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Weiter ohne die Gentechnik

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Rhöner Landwirtschaft setzt Initiative fort / Warnung vor den Folgen

MARGRETENHAUN (bh) 1100 Rhöner Landwirte aus Hessen, Thüringen und Bayern hatten sich 2005 verpflichtet, auf ihren 63 000 Hektar Bewirtschaftungsfläche keine gentechnisch veränderten Pflanzen anzubauen. Als Folge wurde das Biosphärenreservat zur gentechnikfreien Zone erklärt. Jetzt läuft die Aktion aus. Eine zweite Runde startet aber.
Bereits 40 Betriebe im Landkreis Fulda, die 40 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche bewirtschaften, haben erneut die Selbstverpflichtung unterzeichnet. Ziel ist, bis Ende November 50 Prozent der Betriebe und auch der Gesamtfläche für die Aktion zu gewinnen, so Kreisbauernverband-Geschäftsführer Dr. Hubert Beier. Solange es viele ungeklärte Fragen bezüglich dieser neuen Technologie, insbesondere der langfristigen Wirkungen auf Gesundheit von Mensch und Tier sowie Gefahren für die Betriebsflächen gebe, wolle man konventionell weiterwirtschaften.

Soja an der Spitze

Weltweit habe der Anbau transgener Pflanzen von 1996 bis 2006 auf über eine Milliarde Hektar zugenommen, an der Spitze die Sojaproduktion, gefolgt vom Mais. Besonders in den USA, Argentinien und in Brasilien sei der Sojaanbau ausgeweitet worden. Beim so genannten BT-Mais sorge ein Gen dafür, dass die Pflanzen ein bakterielles Pflanzengift entfalten. Auf diesen Flächen lebten nunmehr weniger natürliche Kleinlebewesen, also natürliche Feinde der Pflanzenschädlinge, erklärt Dr. Christian Schüler vom Fachgebiet ökologischer Landbau der Uni Kassel-Witzenhausen.
Jetzt habe das Europäische Patentamt in München der Firma Monsato den Verkauf des Maissaatgutes MON 810 untersagt, weil er eine Gefahr für die Umwelt darstelle. In mehreren Ländern werde der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zurückgefahren, weil die Monokulturen neue Risiken erzeuge, erläuterte der Fachmann.
Monika Bracht von der Verbraucherzentrale in Fulda forderte auch Lebensmittel zu kennzeichnen, wenn diese genmanipuliert sind. Bislang ende die Kennzeichnungspflicht bei den Futtermitteln. Laut Dr. Peter Hamel (Zivilcourage Vogelsberg), dessen aus Landwirten bestehende Einkaufsgemeinschaft gentechnisch unverändertes Sojaschrot in der Fütterung einsetzt, drücke Monsanto den Landwirten weltweit einen Stempel auf und lasse seine Bedingungen bereits „mit der Öffnung des Saatgutsackes akzeptieren“. Das Unternehmen könne durch erteilte Patente jeglichen Handel, Anbau und Verarbeitung auf der Erde kontrollieren, den freien Austausch des Saatgutes blockieren. Monsanto wolle die Landwirtschaft und die Lebensmittelproduktion auf allen Ebenen kontrollieren und monopolisieren.
Der Konzern benutzte seine marktbeherrschende Stellung und habe nun Patente auch auf die zum Teil üblichen Verfahren zur Schweinezüchtung angemeldet. „Ganz normale Schweinezucht- und Mastbetriebe“ („Bestimmt der halbe Landkreis Fulda“) müssten dann mit Patentgebühren rechnen, wie sie Monsanto auf Getreidesaatgut, bestellte und nicht bestellte Flächen erhebe, so Peter Hamel.
Informationen zur gentechnikfreien Region Rhön erteilt der Kreisbauernverband unter Telefon (0661) 65070.

09.11.2007 Fuldaer Zeitung

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Written by genfood

9.November.2007 um 14:47

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