichkeiten der Kontamination auf dramatische Weise! Die Produktion genmanipulierten Saatguts wird zudem zu einer grossen Menge von Ausschusssämereien führen, die aufgrund der fehlenden Prüfung als Tierfuttermittel verarbeit werden oder über die Herstellung von Öl in die menschliche Nahrungskette gelangen.

Wenn Chile als genverseuchtes Land berühmt wird, vergrössern sich die unmittelbaren Risiken des Exports dieser Samen, von Honig, abgepackten Lebensmitteln, Fleischprodukten und der organischen Fleischproduktion insgesamt. Angesichts dieser Bedrohung fehlt es der Beteuerung der Regierung, eine Coexsistenz genmanipulierter und genfreier, organischer Anbauflächen sei möglich, an den sowohl technischen wie ökonomischen Grundlagen.
Wir betonen: das was Monsanto anstrebt, ist nicht notwendigerweise die Produktion von Nahrungsmitteln, weder für Chile noch für andere Länder. Die Einführung von Transgenen in Chile bedeutet die Präsenz verseuchter Pflanzen, die nicht für den menschlichen Konsum bestimmt sind, wie Mais zur Herstellung von Bio-Treibstoffen oder Pharamzeutika verschiedenster Art. Alarmierend ist auch, dass der Repräsentant Monsantos äusserte, man werde in Chile produzieren, weil dort das individuelle Eigentumsrecht respektiert wird und eine Regulierung für den Anbau genmanipulierter Pflanzen forderte. Chile ist derzeit dabei, sog. „Normen der Biosicherheit“ auszuarbeiten, welche das Rechtsfeld hinsichtlich gentechnischer Organismen im Land regeln sollen. Als zusätzliches Produkt des Freihandels mit den USA, befindet sich Chile auf dem Sprung, sein Gesetz zum industriellen Eigentum zu ändern und die Patentierung von Saatgut und Tieren zu erlauben. Die Erklärungen des Monsanto-Repräsentanten sind Teil des politischen Drucks, den dieser und andere Multis, gemeinsam mit der Regierung der USA, auf die chilenische Regierung und das Parlament ausüben, mit dem Ziel, Maximalgarantieren für ihr Operieren in Chile zu erreichen. U.a. streben sie die absolute Handlungsfreiheit im Bereich Anbau und Konsum von Gentechpflanzen an, zusammen mit Gesetzen, durch welche die Jahrtausende alte Praxis der freien Pflanzen,-und Tierzucht zum Delikt werden sollen.

Daher geben wir der Öffentlichkeit, dem Pralament und der Regierung davon in Kenntnis, dass wir uns ab heute dafür einsetzen werden, zu verhindern dass Chile ein zu einem weiteren Handlanger Monsanto´s werden wird. Wir glauben dass die Regierung die Pflicht erfüllen muss, die Gesundheit, die Nahrungsmittelproduktion, die Umwelt und das Wohlergehen der ChilenInnen zu schützen, insbesondere das der ärmsten und angegriffensten Teile. Ebenso glauben wir, dass das Parlament die Pflicht hat, die Aktivitäten der Regierung zu kontrollieren und zu verhindern, dass der Landwirtschaftsminister transnationale Konzerne bei der Schädigung des Wohlstands und unser aller Zukunft unterstützt.

Via Campesina Chile ruft alle Bauern/Campesin@s und ihre Organisationen, die Sozialen Bewegungen und die Bevölkerung dazu auf, sich gemeinsam mit uns zu engagieren, damit Parlament und Regierung ihre Pflicht erfüllen und damit der soziale Druck verhindert, dass Monsanto uns seiner langen Missbrauchsliste hinzufügt.

Santiago, abril 2007
( Quelle: http://clajadep.lahaine.org/articulo.php?p=8229&more=1&c=1 )

2.- MONSANTO TÖTET: INTERNATIONALE KAMPAGNE DER ACVC
von: ACVC ( Bauernvereinigung des Tals vom Río Cimitarra )
Millionen Liter von Herbiziden sind über die bäuerlichen Gebiete von Magdalena Medio, wie das Tal des Río Cimitarra, versprüht worden und haben die Kontamination von Gewässern, Wäldern und Anbauflächen für Nahrungsmittel verursacht und dadurch die menschliche Gesundheit und die regionale Flora und Fauna in Mitleidenschaft gezogen.
Die gescheiterte Politik der Besprühungen (der Coca, siehe hierzu: http://de.indymedia.org/2003/12/70203.shtmlhttp://de.indymedia.org/2004/09/95022.shtmlhttp://de.indymedia.org/2004/05/83729.shtmlhttp://de.indymedia.org/2007/04/172905.shtml ) gehorcht noch immer einem tödlichen Multimillionen schweren Geschäft, an welchem die Regierung der USA und Kolumbiens beteiligt sind und Monsanto…, ein Konzern der durch seine Dienste im Chemiekalienkrieg ( wie Agent Orange in Vietnam ) lange und ausgiebige Erfahrung im Bereich der Verhandlungen der Industrie besitzt. Die Herbizide, Glyphosate, wie Roundup machen mindestens ein Sechstel der jährlichen Absatzprodukte Monsantos aus, der dieses als allgemein sicher promotet.

Die Informationen über die Auswirkungen auf die Gesundheit der Bauern und Bäuerinnen von Magdalena Medio, die nach den unausgesetzten alljährlichen Besprühungen festgestellt worden sind, sind Irritationen der Augen und der Haut, Übelkeit, Kopfschmerzen, Diarröh (Durchfall), Sehschwächen, Schwindel, Fieber und Schwäche. Ausserdem kam es bei zahlreichen Frauen der Region zu Fehlgeburten.

DIE KAMPAGNE

ZEITRAUM
Die Kampagne ist fortlaufend und wird gleichzeitig durch wechselseitige Unterstützung und Allianzen in Kolumbien, Lateinamerika, Europa und den USA betrieben.

ZIELE
? Die Aufdeckung der versteckten wirtschaftlichen Interessen hinter der gescheiterten Politik der Besprühungen der Coca
? Anklage der unausgesetzten Besprühungen als Mechanismus des Chemikalienkriegs gegen die ländlichen, kolumbianischen Gemeinden/Gemeinschaften.
? Auflistung und Charakterisierung der Schädigungen der ländlichen Bevölkerung von Magdalena Medio durch die Besprühungen.
? Eine fortlaufende Meinungsbildung und soziale Mobilisierung im Bereich der Einführung genmanipulierter Organismen ( Transgene ) auf dem kolumbianischen Land.
? Sensibilisierung für die Auswirkungen der Politik der Steueranreize im Süden auf die Biotreibstoffe im Norden und die Teilhabe von multinationalen Konzernen, wie Monsanto an diesem Geschäft.
? Der kolumbianischen (und jeder anderen) Gesellschaft die Gefahr für die Nahrungsmittelsouveräntität bekannt zu machen, welche die von Monsanto entwickelten, sterilen Terminator-Samen darstellen.
? Die weltweite Strategie der Nahrungsmittelabhängigkeit, die Monsanto vorantreibt, anzuklagen.
? Das Voranbringen und verstaatlichen der Politiken und Erfahrungen im Bereich Sicherheit und Nahrungsmittelsouveränität, als Widerstandstrategie der bäuerlichen Gemeinden/Gemeinschaften gegen den Multi Monsanto.

THEMEN DER KAMPAGNE

Glyphosate und Auswirkungen der Besprühungen:
Seit 2001 finden im Tal des del Río Cimitarra jedes Jahr Besprühungen mit Glyphosat statt. Durch Nachweise im Umkreis der Besprühungen ist es gelungen, zu zeigen, dass pro Hektar besprühter Coca durchschnittlich 4 Hektar Nahrungsmittelanbaufläche, Weideland, Gewässer und Wald in Mitleidenschaft gezogen sind. Die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind gravierend; es gibt hierüber jedoch keine wissenschaftlichen Dokumentationen.

Transgene:
Hierzu ausführliche Informationen unter:
www.genet-info.org
Gen-ethisches Netzwerk (GeN), Brunnenstraße 4, 10119 Berlin, Tel. 030/685 70 73, Fax 030/684 11 83, e-Mail: gid@gen-ethisches-netzwerk.de
www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/
TEXTE/ARCHIV/PRESSEDIENST_GID181/MAGAZIN181.HTML
http://genfrei.agroviva.net/index.php?option=com_frontpage&Itemid=1
www.gendereck-weg.de

Biotreibstoffe:
Die EU hat ihren neuen Energieplan veröffentlicht, der verstärkt den Gebrauch von Biotreibstoffen im Transportwesen und der Erzeugung von Elektrizität vorantreibt. Dieser Plan beinhaltet eine zwingende Reduzierung von Benzin und Diesel durch Biotreibstoffen zu 10% bis 2020 ( freiwillige 5,75% wurden bereits für 2010 in den Raum gestellt ). Das bedeutet, dass kurzfristig ein massiver Anspruch auf Biotreibstoffe in der Europäischen Union entstehen wird. Da die EU aufgrund ungenügender Anbauflächen in diesem Bereich ihren Bedarf nicht selbständig decken kann, wird ein grosser Teil der Rohstoffe zur Produktion von Biotreibstoffen aus den Monokulturen der Länder des Südens stammen ( Soja, Palmöl, Zuckerrohr ). Es überrascht nicht, dass die Produzenten fossiler Energie und Verhandlungspartner im Agrarsektor diese neue Politik unterstützen. Die aktuelle Informationslawine mit ihrem Empfehlungscharakter dieses Sektors ist fürchterlich und schwerlich mit wenigen Zeilen zu beschreiben. Repsol ist dabei, zusammen mit Bunge, Fabriken zur Herstellung von Biodiesel in Spanien zu errichten [1]; Konzerne wie Total, British Petroleum, Petrobras, Cargill, Monsanto und Syngenta sind mit der Entwicklung von Produkten [2] und einem konkreten und soliden, korporativen Angebot für die europäischen Verpflichtungen in 2010 befasst.
Siehe auch:
Die Mythen über Biokraftstoff
http://de.indymedia.org/2007/06/185388.shtml
Agrotreibstoffe – Mehr neue Probleme als Lösungen
http://www.askonline.ch/aktuell.htm)

Terminator-Samen:
Unter der technischen Bezeichnung Terminator ist die genetische Manipulation von Pflanzen mit dem Ziel, ihre Samen steril zu machen, zu verstehen. Diese Technologie, die auch TPS oder TRUG genannt wird, wurde entwickelt, um zu verhindern dass die Landwirte Erntesamen aufbewahren und wieder neu ausäen. Gegenwärtig treiben alle grossen Multis im Bereich der Gentechnik diese Art von Technologie voran und obgleich Terminator noch nicht verkommerzialisiert ist und kaum Freilandversuche stattfanden, gab es bereits experimentelle Test in us-amerikanischen Treibhäusern und es wurden mehr als 30 Patente in verschiedenen Ländern, u.a. in Kolumbien, eingesetzt.

Nahrungsmittelabhängigkeit
Die Lebensmittelimporte in Kolumbien stiegen von 800.000 Tonnen 1991 auf 7 Millionen 1998, d.h. ein Anwachsen um 21%. Für das Land bedeutet das einen Verlust von nahezu 10.000 Millionen Dollar, während gleichzeitig der Nahrungsmittelanbau auf einer Fläche von 1 Million Hektar aufgegeben wurde. Zwischen 1990 und 1998 wurden 17.879.000 t Mais, Gerste, Weizen und Soja sowie 26 Millionen t sonstiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse gekauft. Gleichzeitig war im Zeitraum von 1990 bis 2000 zu beobachten, dass die Produktion von Weizen um 69% pro EinwohnerIn sank, die von Reis um 13%, von Gerste um 87%, von Mais um 13% und von Kartoffeln um 12%. Mit dieser Entwicklung im Nahrungsmittelsektor ( Transgene, Terminator-Samen ) versucht der Multi Monsanto, als Strategie der Aggressions,- und Verteidigungspläne der Vereinigten Staaten, eine weltweite Nahrungsmittelabhängigkeit zu erzeugen.

Nahrungsmittelsouveräität,- und Sicherheit
Die Abhängigkeit verletzt die Nahrungsmittelsicherheit und versperrt den Weg der Nahrungsmittelsouveränität der Völker. In Kolumbien ging diese Nahrungsmittelsouveränität seit der Öffnung der Wirtschaft ( siehe auch: http://de.indymedia.org/icon/2007/04/173347.jpg ) Stück für Stück verloren; das Schlimme ist, das die aktuelle, geringe Produktion mit beginnender Gültigkeit des TLC ( Freihandelsabkommen ) aufgehört hat, weil dies einfach als Vertiefung der seit 15 Jahren andauernden Öffnungspolitik der Wirtschaft umgesetzt wurde. Die Ergebnisse waren frapierend: 1991 betrugen die Importe von Agrarprodukten 377 Millionen Dollar, 2001 beliefen sie sich auf 1.635 Millionen Dollar, das bedeutet einen Zuwachs von 334%.

KAMPAGNENMATERIAL
Es wird eine Kampagnenmappe erstellt, die Karten, Plakate, Buttons, Grafiken und Banner enthält; ferner Materialen für Protestmärsche, Radiosendungen, Videovorführungen sowie Fotomaterial.

VERANTWORTLICHE
Für die Koordination der Kapagne in Kolumbien wurden vom ACVC bestimmt:
Franco Gómez – Koordinator des technischen Teams des ACVC; Miguel Cifuentes – Sekretär der direktiven Junta des ACVC; Andrés Gil – als deren Sprecher, Ramiro Ortega – Finazen und als Koordinator der Ländlichen Presseagentur und internationaler Delegierter des ACVC César Jerez.

POLITISCHE,TECHNISCHE UND OPERATIVE UNTERSTÜTZUNG
Bauernorganisationen, Soziale Organisationen, Netze, Umweltorganisationen, Politische Parteien, Universitäten, Analyse,-und Forschchungszentren; andere.

ALLIANZEN
Andere Kampagnen: Schluss mit dem Terminator; Gegen Trangene; etc.

AKTIVITÄTEN / AKTIONEN
Boykott von Monsato-Produkten – Fomierung und Kapazität – Konferenzen – Internationale Vernetzung – Untersuchungen/Ermittlungen – Austausch – Gespräche mit Institutionen – gerichtliche Schritte – Durchführung von Direkten Aktionen

CHRONOLOGISCHER AUFBAU / ABLAUF:
März 2007: Etappe der Formulierung, Planung und Entwurf
März, Juni: Bekanntmachung/Start; Internationales Bauern/Bäuerinnen Treffen in Puerto Matilde
Juni 2007: Phase der praktischen Entwicklung und Foranschreiten nach den oben genannten
Punkten

Informationen und Kontakt :
E-Mail: asociacion.campesina@gmail.com
Tel. 097 -6021363
Fax 097 – 6223016 cel. 310-3179602
www.prensarural.org

Fussnoten:
[1] Mehr hierzu unter: http://www.omal.info/www/article.php3?id_article=556
[2] Syngenta verlangt aktuell den Import von transgenem Mais in Südafrikia, die EZ, USA und China.: www.genet-info.org

( Quelle: http://www.prensarural.org/spip/spip.php?article223)

3.- LEGALISIERTE BIOPIRATERIE
Beispiel Mexiko

Silvia Ribeiro, Wissenschaftlerin der ETC-Untersuchungsgruppe
Im April 2005 billigte die SenatorInnenkammer ohne jede öffentliche Diskussion zwei Gesetze, durch welche die Privatisierung der genetischen Ressourcen und die Konzession auf Patente über indigenes Wissen in Mexiko ermöglicht wurde.
Durch die Billigung und „legale Vertruschung“ des mexikanischen Senats wurden noch weitere Gesetze zur Privatisierung eingeführt, wie das Nationale Wassergesetz, das MONSANTO-Gesetz, das Minengesetz sowie zusätzlich Regierungsprogramme,- und Normen, wie das Agrarprogramm Procede und die Festsetzung von Gebühren für die Nutzung der Umwelt. Unter den Konsequenzen dieser als „Fortschritt“ und „nachhaltiger Entwicklung“ präsentierten Neuerungen, leiden vornehmlich die Bauern und Bäuerinnen (Campesin@s) und indigene Gemeinschaften.
Die Gesetzesinitiative über Zugang und Nutzung genetischer Ressourcen beinhaltet die Richtlinien, welche die transnationalen Konzerne in der Konvention zur Biodiversität der Vereinten Nationen (UN) repräsentieren und die bestimmen, dass die Biopiraterie als „Bioprospektion“ bezeichnet wird sowie ferner, dass der Verkauf des Gemeinschaftserbes (genetische Ressourcen, Wissen etc.), im vermeintlichen Namen Aller unter der Kathegorie „wissenschaftliche Entwicklung“ vonstatten geht. Diese strategische Vorgehensweise, hinter welcher direkte und/oder indirekte kommerzielle Interessen stehen, ist somit „legal“. Dieser Marktstrategie gemäss können genetische Ressourcen, Pflanzen, wilde Tiere, Mikroorganismen, Pilze und Insekten, etc. ausgebeutet, erforscht, ge/benutzt, Ableitungen patentiert und die genetischen Ressourcen für kommerzielle Zwecke genutzt werden, wenn der „legitime Besitzer oder Eigentümer des Gebiets, auf welchem die Ressourcen sich befinden, dies in einem Bioprospektionsvertrag unterzeichnet, der von Semarnat behördlich autorisiert wird. „Ein solcher Vertrag kann Klauseln über etwaige „Entschädigungen“ enthalten.

Diese Gesetzeslage wird von vielen transnationalen Konzernen genutzt, aber auch von nationalen und ausländischen Universitäten und der Vermittlung internationaler NGO´s, wie z.B. WWF, Conservacion Internacional, The Nature Conservancy und einigen lokalen NGO´s, die in der Biopiraterie einen „speziellen Zugang“ für die Gemeinden/Gemeinschaften sehen.
In Wahrheit jedoch wird mittels dieser Gesetze zur Patentierung übergangen, dass es sich bei den betroffenen Ressourcen um kollektive und öffentliche handelt und dass sie Teil der indigenen Gebiete sind und Produkt der Arbeit und des kollektiven, indigenen und bäuerlichen Wissens sowie einer Lebensweise in Einklang mit der biologischen Vielfalt. Von daher wird durch diese Gesetze nicht nur die Biopiraterie legalisiert, sondern sie bedingen ebenso eine Verschärfung der Konflikte zwischen den Gemeinden/Gemeinschaften…, denn zum Verkauf und zur Patentierung stehen auch das traditionelle und kollektive Wissen über die biologischen Vielfalt: Durch Veränderungen des „Gesetzes zu industriellem Eigentum“ wurde ein Nationales Register über dieses traditionelle Wissen in Verbindung mit den biologischen Ressourcen und der Traditionellen Indigenamedizin erstellt, durch welches dieses Wissen den Multis systematisiert zur Verfügung gestellt wird. Den Gemeinden/Gemeinschaften wird „das Recht“ auf Registrierung angeboten; den Individuen das Recht auf Patente. ( siehe hierzu auch: Indi-Gene Bedrohung http://de.indymedia.org/2007/04/172540.shtml ).
(Quelle: http://www.jornada.unam.mx/2005/may05/050523/022a1pol.php )

Chemikalienbesprühungen sind nicht nur im Coca-Land Kolumbien ein tödliches Problem:
STOP die BESPRÜHUNGEN – IMMER MEHR FÄLLE VON LEUKÄMIE!, so die aktuelle Forderung in Chiapas ( ein weiteres Beispiel dafür, dass wir direkt von dem betroffen sind, was weit weg geschieht )
von: Notimex in Tapachula; 06.Juni 2007
Tausende AgrarproduzentInnen der Küstenregion von Chiapas fordern die Beendigung der Chemikalienbesprühungen entlang der Südgrenze: Es gibt aktuelle, einschlägige Beweise über Umweltzerstörungen und ein Ansteigen der Leukämiefälle. In einem Dokument, das an verschiedene Bundesinstanzen und den Gouverneur Juan Sabines Guerrero gesandt worden ist, prangern die Protestierenden an, dass die Grenzregion der Ort mit den höchsten Leukämieraten des Staates ist. Gemäss den Untersuchungen des Präsidenten der Hämatologischen Assoziation Mexikos, Raúl Cano Castellanos, stehen bestimmte Krebsarten, insbesondere Leukämie, in Chiapas in direkter Verbindung mit dem Versprühen von Pestiziden und Insektiziden. In der Region, so die Prostestierenden, finden Besprühungen mit hochgiftigen Produkten statt, die angeblich in der Landwirtschaft genutzt werden können. Dies hat jedoch zu einer ernsthaften Kontaminierung der Umwelt und schweren, gesundheitlichen Schädigungen der ansässigen Bevölkerung geführt. Diese Anwendungen ziehen zudem die angrenzenden Anbauflächen, wie z.B. u.a. für Kakao, Mango, Palmöl und Melonen, die für den menschlichen Verzehr und den Export bestimmt sind, in Mitleidenschaft. Besprühungen finden auch mit der Rechtfertigung statt, die Insektenplage eindämmen zu wollen, wie in Ingenio de Huixtla (chiapanekische Küste ) und der Reifungsbesachleunigung von Zuckerrohr.
Die Forderung nach Beendigung der Besprühung mit Agrogiften ( u.a. von MONSANTO ) sind unterzeichnet von den Direktiven der Ejidos ( Gemeinden die Land kollektiv verwalten ) Huixtla, Efraín A. Gutiérrez, Francisco I. Madero, Tzinacal, Tuzantán, Islamapita, Pueblo Nuevo Comaltitlán, Hidalgo, Río Arriba Salvación, Lázaro Cárdenas, Islamapa, Acapetahua, 15 de junio, Huehuetán und Mazatán; u.a. Im Namen der unbequemen AgrarprodukteurInnen sagt Francisco Fierro Martínez „die Forderung, die an die föderale und staatliche Regierung gestellt wurde, ist zum Schutz der Umwelt und der Gesundheit der Millionen MexikanerInnen, die in den südlichen Staaten leben.

VERSUCH ENTWALDUNGSEFFEKTE RÜCKGÄNGIG ZU MACHEN
Mit dem Ziel die Entwaldungseffekte und den Zerstörungsprozess der Böden zu dokumentieren, wurde heute das Staatliche Komitee zur Erhaltung der Microcuencas zum Einsatz gebracht. Der Direktor der Walderhaltungskomission von Chiapas (Cofosech), Froilán Esquinca Cano, versicherte, dass das Ziel ein integraler Umgang mit den Flüssen, der Erhalt der Böden und die Vermeidung von Gewässerverschmutzungen ist. Im Rahmen des Internationalen Tags der Umwelt sagte er weiter „das Beste für den Erhalt dieser genannten Ressourcen ist, die extensive Landwirtschaft und Viehzucht zu stoppen.“

Chiapas verliert jährlich ein Gebiet von Wald und Dschungel von zwischen 45.000 bis 60.000 Hektar. Diese Zahl kann nur durch Partizipation und eine produktive Umstellung gestoppt werden.

Esquinca Cano unterstrich, dass der Erhalt der Umwelt nicht das exklusive Arbeitsgebiet der drei Regierungsebenen ist, die in diesem Jahr insgesamt 800 Millionen Pesos für die Wiederherstellung von Ökosystemen aufwenden mussten. Allein für das Programm Proárbol (Probaum) sind 250 Millionen Pesos für Wiederaufforstung und andere Strategien, in welche die Gemeinden involviert sein werden, zu erwarten.
http://www.cronica.com.mx/nota.php?id_nota=305192
( Quelle: http://chiapas.indymedia.org/display.php3?article_id=146585 )

siehe auch:
Agrogifte in Chiapas
http://de.indymedia.org/2007/06/185840.shtml

Übersetzungen: tierr@

LINKS:
Kinderarbeit im indischen Saatgut-Anbau | Bayer, Monsanto und Unilever in … wie internationale Saatgutfirmen von Kinderarbeit in ihrer schlimmsten Form profitieren …
www.nadir.org/nadir/aktuell/themen/menschenrechte.html

Monsanto Monopoly Nixed
http://www.etcgroup.org/en/materials/publications.html?pub_id=619
Wie Monsanto Politik macht
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,482238,00.html

Indien: Anbau von Bt-Baumwolle nimmt weiter zu
23. Mai 2007
http://www.transgen.de/aktuell/meldungen_international/

www.g8-landwirtschaft.de

Multi-observacion Colombia
http://www.omal.info

2. Teil hier

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Written by genfood

2.Juli.2007 um 8:32

Veröffentlicht in Firmenpolitik

Eine Antwort

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