Monsanto

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Archive for Oktober 2007

Krebs durch Gentechnik

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Aktivisten aus Großbritannien fordern, Testreihen mit genveränderten Kartoffeln in diesem Frühjahr zu stoppen, nachdem neue Beweise eines Zusammenhangs zwischen genetisch veränderten Kartoffeln und Krebs bei Laborratten veröffentlicht wurden.

Ergebnisse werden von offizieller Stelle kritisiert und verschleiert

Greenpeace-Aktivisten aus Großbritannien sagten, dass Ergebnisse aus russischen Untersuchungen, die nach einem achtjährigen Gerichtskampf mit der Biotech-Industrie frei gegeben wurden, die Forschungen von Dr. Arpad Pusztai bestätigten, der zuvor heftig von der Royal Society und dem Netherlands State Institute for Quality Control kritisiert worden war.
Graham Thompson, ein Greenpeace-Aktivist erklärte, die Beweise „unterstützten die Forschungen von Pusztai, dessen Ergebnisse zu jener Zeit vor der Industrie verschleiert wurden“.
Tumore an Leber, Nieren und Dickdarm

Brian John von GM Free Cymru in Wales gab bekannt, die Untersuchungen seien 1998 vom Ernährungsinstitut der Russian Academy of Medical Science durchgeführt und der Öffentlichkeit seit acht Jahren vorenthalten worden. Bei dieser Studie entwickelten Ratten, die mit gentechnisch veränderten Kartoffeln gefüttert worden waren, Tumore und litten an ernsthaften Schäden an Leber, Nieren und Dickdarm. Die Kartoffeln enthielten ein Antibiotikaresistenz-Gen.

Veröffentlichung erst nach juristischen Auseinandersetzungen

Das russische Institut weigerte sich zunächst, seine vollständigen Ergebnisse zu veröffentlichen. Greenpeace und andere Gruppen zogen jedoch eine langwierige juristische Kampagne auf, um den Bericht zu erhalten. Im Mai 2004 entschied das Nikulinski-Landgericht in Moskau, dass Informationen, die mit der Sicherheit genetisch veränderter Nahrung zusammenhängen, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen. Das Institut hielt den Bericht jedoch weiterhin unter Verschluss. Greenpeace und russische Aktivistengruppen brachten das Institut erneut vor Gericht und erzwangen im September 2005 per gerichtlichem Beschluss die Veröffentlichung des Berichts.
GEN-Manipulierte Kartoffel: Für den Verzehr nicht geeignet

Gentechnik

Irina Ermakova, eine Greenpeace-Beraterin, die selbst Tierversuche mit gentechnisch verändertem Futter durchgeführt hatte, analysierte die Ergebnisse. sie sagte, die GV „Russen Burbank“ Kartoffeln seien „die gefährlichsten“ aller bei der Untersuchung verwendeter Futtermittel und kämen „aufgrund dieser Beweislage unmöglich als menschliche Nahrung in Frage“.

Quellen: The Independent

gefunden bei: Zentrum der Gesundheit

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31.Oktober.2007 at 14:31

Veröffentlicht in Allgemein

Giftige Nahrungsmittel

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Erst zugelassen, dann für giftig befunden!

Der im Januar 2006 in der EU zugelassene Gen-Mais MON 863 führt bei Tieren, die damit gefüttert wurden, zu Vergiftungssymptomen und Schädigungen von Leber und Nieren.

Zu diesem Ergebnis kommen französische Forscher, die im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace eine Fütterungsstudie von Monsanto neu ausgewertet haben.

Wie glaubhaft sind Studien?

Die Studie hatte die Firma Monsanto in Auftrag gegeben und für die Zulassung von MON 863 eingereicht. Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA sowie das Robert Koch-Institut werteten die Ergebnisse der Studie als unproblematisch. Greenpeace hatte die Herausgabe der damals geheimen Studie vor Gericht durchsetzen können.

gefunden bei: Zentrum der Gesundheit

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31.Oktober.2007 at 10:16

EU stellt Gen-Mais in Frage

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Gift trifft auch Nützlinge

VON STEPHAN BÖRNECKE

Die Kritiker der Agro-Gentechnik haben unerwarteten Rückenwind bekommen: Frankreich hat über den Gen-Mais-Anbau ein Moratorium verhängt, und mit Stavros Dimas stemmt sich erstmals sogar ein EU-Umweltkommissar gegen die Zulassung zwei weiterer Gen-Mais-Varianten (Bt- 11 und 1507) der Konzerne Syngenta und Pioneer/Dupont. Ob Dimas, der Umweltgefahren geltend macht, sich durchsetzt, bleibt offen. In der Kommission stößt er auf Widerstand, nicht zuletzt bei Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel und bei Industriekommissar Günter Verheugen.

Zwar hatte die Europäische Lebensmittelbehörde Efsa keine Bedenken gegen die beiden Mais-Konstrukte erhoben. Doch dass Bt-Mais, darunter auch das einzige bisher zum Anbau in der EU zugelassene Mais-Konstrukt vom Typ Mon 810, eine Gefährdung für die Umwelt darstellen kann, ist bekannt. So hatte ein im August 2005 von der Universität Maryland vorgelegtes Gutachten bestätigt, das der amerikanische Monarchfalter negativ vom Pollen der Bt-Maissorten Bt-11 und Mon 810 (Monsanto) betroffen ist: Die Larven haben ein erhöhtes Sterberisiko, die Falter kommen nach der Verpuppung mit weniger Gewicht auf die Welt und zeigen eine reduzierte Fruchtbarkeit. Im Falle des Konstrukts 1507 (wie bei den anderen Gen-Mais-Varianten produziert die Pflanze das Insektengift Bacillus Thurigensis, Bt) hatte Greenpeace zudem den Vorwurf erhoben, dass dem Efsa-Bericht die nötigen Daten für eine Risikobewertung fehlten.

Auch Seehofer hat Bedenken

Auch das Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hatte im Frühjahr Mon 810 in die Nähe einer Risikokultur gerückt: So sei „mit jüngeren Untersuchungen deutlich“ geworden, in welchem Ausmaß das Gift der Pflanze nicht nur gegen den Falter Maiszünsler wirkt, sondern auch Insekten schädigt, die gar nicht getroffen werden sollten. Dazu zählen mit Wespen, Ameisen oder Spinnen solche Tiere, die als räuberische Insekten „eine große Rolle bei der natürlichen Schädlingsbekämpfung spielen“.

Die Erkenntnisse des Bundesamtes mündeten in einem Handelsverbot für Mon 810: Der Anbau, hatte Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) bestätigt, „ist nur dann zu verantworten“, wenn das Saatgutunternehmen Monsanto einen Monitoringplan beachte. Diesen Plan hat Monsanto im Zuge der Erneuerung der Zulassung von Mon 810 (die Vertriebsgenehmigung war im Frühjahr abgelaufen) inzwischen bei der EU vorlegt, bestätigt Monsanto-Sprecher Andreas Thierfelder.

Für die Gentechnik-Expertin des BUND, Heike Moldenhauer, ist dennoch klar, dass, kann sich Dimas mit seinen Bedenken gegen Bt-11 und 1507 durchsetzen, auch Mon 810 auf der Strecke bleiben müsste: „Damit hätte sich der Anbau insektenresistenter Gen-Mais-Sorten in der EU erledigt.“

Wie heikel die Gentechnik ist, offenbart die unbeabsichtigte Aussaat von gentechnisch kontaminierten Raps der Deutschen Saatveredelung in diesem Herbst: Der wegen der Verunreinigung illegale Raps (Gen-Raps ist in der EU tabu) war etwa in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen auf 1500 Hektar ausgesät worden.

Gen-Raps illegal gesät

Zwar hatten die Behörden, als sie den Irrtum bemerkten, ein Umpflügen sowie einen Herbizideinsatz gegen mögliche Rapsreste angeordnet. Da Raps sich mit Wildpflanzen kreuzen kann, verlangte der BUND aber aus Natur- und Verbraucherschutzgründen die Benennung der Flächen. Ohne Erfolg. Schleswig-Holstein begründete die Verweigerung mit dem Hinweis auf „Persönlichkeitsschutzrechte“ der Landwirte.

gefunden bei: Frankfurter Rundschau

Written by genfood

31.Oktober.2007 at 10:05

Gentechnik-Mais: Knapp verloren

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LUXEMBURG. Die EU-Kommission wird das Einfuhrverbot für zwei Gentechnik-Maissorten teilweise aufheben. Beim Umwelt-Ministerrat schaffte Österreich keine qualifizierte Mehrheit für seine Position.

Die EU-Kommission kann nun alleine entscheiden, bis 21. November werde sie dies auch tun – und das österreichische Importverbot für zwei Gentechnik-Maissorten (MON 810 und T25) teilweise aufheben, kündigte die Sprecherin von Umweltkommissar Stavros Dimas bereits an. Die Maissorten werden dann als Nahrungs- oder Futtermittel in Österreich eingeführt werden dürfen. Um das Anbauverbot der beiden Sorten ging es gestern im Umweltministerrat in Luxemburg nicht, dieses bleibt aufrecht.

Dabei ist Österreich knapp gescheitert. Zwar stimmten 15 Länder, die Mehrheit, darunter „Schwergewichte“ wie Deutschland, Frankreich, Italien und Polen gegen den Kommissionsvorschlag. Für die so genannte qualifizierte Mehrheit, die nötig gewesen wäre, die Kommission zu binden, reichte dies aber nicht.

Umweltminister Josef Pröll (VP) bezeichnete das Ergebnis der Sitzung trotzdem als „Erfolg“, weil es umgekehrt der Kommision nicht gelungen sei, eine klare Mehrheit gegen Österreich zu organisieren. „Wir werden die Kommission darauf hinweisen, dass sie mit einer Minderheit im Rücken gegen Österreich entscheidet“, sagte Pröll. Kritik an Pröll kam allerdings von SP, Grünen, FP und BZÖ.

„Dem Druck gebeugt“

Oberösterreichs Umweltlandesrat Rudi Anschober kritisierte „zu geringes Lobbying der Bundesregierung innerhalb der EU“. Die EU-Kommission selbst gehe „vor dem Druck der WTO und der USA in die Knie“.

Für Anschober ist es eine „Frage der Zeit“, bis auch die österreichischen Gentechnik-Anbauverbote „bedroht“ werden. Oberösterreich habe aber mit seinem Gentechnik-Vorsorgegesetz, das hohe Hürden für den Anbau vorsieht, „Vorkehrungen“ getroffen.

Andere Gentechnik-Pflanzenarten dürfen in Österreich als Nahrungs- und Futtermittel übrigens schon eingeführt werden.

gefunden bei: OÖ Nachrichten

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31.Oktober.2007 at 9:57

EU urteilt über Gentech-Importverbot

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Österreich soll sein Importverbot für gentechnisch veränderte Maissorten kippen. Sonst drohen Strafzölle gegen EU-Produkte.

Die EU-Umweltminister stimmen am Dienstag über das Importverbot für zwei gentechnisch veränderte Maissorten ab. Sollte sich keine qualifizierte Mehrheit für die österreichische Position finden, können Lebens- und Futtermittel aus diesen beiden Maissorten künftig nach Österreich importiert werden.

Die Einfuhr von genmanipuliertem Saatgut bliebe aber weiterhin verboten. Die EU-Kommission hat angesichts drohender Strafzölle seitens der USA, Argentiniens und Kanadas die teilweise Aufhebung des Importverbots beantragt.

Österreichischer Handel setzt auf Gentechnikfreiheit

Umweltminister Josef Pröll (ÖVP) verwies vor Beginn des Ministertreffens in Luxemburg darauf, dass die Kommission nur das Importverbot für Lebensmittel und Futter aus den beiden Genmaissorten angefochten hat, nicht aber jenes für Saatgut. „Es wird auch in Zukunft in Österreich keinen Anbau von gentechnisch veränderten Sorten geben“, betonte Pröll und sprach von einem „Teilerfolg“.

Dass die mögliche Teilaufhebung des Importverbotes dazu führen könnte, dass künftig vermehrt gentechnisch veränderte Lebensmittel in Österreich angeboten werden könnten, glaubt der Minister nicht. Die Nahrungsmittelindustrie und der Handel hätten hierzulande nämlich „ganz klar auf Gentechnikfreiheit gesetzt“, so Pröll.

USA, Kanada und Argentinien drohen mit Strafzöllen

Das Importverbot für die beiden Genmaissorten Mon810 von Monsanto und T25 von Bayer besteht seit 1999 und wurde von den EU-Umweltministern 2005 und 2006 mit qualifizierter Mehrheit bestätigt. Beide Sorten sind für den Anbau in der EU zugelassen. Sollte das österreichische Importverbot bis 21. November nicht kippen, können die USA, Kanada und Argentinien bei der WTO Strafzölle gegen die EU beantragen. Laut EU-Diplomaten haben die drei Beschwerdeführer den seit 2003 entstandenen Schaden auf 400 bis 600 Mio. Dollar beziffert.

Die Kommission hat daher neuerlich die Aufhebung des Importverbots für Produkte beantragt, die diese beiden Genmaissorten enthalten. Nicht angetastet würde nach dem am Dienstag im Umweltministerrat vorgelegten Antrag jedoch das Importverbot für genmanipuliertes Saatgut. Insgesamt sind in der EU derzeit 26 gentechnisch manipulierte Pflanzen zum Verkauf zugelassen. Angebaut werden dürfen jedoch nur die beiden Maissorten Mon810 und T25 sowie zwei Nelkenarten.

Österreich wappnet sich mit einer Studie zum Anbauverbot

Laut Diplomaten will Österreich am 20. November – also einen Tag vor Ablauf des WTO-Ultimatums – eine Studie vorlegen, in der neue Gründe für das Anbauverbot von gentechnisch manipulierten Pflanzen genannt werden sollen. Damit will sich Wien gegen weitere Angriffsversuche gegen seine Restriktionen wappnen.

Außerdem will Italien beim Umweltministertreffen am Dienstag gemeinsam mit Österreich die Rolle der EU-Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) thematisieren, die – so die Kritik – in den Zulassungsverfahren regelmäßig gentech-kritische Beiträge ignoriere. In diesem Zusammenhang fordert Italien die vorläufige Aussetzung aller laufenden Zulassungsverfahren für gentechnisch manipulierte Pflanzen.

gefunden bei: Kurier.at

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30.Oktober.2007 at 15:47

Veröffentlicht in Firmenpolitik, Rechtsstreit, Zulassungen

Anbau von Gen-Mais in Europa fast verdoppelt

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Debatte. In der EU-Umweltpolitik tobt ein Richtungsstreit.
AP

BRÜSSEL/WIEN. Gen-Mais setzt seinen Siegeszug in Europa fort. Laut einer am Montag veröffentlichten Studie der Lobbying-Organisation EuropaBio ist die Anbaufläche von Gen-Saaten in Europa gegenüber dem Vorjahr um 77 Prozent auf 110.000 Hektar gestiegen. EuropaBio liefert gemeinsam mit der US-Organisation ISAAA die weltweit einzigen verlässlichen Statistiken über den Anbau von Gen-Saaten.

Den absolut größten Zuwachs gibt es in Spanien, wo die Gen-Mais-Fläche nach Jahren der Stagnation sprunghaft um 40 Prozent auf 75.000 Hektar angewachsen ist. In den anderen europäischen Gentech-Ländern – in Frankreich, Tschechien, Portugal, Deutschland, der Slowakei, Rumänien und Polen – ist die Anbaufläche zwar kleiner, die Zuwachsraten sind aber durchwegs dreistellig. So hat sie sich in Frankreich auf 21.000 Hektar mehr als vervierfacht.

Der Grund für das explosionsartige Wachstum ist, dass sich die Gen-Mais-Sorte MON 810 gegen den Maiszünsler („European Corn Borer“) wehren kann. Dieses Schadinsekt breitet sich in Europa immer weiter aus, in den letzten Jahren häuften sich auch in Österreich die Schäden.

Österreich drohen Sanktionen

MON 810 – die einzige Gen-Pflanze, die in Europa im großen Stil gesät wird – enthält Gene des Bakteriums Bacillus thuringiensis (Bt) und produziert dadurch von sich aus ein Insektengift. Die Bauern ersparen sich das zusätzliche Spritzen mit Pflanzenschutzmitteln. Kritiker meinen freilich, dass die Langzeitfolgen von Bt-Mais auf Umwelt und Gesundheit unzureichend untersucht seien.

Wenig verwunderlich ist, dass sich gerade an MON 810 eine heftige politische Debatte in der ganzen EU entzündet hat. In Luxemburg stimmen die EU-Agrarminister heute, Dienstag, über das österreichische Importverbot von MON 810 ab: Wenn kein Wunder passiert, dann setzt sich die EU-Kommission nun im dritten Anlauf durch. Zweimal konnte Umweltminister Josef Pröll genug Verbündete gewinnen. Nun ist er eher pessimistisch – denn wie berichtet haben die USA den Druck auf die EU erhöht und drohen nun, gestützt auf ein Urteil der Welthandelsorganisation WTO, mit Handelssanktionen in der Höhe von zumindest 400 bis 600 Mio. Dollar.

Die Abstimmung ist zugleich ein Test für die künftige EU-Gentechnik-Politik. Nachdem 2004 das fünfjährige Moratorium von Gen-Saaten geendet hat, wurden zwar einige Sorten zugelassen. Nun gibt es aber eine Gegenbewegung: EU-Umweltkommissar Stavros Dimas will sich der Zulassung von neuen Mais-Sorten (Syngenta Bt-11 und Pioneer 1507) ebenso widersetzen wie der Markteinführung der Gen-Kartoffel Amflora (BASF).

Frankreich plant Verbot

In der EU-Kommission steht Dimas mit diesem Ansinnen recht alleine da. Allerdings gibt es in den EU-Mitgliedstaaten Bewegung: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will den Anbau von MON 810 ab sofort verbieten – bis eine neue französische Gentechnik-Behörde die Pflanze geprüft hat. Anbauverbote gibt es in weiteren Staaten wie Griechenland oder Ungarn. Rumänien hat den teils illegalen Anbau von Gen-Soja gestoppt und diskutiert nun über Gen-Mais.

gefunden bei: Die Presse.com

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30.Oktober.2007 at 10:28

BDL fordert konstruktiven Umgang mit der grünen Gentechnik

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Berlin – Die grüne Gentechnik birgt Risiken und Chancen, die genau analysiert werden müssen“, so Johannes Scharl, stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL).


Scharl, stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) (Foto: Werkbild)

Verteufeln der Grünen Gentechnik ist nach Ansicht des BDL der falsche Weg. Darum hat sich der BDL die umstrittene Novelle zum Gentechnik-Gesetz in seinem Arbeitskreis „Agrarpolitik“ noch einmal genauer angeschaut. Zu den Knackpunkten zählt nach Auffassung der JunglandwirtInnen die Haftungsfrage. Wenn die Ernte eines konventionell oder ökologisch produzierenden Landwirts mit gentechnisch veränderte Organismen (GVO) verunreinigt ist, sollen die LandwirtInnen, die GVO angebaut haben, gesamtschuldnerisch und verschuldensunabhängig haften. „Es kann doch nicht sein, dass nur die Landwirte und Landwirtinnen für mögliche Schäden verantwortlich gemacht werden“, so Johannes Scharl. Passender wäre ein Haftungsfonds, der zudem auch von den HerstellerInnen und VertreiberInnen des GVO-haltigen Saat- und Pflanzgutes gespeist werde, so der BDL-Arbeitskreis. Um Verunreinigungen mit GVO in der Nahrungs- und Futtermittelkette gering zu halten, fordert der BDL zudem für das Saatgut einen Schwellenwert für ungewollte, tolerierbare Verunreinigungen. Dieser müsse bereits bei 0,1 Prozent liegen und nicht erst beim EU-Schwellenwert für GVO-Verunreinigungen von 0,9 Prozent, so die jungen LandwirtInnen.

Als positiv bewertet der BDL die Tatsache, dass in der Gesetzesnovelle endlich Regelungen zur „guten fachlichen Praxis“ für LandwirtInnen getroffen wurden. Dennoch seien einzelne Regelungen in der Praxis schwer umsetzbar und zum Teil sogar unsinnig. Das sei zum Beispiel bei der Abstandsregelung bei GVO-Maisflächen der Fall, wo zu benachbarten ökologischen Mais-Anbauflächen doppelt so viel Abstand wie zu konventionellen Mais-Anbauflächen gehalten werden soll. Als Beispiel nannten die JunglandwirtInnen auch die Möglichkeit privater Absprachen zwischen NachbarInnen, die zu unkalkulierbaren Risiken für die LandwirtInnen führen könnten. (pd)

gefunden bei: Agrar Heute

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29.Oktober.2007 at 15:59

Veröffentlicht in Allgemein, Zulassungen

Syngenta gewinnt Patentstreit mit Monsanto in den USA

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Washington/Basel. Reuters/SDA/baz. Der Basler Agrochemiekonzern Syngenta hat im Patentstreit mit dem Konkurrenten Monsanto um gentechnisch verändertes Maissaatgut einen Sieg errungen. Ein US- Berufungsgericht wies eine Klage von Monsanto ab.

Das Appellationsgericht bestätigte ein entsprechendes Urteil einer Vorinstanz. Das bedeutet, dass der Syngenta-Konzern seine Maissorte mit dem Handelsnamen «Agrisure GT» (GA21) in den USA weiter verkaufen kann. Monsanto habe seine Rechtsmittel ausgeschöpft, es gebe keine weiteren Berufungsmöglichkeiten, sagte ein Syngenta-Sprecher.

Der US-Konzern Monsanto hatte Syngenta die illegale Nutzung von Maissaatgut vorgeworfen, dem ein bestimmtes Unkrautvernichtungsmittel (Herbizid) nichts anhaben kann. Die Basler hätten mit Hilfe dieser Gen-Pflanzen ihre eigene Forschung auf diesem Gebiet vorangetrieben, behauptete Monsanto.

Von grosser Bedeutung

Das Berufungsgericht in Washington verneinte dies. Das Urteil der Vorinstanz in Delaware vom Vorjahr, wonach zwei Monsanto- Patente nicht betroffen und ein drittes ungültig sei, wurde damit bekräftigt. Syngenta reagierte erfreut auf das Urteil.

Rocchino Contangelo, Analyst bei Kepler-Equities, misst dem Urteil Bedeutung für allfällige weitere Fälle zu: Das Urteil unterstütze Syngenta, denn es zeige, dass die Basler mit anderen Keimlinien arbeiteten. Weitere grosse Patentstreitigkeiten seien daher unwahrscheinlich sind.

Von Bayer zu Syngenta

Das besagte Patent wurde vor Jahren von der Monsanto-Tochter Dekalb in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen französischen Chemiekonzern Rhône-Poulenc entwickelt. Nach einigen Branchenkonsolidierungsrunden landete es beim deutschen Bayer-Konzern, der es an Syngenta verkaufte.

«Mit Erlangung des Saatguts hat Syngenta gleichzeitig das Recht erworben, weitere, unkrautresistente GA21-Früchte zu produzieren», heisst es im 16-seitigen Gerichtsurteil. Mit GA21 wird die gentechnisch gegen das Unkrautvernichtungsmittel resistent gemachte Maissorte bezeichnet.

gefunden bei: Baseler Zeitung

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6.Oktober.2007 at 10:40

Veröffentlicht in Allgemein, Forschung, Patente, Rechtsstreit

Der Mais hilft sich selbst

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VON STEPHAN BÖRNECKE

68A68164-BBAE-48C5-B7CA-584E60103366.jpg Maiswurzelbohrer treiben ihr Unwesen (dpa)

Einem deutschen Zuchtunternehmen ist es gelungen, ohne den Einsatz von Gentechnik eine Maissorte zu entwickeln, die gegen den gefürchteten Maiswurzelbohrer resistent ist. Der aus den USA eingewanderte Käfer war in diesem Jahr erstmals auch in Deutschland gesichtet worden. Gerade für Landwirte, die auf Gentechnik verzichten wollen, ist die Züchtung der in Rastatt beheimateten Firma Südwestsaat interessant.

Die neue Sorte mit dem Namen Sunrise soll im kommenden Jahr in Ungarn angebaut und für die Sortenzulassung geprüft werden. Dem deutschen Markt könnte sie 2012 zur Verfügung stehen.

Die internationalen Saatkonzerne setzen dagegen weiterhin auf die gentechnische Veränderung ihrer Pflanzen, die dann während des Wachstumsprozesses ein eigenes Insektizid gegen den Käfer produzieren. Bei einer dieser Spielarten von Gen-Mais handelt es sich um den in den USA zum Anbau, in Europa jedoch nur als Futter zugelassenen Mais Mon 863 des US-Konzerns Monsanto, des Weltmarktführers für Gentech-Pflanzen.

Maiswurzelbohrer
Die Sorte, die gegen den Schädling resistent ist, wurde von Züchtern des Unternehmens Südwestsaat in Rastatt aus einer Kreuzung entwickelt.

Die Firma gehört zur Saaten-Union, einem Zusammenschluss von sieben namhaften Pflanzenzuchtbetrieben.

Die Saaten-Union hat 400 Beschäftigte und verfügt über 160 im Sortenkatalog eingetragene Sorten.

Das Konsortium betreibt 25 deutsche und ausländische Zuchtstationen. 13 Prozent des Umsatzes (127 Millionen Euro) fließen in die Forschung.
Im Frühjahr hatte eine französische Forschergruppe Monsanto-eigene Studien ein zweites Mal analysiert. Das Ergebnis: Mit Mon 863 gefütterte Ratten hätten Schädigungen von Leber und Nieren aufgewiesen. Der Konzern hatte auf Unbedenklichkeitsbescheinigungen der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit verwiesen.

Bisher versuchen betroffene Landwirte, sich durch Fruchtfolgewechsel, Insektizide oder Saatkornbeize gegen den Maiswurzelbohrer zu schützen. Eine konventionell gezüchtete, resistente Maissorte wie die von Südwestsaat wäre demgegenüber „die eleganteste Möglichkeit zur Bekämpfung“, sagt der Göttinger Agrarwissenschaftler Joachim Moeser.

Der Maiswurzelbohrer kam 1992 aus den USA in das damalige Jugoslawien und verbreitete sich dann rasch nach Österreich, Rumänien und Ungarn, wo Käferlarven in manchen Regionen schon mal 90 Prozent der Ernte vernichteten. Er steht inzwischen 150 Kilometer vor der bayerischen Grenze. Durch Verschleppungen via Flugzeug oder Lastwagen waren in diesem Herbst erstmals auch in Bayern und Baden-Württemberg einzelne Käfer in vorsorglich aufgestellte Lockstofffallen gelangt – als Vorboten einer natürlichen Verbreitungsfront, die pro Jahr 20 bis 30 Kilometer weiter nach Westen wandert.

In den USA ist der Käfer der am meisten gefürchtete Schädling. 20 Prozent aller im gesamten Ackerbau eingesetzten Insektizide werden gegen gegen ihn eingesetzt – das sind 5400 Tonnen. In den USA verursacht er Schäden in einer Größenordnung, die ihm einen neuen Namen gaben: Der „Billion-Dollar-Bug“ – der Eine-Milliarde-Dollar-Käfer.

gefunden bei: Frankfurter Rundschau

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5.Oktober.2007 at 19:43

Veröffentlicht in Allgemein, Forschung, Patente

Monsanto gegen Bauern

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Der Bericht „Monsanto gegen Bauern“ hat in den USA nach seinem Erscheinen im Januar 2005 für Aufsehen und Diskussionen gesorgt. Das Zentrum für Nahrungsmittelsicherheit (CFS) untersucht dafür in welchem Ausmaß US-amerikanische Bauern unter Rechtsstreitigkeiten litten, die durch die Nutzung patentierter gentechnischer Pflanzen ausgelöst wurden.

Bevor in Deutschland und der EU die Einführung der Gentechnik in der Landwirtschaft vollzogen wird, bietet der Bericht für Bäuerinnen und Bauern, die Möglichkeit von den Erfahrungen ihren nordamerikanischen Kollegen zu lernen. Neben ökologischen und ethischen Fragen stellt der Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft eine Gefahr für die zunehmende Abhängigkeit der Bauern von einer handvoll Konzerne dar. Wie begründet die Sorge ist, dass sich das Kräfteverhältnis zwischen Bauern und Gentechnik-Konzernen durch den Einsatz der patentgeschützten Agro-Gentechnik verschiebt, belegt der Bericht in bedrückender Klarheit.

In den USA wird seit über neun Jahren großflächig gentechnisch verändertes Soja-, Raps-, Mais und Baumwollsaatgut ausgebracht. Die juristischen und finanziellen Folgen für die Bauern sind erschreckend:

Monsantos Ermittlungsmethoden und das skrupellose Verklagen von Bauern stellen einen Angriff auf die Grundfeste bäuerlicher Gewohnheiten dar, auch auf eines der ältesten Rechte von Bauern: Saatgut der eigenen Ernte aufzubewahren und wieder auszusäen. Der Weltmarktführer bei gentechnischem Saatgut beginnt den Prozess der Kontrollübernahme über Bauern, indem er sie dazu drängt, beim Kauf patentierten Saatguts den Monsanto-Saatgut-Vertrag zu unterschreiben. Dieser Vertrag gibt Monsanto das Recht, Kontrollen auf dem Privatland der Bauern durchzuführen, verpflichtet Bauern zu enormen finanziellen Haftung und schreibt vor, welche Rechte einem Bauern in Bezug auf die Aussaat, die Ernte und den Verkauf gentechnischen Saatgutes zustehen und vor allem welche nicht.

Seit Ende der 1990er Jahre gibt es auch in Deutschland eine juristische Auseinandersetzung zwischen Pflanzenzüchter und Bauern über die Frage in welchem Umfang Bauern gegen über wem zu Auskunft verpflichtet sind, welche Pflanzensorte sie in welchem Umfang anbauen und vor allem welchen Anteil der Ernte sie wieder als Saatgut verwenden. Über die recht einfache Frage der Auskunftspflicht gibt es inzwischen mehrere Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof, aber die Pflanzenzüchter zerren nach ihren beiden Niederlagen vor dem EuGH neue Bauern oder Aufbereiter von Saatgut vor Gericht.

Bevor nun mit der Gentechnik der Patentschutz für Pflanzen und damit auch Pflanzensorten durchgesetzt wird, gilt es für Bauern sich über die juristischen Folgen zu informieren. Ein wichtiger Schritt dazu bietet der Bericht „Monsanto gegen Bauern“.

V.i.S.d.P. Mute Schimpf, Gentechniksprecherin der AbL, Tel.L 0172-1704891

Monsanto gegen Bauern
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Zusammenfassung der Studie

Monsanto gegen Bauern


Im Mai 2003 startete das Zentrum für Nahrungsmittelsicherheit (Center for Food Savety, CFS) ein Projekt, um zu ermitteln, in welchem Ausmaß US-amerikanische Bauern unter Rechtsstreitigkeiten litten, die durch die Nutzung patentierter gentechnischer Pflanzen ausgelöst wurden. Nach umfassender Recherchetätigkeit und zahlreichen Interviews mit Bauern und Rechtsanwälten stellte CFS fest, dass Monsanto, der Weltmarktführer bei gentechnischem Saatgut, plumpe Ermittlungsmethoden einsetzt und skrupellos Bauern verklagt. Dies hat die Arbeitsweise vieler US-amerikanischer Bauern grundlegend verändert. Das Ergebnis der Projektstudie bedeutet nicht weniger als einen Angriff auf die Grundfesten bäuerlicher Gewohnheiten und Traditionen, die in den USA Jahrhunderte und weltweit Jahrtausende überdauert haben. Zu diesen bäuerlichen Gewohnheiten und Traditionen gehört eines der ältesten Rechte, Saatgut der eigenen Ernte aufzubewahren und wieder auszusäen.

Monsantos Führungsposition im Bereich der Agrogentechnik und sein Erfolg darin, Bauern vertraglich an sein gentechnisches Saatgut zu binden, haben ihren Ursprung in dem konzentrierten Bemühen von Monsanto, die Kontrolle über Patente auf gentechnologische Verfahren, über pflanzliches Erbgut und über die Anwendung seines gentechnischen Saatguts durch Bauern zu übernehmen. Der Konzern Monsanto beginnt den Prozess der Kontrollübernahme über Bauern, indem er sie dazu drängt, beim Kauf patentierten Saatguts den Monsanto-Saatgut-Vertrag zu unterschreiben. Dieser Vertrag gibt Monsanto das Recht, Kontrollen auf dem Privateigentum der Bauern durchzuführen, verpflichtet Bauern zu einer enorm hohen finanziellen Haftung, bindet ihn für mehrere Jahre an ein Aufsichtsrecht seitens Monsantos und beinhaltet eine Reihe weiterer Bedingungen, durch die rechtswirksam festgelegt wird, welche Rechte einem Bauern in Bezug auf die Aussaat, die Ernte und den Verkauf gentechnischen Saatgutes zustehen und welche nicht.

Monsantos Vorgehen kann bei der Verfolgung von Bauern in drei Phasen eingeteilt werden: 1. Ermittlungen gegen Bauern, 2. außergerichtliche Vergleiche und 3. Klagen gegen diejenigen Bauern, von denen Monsanto Vertragsbruch oder die Verletzung von Patenten annimmt. Monsanto gibt selbst zu, bei Bauern, die sie der Vertragsübertretung verdächtigen, aggressive Nachforschungen zu betreiben, und Zeugenaussagen lassen vermuten, dass die Zahlen in die Tausende gehen. Den Aussagen von Bauern zufolge, die von CFS befragt wurden, führen diese Nachforschungen häufig in die zweite Phase. Dann versucht Monsanto die Bauern dahingehend unter Druck zu setzen, sich vertraulich, außergerichtlich auf eine geheimgehaltene Zahlungssumme und sonstige Vergleichsbedingungen zu einigen.

Bei manchen Bauern führen Monsantos Ermittlungen gegen sie auch bis vor Gericht. Bis heute wurden von Monsanto 90 Klagen gegen US-amerikanische Bauern eingereicht. Die Klagen betreffen 147 Bauern und 39 kleine Firmen oder Landhändler. Die beklagten Bauern stammen aus der Hälfte aller US-Bundesstaaten. Die Bauern sind klar im Nachteil: Monsanto hat einen jährlichen Haushalt von 10 Millionen US-Dollar und 75 Angestellte, die sich ausschließlich den Ausforschungen und der juristischen Verfolgung von Bauern widmen.

Die teuerste, dokumentierte Entscheidung, die bisher zugunsten von Monsanto in Folge einer Klage gegen einen Bauern ausgesprochen wurde, umfasst einen Zahlungsanspruch von 3.052.800 US-Dollar. Die Gesamtsumme aller dokumentierten Gerichtsurteile, die Monsanto aufgrund von Klagen zugesprochen wurden, erreicht eine Höhe von 15.253.602,82 US-Dollar. Bauern haben in Fällen mit dokumentierten Gerichtsurteilen im Durchschnitt eine Zahlung von 412.259,54 US-Dollar geleistet.

Wie erschreckend diese Zahlen auch sein mögen, so sind sie doch nur die Spitze des Eisbergs. Viele Bauern müssen zusätzlich Gerichts- und Anwaltsgebühren bezahlen und werden manchmal sogar dazu verpflichtet, diejenigen Kosten zu bezahlen, die bei Monsanto durch die Ermittlungen gegen sie entstehen. Die endgültige Höhe der Zahlungsverpflichtungen ist bei der Mehrzahl der 90 Klagen, die CFS recherchierte, wegen der Vertraulichkeitsklausel vieler Einigungen nicht in Erfahrung zu bringen.

Kein Bauer kann sich vor Monsantos langem Arm sicher sein. Bauern wurden verklagt, nachdem ihr Feld durch Pollen von gentechnischen Pflanzen eines anderen Landwirts verunreinigt wurde, wenn gentechnisches Saatgut einer vorjährigen Kultur auf Feldern, auf denen im Folgejahr keine gentechnischen Sorten angebaut wurden, keimte und selbst dann, wenn die Bauern zwar nie Monsantos Saatgut-Vertrag unterschrieben hatten, aber trotzdem das patentierte Pflanzensaatgut aussäten. So, wie das Patentrecht bisher angewandt wird, müssen Bauern technisch gesehen in all diesen Fällen haften. Es scheint dabei nicht von Bedeutung zu sein, ob die Anwendung unwissentlich geschah oder ob jemals ein Vertrag unterschrieben wurde.

Seit der Einführung gentechnischer Pflanzen ist die Landwirtschaft für Tausende von US-amerikanischen Bauern grundsätzlich anders geworden. Sie wurden gezwungen, in gefährliches und bisher unbekanntes Gebiet vorzudringen, und mussten feststellen, dass sie dabei Schaden erlitten. Mit wachsender Anzahl von Bauern, die wegen vermuteter Verletzung von Saatgutpatenten und der Verletzung des Monsanto-Saatgut-Vertrags Opfer von Belästigungen, von Ermittlungen und gerichtlicher Verfolgung durch Monsanto werden, muss der Druck dahingehend steigen, diejenige Regierungspolitik, die eine solche Verfolgbarkeit zulässt, grundsätzlich zu verändern. Eine Reihe politischer Ideen schlagen beispielsweise vor, lokale oder US-bundesstaatsweite Anbauverbote oder Moratorien für gentechnische Pflanzen zu erlassen, die Patentgesetzgebung so zu verändern, dass gentechnische Pflanzen nicht länger als patentierbar anerkannt und der Nachbau von Saatgut nicht als Patentverletzung betrachtet werden kann, sowie eine Rechtslage zu schaffen, die die Bauern davor schützt, für Patentverletzungen durch biologische Verunreinigung haften zu müssen.

Die Verwirklichung dieser anderer Ideen, die innerhalb des Berichtes noch ausführlicher dargestellt werden, ist entscheidend. Es steht nicht weniger als die Zukunft der US-amerikanischen Bauernschaft und der bäuerlich-ländlichen Gemeinschaften auf dem Spiel.

AbL-Bundesgeschäftsstelle, Bahnhofstraße 31, 59065 Hamm/Westfalen
Tel.: 02381 9053171, Fax: 02381 492221, E-mail: info@abl-ev.de

Written by genfood

5.Oktober.2007 at 19:09