Monsanto

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Monsanto und die Terminator-Technologie. Die gekaufte Republik: Ein Nachtrag

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Versprühung von “Agent Orange” während des Vietman-Krieges. Geliefert von: Monsanto. Foto: Wikipedia

Die Erfinder der Terminator-Technologie sitzen im “Monsanto-Konzern”, dem wohl größten US-Chemiekonzern, der seine Produktlinien immer mehr auf alle Bereiche der Gentechnologien ausweitet. Dabei zählen Wachstum und Globalisierung zu den vorrangigen Unternehmenszielen.
Der Aufstieg des Konzerns ist verknüpft mit einer Liste von Skandalen unter anderem um die Stoffe PCB, Dioxin und dem Herbizid
Round-up, wie aus einem Greenpeace-Bericht “Chemiekonzern “Vertrauen und Offenheit” erkenntlich wird:

PCB

Dass PCB hochgiftig ist und Leberschäden verursacht, war, diesem Bericht zufolge, der Konzernleitung Monsantos bereits seit 1937 bekannt. Eine erneute Warnung vor PCB, die unter anderem als Hydraulik- und Kühlungsflüssigkeiten dienten, sei 1947 an den Konzern gegangen, der seit 1956 auch wusste, dass PCB mit Dioxinen verseucht waren. Seit 1971 war auch innerhalb des Konzerns anerkannt, dass PCB zu Missbildungen führte. Dass PCB nach außen hin dennoch weiterhin als ungefährlich dargestellt wurde, sei mit Angst vor Imageverlust zu erklären. Laborergebnisse seien geschönt worden, und tatsächlich wurde das von Monsanto beauftragte Labor (Industrial Bio-Test Labs) kurz darauf in etliche Fälschungsskandale verwickelt.

Ähnliches gilt Greenpeace zufolge für das ebenfalls hochgiftige Dioxin, das von dem Leiter der medizinischen Abteilung selbst als „potentes Karzinogen“ bezeichnet worden war: Obwohl die Gefahren seit 1949 bekannt und mehrere hundert Arbeiter nach einer Explosion auf dem Produktionsgelände verseucht waren, sei nichts geschehen, um die Gefahr publik zu machen oder das Produkt vom Markt zu nehmen. Im Gegenteil: Monsanto habe bis in die 70er Jahre hinein seine Schädlichkeit geleugnet und behauptete mit Studien belegen zu können, dass es keine Häufung von Krebsfällen oder Fruchtbarkeitsstörungen gäbe. Die wirklichen Daten kamen erst 1985 ans Licht: Die Blasenkrebsrate war in Wahrheit 800 Prozent höher als normal, die von Monsanto präsentierten Ergebnisse gefälscht.

Die Verseuchung durch Dioxin, das unter anderem in dem Entlaubungsmittel „Agent Orange“, das im Vietnamkrieg eingesetzt wurde, enthalten ist, beschränkte sich, so Greenpeace, nicht auf diese Gebiete: Von 1970 bis 1977 seien von der Firma täglich 14-18 Kilo Dioxin in den Mississippi geleitet worden, und auch das als harmlos verkaufte Haushaltsreiniger Lysol, das explizit zur Reinigung von Babyspielzeug empfohlen worden sei, sei mit dioxinhaltigem Santophen durchsetzt. Firmen, die sich nach den Inhaltsstoffen der Mittel erkundigt hatten, wurden in dem Zusammenhang von Monsanto schlicht belogen.
Auch zum Totalherbizid „Round-up“ habe es Falschaussagen gegeben – das entsprechende Labor (das bereits im Falle PCB in Kritik geraten war) habe Labordaten „routinemäßig gefälscht“. Die Verantwortlichen wurden zu hohen Strafen verurteilt – und heute heiße es bei der Firma, dass eine Atmosphäre von „Vertrauen, Aufrichtigkeit und Offenheit“ wesentlich sei.

Posilac

Dagegen spräche der Fall „Posilac“. Posilac ist ein gentechnisch produziertes Rinderwachstumshormon, das 1993 zugelassen wurde. Die Krankheitsfälle bei den damit behandelten Tieren häuften sich bald, es klagten 1300 Bauern; die Untersuchungsergebnisse des Mittels wurden unterdrückt und Posilac wurde weiter zugelassen. Erst später stellte sich heraus, dass die Entzündungsrate von Eutern bei den Tieren, denen man das Hormon verabreicht hatte, um 450 Prozent höher lag als beim Durchschnitt. Die mit den Bakterien durchsetzte Milch sei weiterhin auf im Handel erhältlich gewesen.

Zusätzlich zu diesen Vorfällen war im Jahre 1994 bekannt geworden, dass die Richtlinien zur Wahrung von Ethik und zur Vermeidung von Interessenskonflikten insgesamt elfmal im Zusammenhang mit den Untersuchungen verletzt worden waren: Ein Begutachter der US-Zulassungsbehörde habe jahrelang für Monsanto gearbeitet.

Auch gentechnisch veränderte Sojabohnen sind Grund für Beschuldigungen gegen Monsanto: Es besteht der Verdacht, dass auch hier Untersuchunggsergebnisse vom Konzern zurückgehalten worden sind – unter Umständen fänden sich darin Rückstände des Herbizids „Round-up“.

Auch hierzulande kam es bereits zu Einschreitungen des Konzerns gegen Kritiker; so schritt er gegen das Motto einer Demonstration „Monsanto, ein Konzern der Gifte, Gene, Gaunereien“ ein und erwirkte über das Landgericht Düsseldorf ein Verbot des Wortes „Gaunerei“ in dem Zusammenhang.

Agent Orange

Monsanto zählt mit Sicherheit zu den größten “Externalitätsmaschinen”. Ich will auf das bisher größte Leid, das Monsanto aus Gewinnsucht auf unserer Welt verursacht hat, hinweisen.
In Vietnam leben oder besser vegetieren tausende von missgestalteten Kinder in Armut und weitestgehend ohne die notwendige medizinische und psychologische Betreuung vor sich hin. Kinder, die nur das Pech hatten, dass ihre Eltern dem Monsanto “Agent Orange Regen” ausgesetzt waren, oder die das Gift über die Nahrung und das Wasser aufgenommen hatten. Schaut auf diese armen Würmer, denen niemand hilft, die keinen “fucking cent” Entschädigung bekommen haben. Schaut auf die zehntausende von großen Weckgläsern, die sie in Vietnam aufbewahren. In denen unbeschreiblich entstelltes, ungeborenes menschlichen Leben vorgeführt wird. Mit all dem will weder der Weltfeind Nr. 1 noch die damals kriegsführende Nation und ihre Häuptlinge irgendetwas zu tun haben. Niemand schämt sich, und niemand ist zuständig. Die Gewinne sind verteilt und die damals als notwendig angesehenen politischen und militärischen Maßnahmen sind in den Geheimarchiven vergraben.

Terminator-Technologie

Terminator-Technologie: Monsanto produziert Samen, die so beschaffen sind, dass sie nur eine einzige Ernte hervorbringen; Samen, die sich mittels einem Selbstmord Gens selbst zerstören.
Diese Samen wurden entwickelt, damit die Bauern kein keimfähiges Saatgut mehr gewinnen können. Dieser Samen wurde entwickelt, damit die Bauern Jahr für Jahr ihr Saatgut bei Monsanto kaufen müssen.
Monsanto Kurznachrichten vom 04.04.07: Der Saatzuchtkonzern Monsanto zählt heute zu den Gewinnern an der Wall Street. Der Agrar-Zulieferer hat heute einen optimistischen Ausblick abgegeben. Die von dem Konzern entwickelten Getreidesamen werden von dem langfristigen Bioenergie-Boom profitieren, hieß es.

gefunden bei: Readers Edition

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Written by genfood

13.August.2007 um 10:50

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