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Archive for Oktober 2007

Krebs durch Gentechnik

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Aktivisten aus Großbritannien fordern, Testreihen mit genveränderten Kartoffeln in diesem Frühjahr zu stoppen, nachdem neue Beweise eines Zusammenhangs zwischen genetisch veränderten Kartoffeln und Krebs bei Laborratten veröffentlicht wurden.

Ergebnisse werden von offizieller Stelle kritisiert und verschleiert

Greenpeace-Aktivisten aus Großbritannien sagten, dass Ergebnisse aus russischen Untersuchungen, die nach einem achtjährigen Gerichtskampf mit der Biotech-Industrie frei gegeben wurden, die Forschungen von Dr. Arpad Pusztai bestätigten, der zuvor heftig von der Royal Society und dem Netherlands State Institute for Quality Control kritisiert worden war.
Graham Thompson, ein Greenpeace-Aktivist erklärte, die Beweise „unterstützten die Forschungen von Pusztai, dessen Ergebnisse zu jener Zeit vor der Industrie verschleiert wurden“.
Tumore an Leber, Nieren und Dickdarm

Brian John von GM Free Cymru in Wales gab bekannt, die Untersuchungen seien 1998 vom Ernährungsinstitut der Russian Academy of Medical Science durchgeführt und der Öffentlichkeit seit acht Jahren vorenthalten worden. Bei dieser Studie entwickelten Ratten, die mit gentechnisch veränderten Kartoffeln gefüttert worden waren, Tumore und litten an ernsthaften Schäden an Leber, Nieren und Dickdarm. Die Kartoffeln enthielten ein Antibiotikaresistenz-Gen.

Veröffentlichung erst nach juristischen Auseinandersetzungen

Das russische Institut weigerte sich zunächst, seine vollständigen Ergebnisse zu veröffentlichen. Greenpeace und andere Gruppen zogen jedoch eine langwierige juristische Kampagne auf, um den Bericht zu erhalten. Im Mai 2004 entschied das Nikulinski-Landgericht in Moskau, dass Informationen, die mit der Sicherheit genetisch veränderter Nahrung zusammenhängen, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen. Das Institut hielt den Bericht jedoch weiterhin unter Verschluss. Greenpeace und russische Aktivistengruppen brachten das Institut erneut vor Gericht und erzwangen im September 2005 per gerichtlichem Beschluss die Veröffentlichung des Berichts.
GEN-Manipulierte Kartoffel: Für den Verzehr nicht geeignet

Gentechnik

Irina Ermakova, eine Greenpeace-Beraterin, die selbst Tierversuche mit gentechnisch verändertem Futter durchgeführt hatte, analysierte die Ergebnisse. sie sagte, die GV „Russen Burbank“ Kartoffeln seien „die gefährlichsten“ aller bei der Untersuchung verwendeter Futtermittel und kämen „aufgrund dieser Beweislage unmöglich als menschliche Nahrung in Frage“.

Quellen: The Independent

gefunden bei: Zentrum der Gesundheit

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Written by genfood

31.Oktober.2007 at 14:31

Veröffentlicht in Allgemein

Giftige Nahrungsmittel

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Erst zugelassen, dann für giftig befunden!

Der im Januar 2006 in der EU zugelassene Gen-Mais MON 863 führt bei Tieren, die damit gefüttert wurden, zu Vergiftungssymptomen und Schädigungen von Leber und Nieren.

Zu diesem Ergebnis kommen französische Forscher, die im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace eine Fütterungsstudie von Monsanto neu ausgewertet haben.

Wie glaubhaft sind Studien?

Die Studie hatte die Firma Monsanto in Auftrag gegeben und für die Zulassung von MON 863 eingereicht. Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA sowie das Robert Koch-Institut werteten die Ergebnisse der Studie als unproblematisch. Greenpeace hatte die Herausgabe der damals geheimen Studie vor Gericht durchsetzen können.

gefunden bei: Zentrum der Gesundheit

Written by genfood

31.Oktober.2007 at 10:16

EU stellt Gen-Mais in Frage

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Gift trifft auch Nützlinge

VON STEPHAN BÖRNECKE

Die Kritiker der Agro-Gentechnik haben unerwarteten Rückenwind bekommen: Frankreich hat über den Gen-Mais-Anbau ein Moratorium verhängt, und mit Stavros Dimas stemmt sich erstmals sogar ein EU-Umweltkommissar gegen die Zulassung zwei weiterer Gen-Mais-Varianten (Bt- 11 und 1507) der Konzerne Syngenta und Pioneer/Dupont. Ob Dimas, der Umweltgefahren geltend macht, sich durchsetzt, bleibt offen. In der Kommission stößt er auf Widerstand, nicht zuletzt bei Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel und bei Industriekommissar Günter Verheugen.

Zwar hatte die Europäische Lebensmittelbehörde Efsa keine Bedenken gegen die beiden Mais-Konstrukte erhoben. Doch dass Bt-Mais, darunter auch das einzige bisher zum Anbau in der EU zugelassene Mais-Konstrukt vom Typ Mon 810, eine Gefährdung für die Umwelt darstellen kann, ist bekannt. So hatte ein im August 2005 von der Universität Maryland vorgelegtes Gutachten bestätigt, das der amerikanische Monarchfalter negativ vom Pollen der Bt-Maissorten Bt-11 und Mon 810 (Monsanto) betroffen ist: Die Larven haben ein erhöhtes Sterberisiko, die Falter kommen nach der Verpuppung mit weniger Gewicht auf die Welt und zeigen eine reduzierte Fruchtbarkeit. Im Falle des Konstrukts 1507 (wie bei den anderen Gen-Mais-Varianten produziert die Pflanze das Insektengift Bacillus Thurigensis, Bt) hatte Greenpeace zudem den Vorwurf erhoben, dass dem Efsa-Bericht die nötigen Daten für eine Risikobewertung fehlten.

Auch Seehofer hat Bedenken

Auch das Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hatte im Frühjahr Mon 810 in die Nähe einer Risikokultur gerückt: So sei „mit jüngeren Untersuchungen deutlich“ geworden, in welchem Ausmaß das Gift der Pflanze nicht nur gegen den Falter Maiszünsler wirkt, sondern auch Insekten schädigt, die gar nicht getroffen werden sollten. Dazu zählen mit Wespen, Ameisen oder Spinnen solche Tiere, die als räuberische Insekten „eine große Rolle bei der natürlichen Schädlingsbekämpfung spielen“.

Die Erkenntnisse des Bundesamtes mündeten in einem Handelsverbot für Mon 810: Der Anbau, hatte Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) bestätigt, „ist nur dann zu verantworten“, wenn das Saatgutunternehmen Monsanto einen Monitoringplan beachte. Diesen Plan hat Monsanto im Zuge der Erneuerung der Zulassung von Mon 810 (die Vertriebsgenehmigung war im Frühjahr abgelaufen) inzwischen bei der EU vorlegt, bestätigt Monsanto-Sprecher Andreas Thierfelder.

Für die Gentechnik-Expertin des BUND, Heike Moldenhauer, ist dennoch klar, dass, kann sich Dimas mit seinen Bedenken gegen Bt-11 und 1507 durchsetzen, auch Mon 810 auf der Strecke bleiben müsste: „Damit hätte sich der Anbau insektenresistenter Gen-Mais-Sorten in der EU erledigt.“

Wie heikel die Gentechnik ist, offenbart die unbeabsichtigte Aussaat von gentechnisch kontaminierten Raps der Deutschen Saatveredelung in diesem Herbst: Der wegen der Verunreinigung illegale Raps (Gen-Raps ist in der EU tabu) war etwa in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen auf 1500 Hektar ausgesät worden.

Gen-Raps illegal gesät

Zwar hatten die Behörden, als sie den Irrtum bemerkten, ein Umpflügen sowie einen Herbizideinsatz gegen mögliche Rapsreste angeordnet. Da Raps sich mit Wildpflanzen kreuzen kann, verlangte der BUND aber aus Natur- und Verbraucherschutzgründen die Benennung der Flächen. Ohne Erfolg. Schleswig-Holstein begründete die Verweigerung mit dem Hinweis auf „Persönlichkeitsschutzrechte“ der Landwirte.

gefunden bei: Frankfurter Rundschau

Written by genfood

31.Oktober.2007 at 10:05

Gentechnik-Mais: Knapp verloren

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LUXEMBURG. Die EU-Kommission wird das Einfuhrverbot für zwei Gentechnik-Maissorten teilweise aufheben. Beim Umwelt-Ministerrat schaffte Österreich keine qualifizierte Mehrheit für seine Position.

Die EU-Kommission kann nun alleine entscheiden, bis 21. November werde sie dies auch tun – und das österreichische Importverbot für zwei Gentechnik-Maissorten (MON 810 und T25) teilweise aufheben, kündigte die Sprecherin von Umweltkommissar Stavros Dimas bereits an. Die Maissorten werden dann als Nahrungs- oder Futtermittel in Österreich eingeführt werden dürfen. Um das Anbauverbot der beiden Sorten ging es gestern im Umweltministerrat in Luxemburg nicht, dieses bleibt aufrecht.

Dabei ist Österreich knapp gescheitert. Zwar stimmten 15 Länder, die Mehrheit, darunter „Schwergewichte“ wie Deutschland, Frankreich, Italien und Polen gegen den Kommissionsvorschlag. Für die so genannte qualifizierte Mehrheit, die nötig gewesen wäre, die Kommission zu binden, reichte dies aber nicht.

Umweltminister Josef Pröll (VP) bezeichnete das Ergebnis der Sitzung trotzdem als „Erfolg“, weil es umgekehrt der Kommision nicht gelungen sei, eine klare Mehrheit gegen Österreich zu organisieren. „Wir werden die Kommission darauf hinweisen, dass sie mit einer Minderheit im Rücken gegen Österreich entscheidet“, sagte Pröll. Kritik an Pröll kam allerdings von SP, Grünen, FP und BZÖ.

„Dem Druck gebeugt“

Oberösterreichs Umweltlandesrat Rudi Anschober kritisierte „zu geringes Lobbying der Bundesregierung innerhalb der EU“. Die EU-Kommission selbst gehe „vor dem Druck der WTO und der USA in die Knie“.

Für Anschober ist es eine „Frage der Zeit“, bis auch die österreichischen Gentechnik-Anbauverbote „bedroht“ werden. Oberösterreich habe aber mit seinem Gentechnik-Vorsorgegesetz, das hohe Hürden für den Anbau vorsieht, „Vorkehrungen“ getroffen.

Andere Gentechnik-Pflanzenarten dürfen in Österreich als Nahrungs- und Futtermittel übrigens schon eingeführt werden.

gefunden bei: OÖ Nachrichten

Written by genfood

31.Oktober.2007 at 9:57

EU urteilt über Gentech-Importverbot

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Österreich soll sein Importverbot für gentechnisch veränderte Maissorten kippen. Sonst drohen Strafzölle gegen EU-Produkte.

Die EU-Umweltminister stimmen am Dienstag über das Importverbot für zwei gentechnisch veränderte Maissorten ab. Sollte sich keine qualifizierte Mehrheit für die österreichische Position finden, können Lebens- und Futtermittel aus diesen beiden Maissorten künftig nach Österreich importiert werden.

Die Einfuhr von genmanipuliertem Saatgut bliebe aber weiterhin verboten. Die EU-Kommission hat angesichts drohender Strafzölle seitens der USA, Argentiniens und Kanadas die teilweise Aufhebung des Importverbots beantragt.

Österreichischer Handel setzt auf Gentechnikfreiheit

Umweltminister Josef Pröll (ÖVP) verwies vor Beginn des Ministertreffens in Luxemburg darauf, dass die Kommission nur das Importverbot für Lebensmittel und Futter aus den beiden Genmaissorten angefochten hat, nicht aber jenes für Saatgut. „Es wird auch in Zukunft in Österreich keinen Anbau von gentechnisch veränderten Sorten geben“, betonte Pröll und sprach von einem „Teilerfolg“.

Dass die mögliche Teilaufhebung des Importverbotes dazu führen könnte, dass künftig vermehrt gentechnisch veränderte Lebensmittel in Österreich angeboten werden könnten, glaubt der Minister nicht. Die Nahrungsmittelindustrie und der Handel hätten hierzulande nämlich „ganz klar auf Gentechnikfreiheit gesetzt“, so Pröll.

USA, Kanada und Argentinien drohen mit Strafzöllen

Das Importverbot für die beiden Genmaissorten Mon810 von Monsanto und T25 von Bayer besteht seit 1999 und wurde von den EU-Umweltministern 2005 und 2006 mit qualifizierter Mehrheit bestätigt. Beide Sorten sind für den Anbau in der EU zugelassen. Sollte das österreichische Importverbot bis 21. November nicht kippen, können die USA, Kanada und Argentinien bei der WTO Strafzölle gegen die EU beantragen. Laut EU-Diplomaten haben die drei Beschwerdeführer den seit 2003 entstandenen Schaden auf 400 bis 600 Mio. Dollar beziffert.

Die Kommission hat daher neuerlich die Aufhebung des Importverbots für Produkte beantragt, die diese beiden Genmaissorten enthalten. Nicht angetastet würde nach dem am Dienstag im Umweltministerrat vorgelegten Antrag jedoch das Importverbot für genmanipuliertes Saatgut. Insgesamt sind in der EU derzeit 26 gentechnisch manipulierte Pflanzen zum Verkauf zugelassen. Angebaut werden dürfen jedoch nur die beiden Maissorten Mon810 und T25 sowie zwei Nelkenarten.

Österreich wappnet sich mit einer Studie zum Anbauverbot

Laut Diplomaten will Österreich am 20. November – also einen Tag vor Ablauf des WTO-Ultimatums – eine Studie vorlegen, in der neue Gründe für das Anbauverbot von gentechnisch manipulierten Pflanzen genannt werden sollen. Damit will sich Wien gegen weitere Angriffsversuche gegen seine Restriktionen wappnen.

Außerdem will Italien beim Umweltministertreffen am Dienstag gemeinsam mit Österreich die Rolle der EU-Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) thematisieren, die – so die Kritik – in den Zulassungsverfahren regelmäßig gentech-kritische Beiträge ignoriere. In diesem Zusammenhang fordert Italien die vorläufige Aussetzung aller laufenden Zulassungsverfahren für gentechnisch manipulierte Pflanzen.

gefunden bei: Kurier.at

Written by genfood

30.Oktober.2007 at 15:47

Veröffentlicht in Firmenpolitik, Rechtsstreit, Zulassungen

Anbau von Gen-Mais in Europa fast verdoppelt

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Debatte. In der EU-Umweltpolitik tobt ein Richtungsstreit.
AP

BRÜSSEL/WIEN. Gen-Mais setzt seinen Siegeszug in Europa fort. Laut einer am Montag veröffentlichten Studie der Lobbying-Organisation EuropaBio ist die Anbaufläche von Gen-Saaten in Europa gegenüber dem Vorjahr um 77 Prozent auf 110.000 Hektar gestiegen. EuropaBio liefert gemeinsam mit der US-Organisation ISAAA die weltweit einzigen verlässlichen Statistiken über den Anbau von Gen-Saaten.

Den absolut größten Zuwachs gibt es in Spanien, wo die Gen-Mais-Fläche nach Jahren der Stagnation sprunghaft um 40 Prozent auf 75.000 Hektar angewachsen ist. In den anderen europäischen Gentech-Ländern – in Frankreich, Tschechien, Portugal, Deutschland, der Slowakei, Rumänien und Polen – ist die Anbaufläche zwar kleiner, die Zuwachsraten sind aber durchwegs dreistellig. So hat sie sich in Frankreich auf 21.000 Hektar mehr als vervierfacht.

Der Grund für das explosionsartige Wachstum ist, dass sich die Gen-Mais-Sorte MON 810 gegen den Maiszünsler („European Corn Borer“) wehren kann. Dieses Schadinsekt breitet sich in Europa immer weiter aus, in den letzten Jahren häuften sich auch in Österreich die Schäden.

Österreich drohen Sanktionen

MON 810 – die einzige Gen-Pflanze, die in Europa im großen Stil gesät wird – enthält Gene des Bakteriums Bacillus thuringiensis (Bt) und produziert dadurch von sich aus ein Insektengift. Die Bauern ersparen sich das zusätzliche Spritzen mit Pflanzenschutzmitteln. Kritiker meinen freilich, dass die Langzeitfolgen von Bt-Mais auf Umwelt und Gesundheit unzureichend untersucht seien.

Wenig verwunderlich ist, dass sich gerade an MON 810 eine heftige politische Debatte in der ganzen EU entzündet hat. In Luxemburg stimmen die EU-Agrarminister heute, Dienstag, über das österreichische Importverbot von MON 810 ab: Wenn kein Wunder passiert, dann setzt sich die EU-Kommission nun im dritten Anlauf durch. Zweimal konnte Umweltminister Josef Pröll genug Verbündete gewinnen. Nun ist er eher pessimistisch – denn wie berichtet haben die USA den Druck auf die EU erhöht und drohen nun, gestützt auf ein Urteil der Welthandelsorganisation WTO, mit Handelssanktionen in der Höhe von zumindest 400 bis 600 Mio. Dollar.

Die Abstimmung ist zugleich ein Test für die künftige EU-Gentechnik-Politik. Nachdem 2004 das fünfjährige Moratorium von Gen-Saaten geendet hat, wurden zwar einige Sorten zugelassen. Nun gibt es aber eine Gegenbewegung: EU-Umweltkommissar Stavros Dimas will sich der Zulassung von neuen Mais-Sorten (Syngenta Bt-11 und Pioneer 1507) ebenso widersetzen wie der Markteinführung der Gen-Kartoffel Amflora (BASF).

Frankreich plant Verbot

In der EU-Kommission steht Dimas mit diesem Ansinnen recht alleine da. Allerdings gibt es in den EU-Mitgliedstaaten Bewegung: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will den Anbau von MON 810 ab sofort verbieten – bis eine neue französische Gentechnik-Behörde die Pflanze geprüft hat. Anbauverbote gibt es in weiteren Staaten wie Griechenland oder Ungarn. Rumänien hat den teils illegalen Anbau von Gen-Soja gestoppt und diskutiert nun über Gen-Mais.

gefunden bei: Die Presse.com

Written by genfood

30.Oktober.2007 at 10:28

BDL fordert konstruktiven Umgang mit der grünen Gentechnik

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Berlin – Die grüne Gentechnik birgt Risiken und Chancen, die genau analysiert werden müssen“, so Johannes Scharl, stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL).


Scharl, stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) (Foto: Werkbild)

Verteufeln der Grünen Gentechnik ist nach Ansicht des BDL der falsche Weg. Darum hat sich der BDL die umstrittene Novelle zum Gentechnik-Gesetz in seinem Arbeitskreis „Agrarpolitik“ noch einmal genauer angeschaut. Zu den Knackpunkten zählt nach Auffassung der JunglandwirtInnen die Haftungsfrage. Wenn die Ernte eines konventionell oder ökologisch produzierenden Landwirts mit gentechnisch veränderte Organismen (GVO) verunreinigt ist, sollen die LandwirtInnen, die GVO angebaut haben, gesamtschuldnerisch und verschuldensunabhängig haften. „Es kann doch nicht sein, dass nur die Landwirte und Landwirtinnen für mögliche Schäden verantwortlich gemacht werden“, so Johannes Scharl. Passender wäre ein Haftungsfonds, der zudem auch von den HerstellerInnen und VertreiberInnen des GVO-haltigen Saat- und Pflanzgutes gespeist werde, so der BDL-Arbeitskreis. Um Verunreinigungen mit GVO in der Nahrungs- und Futtermittelkette gering zu halten, fordert der BDL zudem für das Saatgut einen Schwellenwert für ungewollte, tolerierbare Verunreinigungen. Dieser müsse bereits bei 0,1 Prozent liegen und nicht erst beim EU-Schwellenwert für GVO-Verunreinigungen von 0,9 Prozent, so die jungen LandwirtInnen.

Als positiv bewertet der BDL die Tatsache, dass in der Gesetzesnovelle endlich Regelungen zur „guten fachlichen Praxis“ für LandwirtInnen getroffen wurden. Dennoch seien einzelne Regelungen in der Praxis schwer umsetzbar und zum Teil sogar unsinnig. Das sei zum Beispiel bei der Abstandsregelung bei GVO-Maisflächen der Fall, wo zu benachbarten ökologischen Mais-Anbauflächen doppelt so viel Abstand wie zu konventionellen Mais-Anbauflächen gehalten werden soll. Als Beispiel nannten die JunglandwirtInnen auch die Möglichkeit privater Absprachen zwischen NachbarInnen, die zu unkalkulierbaren Risiken für die LandwirtInnen führen könnten. (pd)

gefunden bei: Agrar Heute

Written by genfood

29.Oktober.2007 at 15:59

Veröffentlicht in Allgemein, Zulassungen