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Gentechnikgegner zeigen Bauern an

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Maiskolben als „Beweisstück“

MATTHIAS GABRIEL

ORANIENBURG Wegen „ungenehmigter Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen“ haben Berliner Umweltschutzaktivisten gestern den Geschäftsführer der Agrar GmbH Großmutz, Erhard Hinz, angezeigt. Am Nachmittag gaben Mitglieder der Initiative „Gendreck weg“ auf der Oranienburger Polizeiwache einen Maiskolben als „Beweismittel“ sowie eine 24-seitige Strafanzeige ab. Die Pflanze hatten sie zuvor nach eigenen Angaben auf einem Feld bei Hoppenrade (Löwenberger Land) entwendet.

Mit einem Taxi hatten sich Hanna Poddig und Heinz Wittmer vom Feld direkt in die Berliner Straße nach Oranienburg fahren lassen. Barfuß und mit dem in einer durchsichtigen Plastikfolie eingetüteten Maiskolben erschienen sie gegen 15.30 Uhr in der Polizeidienststelle. Ein Kriminalbeamter nahm die von der 21-jährigen Aktivistin Poddig unterschriebene Anzeige nach einiger Wartezeit entgegen. Sie richtet sich auch gegen den Saatguthersteller Monsanto sowie den Landesagrarminister Dietmar Woidke (SPD) und Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CDU).

Die beiden Gentechnikgegner, die im vergangenen Jahr an der umstrittenen „Feldbefreiung“ in Badingen beteiligt waren, wollen mit der gestrigen Aktion eine Strafanzeigen-Kampagne gegen Monsanto starten. Hintergrund ist die Entscheidung des Bundesamtes für Verbraucherschutz Ende April, den weiteren Verkauf von Genmais-Saatgut des Konzerns Monsanto vorläufig zu untersagen. Bereits verkauftes Saatgut ist vom Verbot nicht betroffen (MAZ berichtete).

„Wir hoffen, dass viele Leute unserem Beispiel folgen und Strafanzeige stellen“, sagte Hanna Poddig. Monsanto bringe das Saatgut vorsätzlich in Umlauf, die Bauern würden mit dem Anbau ihre Umgebung gefährden. Auf der Internetseite der Gendreck-weg-Initiative kann eine vorgefertigte Musteranzeige heruntergeladen werden.

Der Agrar-Geschäftsführer und Kreistagsabgeordnete Erhard Hinz (SPD/LGU) zeigte sich gestern von der Anzeige unbeeindruckt. „Wir haben gegen keine Rechtsnormen verstoßen“, so Hinz. Von der Aktion habe er nichts gewusst. Der Landwirt bezweifelt, dass die Gentechnikgegner das richtige Feld gefunden haben. Das Unternehmen habe bei Hoppenrade insgesamt fünf Schläge Mais angebaut. Von den 66 Hektar großen Flächen sei lediglich gut die Hälfte mit Genmais bepflanzt.

gefunden bei: Märkische Allgemeine

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Written by genfood

17.Juli.2007 um 8:32

Veröffentlicht in Firmenpolitik, Rechtsstreit

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