Monsanto

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Leserbrief aus der MAZ

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Heute habe ich per Email einen Leserbrief aus der MAZ erhalten und wollte Euch diesen natürlich nicht vorenthalten. Besonders freut mich, dass durch eine vermehrte Sensibilisierung der Bevölkerung das Thema auch in der Presse breiter vertreten ist – so erreichen wir immer mehr Menschen und machen sie auf die Gen-Problematik aufmerksam.

Durch den Bio-Bauern Volker Rottstock aus Deutsch Bork und die Berichterstattung in der MAZ bin ich auf die aktuelle Genmaisproblematik hier in Brandenburg aufmerksam gemacht worden. Ich verfolge allerdings die Entwicklung der gesamten Gentechnologie schon lange mit großer Skepsis. Im medizinischen Bereich, wo diese Forschung hinter hermetisch verschlossenen Türen stattfindet, mag sich das Risiko für uns alle noch in gewissen Grenzen gehalten haben. Obwohl…

Der Genetikwissenschaftler Erwin Chargaff, Entdecker der „Chargaff-Regeln“, der wissenschaftlichen Grundlage für die Entdeckung der DNS-Doppelhelix und emeritierter Professor an der Colombia Universität in New York, hat zur Problematik dieser Technologie unter anderem folgende Bemerkung gemacht: „Ich wünschte, dass meine Generation nicht diese Schuld auf sich geladen hätte…“ Und John Fagan, Molekularbiologe, der 20 Jahre lang für das amerikanische National Institute of Health Genforschung betrieben hatte, überwies im Jahre 1994 600.000 US-Dollar an das Institut zurück, zog seinen Antrag auf weitere 1,25 Millionen an Forschungsgeldern zurück und begann danach einen weltweiten Feldzug, um die Öffentlichkeit über die Gefahren der Gentechnik aufzuklären.

Wenn nun solchen Unternehmen wie Monsanto freie Hand gelassen wird, um mit einer derart risikobefrachteten Technologie nach eigenem Gutdünken zu verfahren und die freie Natur überall in der Welt mit ihren fragwürdigen Produkten (den manipulierten Pflanzensamen) und den dazu passenden Herbiziden in Gefahr gebracht werden kann, dann finde ich es höchste Zeit, dagegen aufzustehen. Und ich verneige mich vor diesen „selbst ernannten Feldbefreiern“ und vor den als „Ökotouristen“ verkannten, mutigen und gewissenhaften Mitbürgern, die das für uns alle tun zum Schutz der gesamten Schöpfung!

Wer sich nur einmal ein bisschen Zeit nimmt, um sich über diese Art von Pflanzenanbau und seine tatsächlichen Auswirkungen, unabhängig von den Werbeslogans der produzierenden Unternehmen, zu informieren, der wird verstehen, dass hier die tiefe Besorgnis und die konsequente Ablehnung von Menschen berechtigt ist! Ich möchte an dieser Stelle nur das „rätselhafte“ Verschwinden der meisten Bienenvölker in den USA nennen, dem Land mit den größten Anbauflächen für gentechnisch veränderte Pflanzen! Aber das Verschwinden von Tier- und Pflanzenarten wäre erst die eine Hälfte des „Farmageddon“. Schlimm genug! Doch es können noch ganz andere, vielleicht nie wieder umkehrbare Veränderungen eintreten! Kein Mensch kann voraussagen, was alles möglich ist, wenn gentechnisch veränderte Pflanzen sich mit natürlichen Arten in freier Natur kreuzen. Aufgrund meiner Informationen kann ich die Aussage von Herrn Achim Becker aus ihrem Bericht nur bestätigen, wenn er sagt, dass im Gegensatz zu den Werbeaussagen Monsantos der Pestizideinsatz bei der Gensaat um ein Vielfaches höher ist, als bei herkömmlichem konventionellen Anbau!

Österreich und Ungarn haben diesen Genanbau, dessen Nutzen für die Bevölkerung niemand erklären kann und der uns bis jetzt nur Unmut und Sorgen gebracht hat, und die Angst vor der eh schon ungewissen Zukunft nur verstärkt, ganz einfach strikt untersagt! Warum müssen wir uns damit in Deutschland nun herumquälen?

Gabriele Votava,
Borkwalde
Zu „Selbst ernannter Feldbefreier“ wieder auf freiem Fuß, MAZ vom 25. Juli

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Written by genfood

21.August.2007 um 15:17

Veröffentlicht in Andere über..., Forschung

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