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Drei Genmais-Sorten vor EU-Zulassung

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Wieder Pattsituation bei den Agrarministern: Die Entscheidung dürfte auf die Kommission zurückfallen

Brüssel – Die Landwirtschaftsminister der 27 EU-Mitgliedstaaten werden bei ihrem Treffen heute, Mittwoch, in Brüssel die Zulassung weiterer genveränderter Maissorten als Futter- oder Lebensmittel – aber nicht zum Anbau – diskutieren. Diplomaten erwarten, dass es unter den Ministern – wie bei genveränderten Organismen (GVO) so oft – weder für noch gegen die Zulassung eine entsprechende Mehrheit geben wird. Daher fällt die Entscheidung an die EU-Kommission zurück, die bisher in der Regel immer zugelassen hat.

Positive Gutachten

Bei den genveränderten Maissorten handelt es sich um den Futtermais DAS 59122 von Pioneer, der in anderen Weltgegenden außerhalb der EU bereits zugelassen ist und daher immer wieder in Spurenelementen in EU-Lieferungen entdeckt wurde. Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) habe ein positives Gutachten abgeben, heißt es in Brüssel. Die beiden anderen Maissorten sind Kreuzungen von schon in der EU zugelassenen Produkten von Monsanto (NK 603, MON 810) und Pioneer (1507).

Österreich sei gegen die Zulassung, nicht zuletzt weil die Studien, die die Unternehmen vorgelegt haben, zu kurz greifen würden, verlautete am Dienstag aus Diplomatenkreisen.

Elemente aus den Maissorten – etwa bestimmte Eiweiße – könnten über die Zulassung als Lebens- und Futtermittel hinaus auch für technische Zwecke genützt werden, was in dem Verfahren nicht berücksichtigt werde. Strittig ist auch noch, ob bei Hybrid-Sorten der zulässige Verunreinigungsgrad von 0,9 Prozent (ab diesem muss ein Lebens- oder Futtermittel gekennzeichnet werden) gilt, oder die Grenze doppelt so hoch liegen dürfte.

Neue Strategie Frankreichs

Von den großen Mitgliedstaaten wird sich Deutschland für die Zulassung aussprechen und Frankreich sich seiner Stimme enthalten. Paris überdenkt seine Haltung zur Gentechnik. Vor Kurzem wurde ein vorübergehendes Anbauverbot angekündigt. Ende Oktober will Frankreich seine neue Strategie vorstellen.

Der Großteil der Futtermittel in Österreich ist laut Landwirtschaftskammer Gentechnik-frei. Anders sieht es beim Import von Sojaschrot aus, der bis zu 95 Prozent als GVO deklariert wird. (APA, mimo, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26.9.2007)

gefunden bei: der Standard

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Written by genfood

26.September.2007 um 13:27

Veröffentlicht in EU-Behörden, Zulassungen

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