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Genmais: Abgeordnete sehen juristisch kaum Spielraum, Monsanto zu vertreiben
Bernd Siebert Gerd Höfer Ernste Mienen: Mehr als 70 engagierte Genmais-Gegner kamen am Montag zur Podiumsdiskussion ins Dorfgemeinschaftshaus Niedermöllrich.

Niedermöllrich. Enttäuschung bei den Genmais-Gegnern in Niedermöllrich. Die Bundestagsabgeordneten Bernd Siebert (CDU) und Gerd Höfer (SPD) waren am Montagabend zu einem Gespräch mit den Aktivisten der Bürgerinitiative und des Aktionsbündnisses ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen. Allzu tiefe Einblicke in die laufenden Beratungen zur Reform des Gentechnik-Gesetzes ließen sie jedoch nicht zu.

„Eines ist klar: Wir kriegen kein Gesetz hin, das von gentechnischen Veränderungen absieht“, sagte Bernd Siebert. Die Erfolge der Gentechnik in der Medizin, etwa die Herstellung von Insulin, seien überwältigend. Aber er werde sich dafür einsetzen, dass die Menschen eine Wahl haben, ob sie gentechnisch veränderte Lebensmittel auf ihrem Teller sehen wollen oder nicht.

Gerd Höfer bezweifelt, dass eine genaue Kennzeichnung allein ausreicht. Er nahm Anregungen einiger Genmais-Gegner auf, wonach die Deklarierung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln Teil der Durchsetzungsstrategie von Gentechnik sei. Die Strategie baut darauf, dass eine Kennzeichnung demonstriert, wie normal Gentechnik inzwischen ist. Siebert zufolge bestehen 80 Prozent der Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Anteilen.

Der Bundestag möchte nach der Sommerpause die Novellierung des Gentechnik-Gesetzes diskutieren. Das derzeit geltende Gesetz stammt aus dem vergangenen Jahr und basiert auf EU-Vereinbarungen.

Die Bürgerinitiative gegen Gensaat und das Aktionsbündnis gegen Genmais im Schwalm-Eder-Kreis wenden sich gegen das geplante Versuchsfeld von gentechnisch verändertem Mais in Niedermöllrich. Ortsbeirat, Gemeindevertretung, Landrat und Kreistag haben sich gegen den Anbau von Genmais ausgesprochen. Dennoch erteilte das Bundesamt für Verbraucherschutz dem US-Unternehmen Monsanto hierfür eine Genehmigung. Von 2008 bis 2011 darf der Konzern Genmais anbauen.

„Egal, wie das neue Gesetz aussieht, es ist juristisch kaum möglich, die Genehmigung für Monsanto rückgängig zu machen“, sagte Höfer. Gesetze gelten nicht rückwirkend. Höfer und Siebert setzen vielmehr auf die Vernunft des US-Konzerns. Siebert: „Wenn ein Unternehmen Gentechnik in eine Gegend einführen möchte, in der traditionelle Landwirtschaft bevorzugt wird, dann muss man denen zurufen: Bitte, lasst es bleiben.“ Gentechnik könne man nicht gegen den Willen der Menschen durchsetzen.

Beide gaben an, dafür einzutreten, dass im Schwalm-Eder-Kreis keine gentechnisch veränderten Lebensmittel angebaut werden. Zugleich betonten sie, dass diese Forderung bundesweit nicht durchsetzbar sei. Noch für den Sommer ist ein zweites Gespräch geplant. (lex)

gefunden bei: HNA online

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Written by genfood

13.Juli.2007 um 13:25

Veröffentlicht in Allgemein

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