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Gentrick schützt Pflanzen

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Mit einem neuen gentechnischen Trick verderben Forscher Insekten gründlich ihren Appetit auf Nutzpflanzen. Gleich zwei Gruppen schalten in den Schädlingen jene Proteine aus, mit denen sie abschreckende Pflanzenverbindungen entgiften. Daraufhin ließen die Schmetterlinge vom Kraut ab. Die Studien der Gruppen um Xiao-Ya Chen von der chinesischen Akademie der Wissenschaften und James Roberts vom US-Biotechnikkonzern Monsanto erscheinen in „Nature Biotechnology“.

Die Versuchspflanzen wurden in den Experimenten so verändert, dass sie zusätzlich kurze Moleküle aus der Erbsubstanz RNA herstellen. Dies ist eine Art Kopie eines kurzen Erbgut-Stückes, mit dessen Hilfe Proteine hergestellt werden. Nun lässt sich mit einer RNA aber eine andere blockieren – das Verfahren trägt den Namen RNA-Interferenz (RNAi).

Xiao-Ya Chen ließ seine Baumwollpflanzen kleine RNA-Stücke herstellen, die gegen die RNA für das Protein CYP6AE14 der Baumwolleule (Helicoverpa armigera) gerichtet sind. Damit bauen die Larven dieses Schädlings normalerweise die Abwehrsubstanz Gossypol der Baumwolle ab, an der sie fressen und dabei große Schäden anrichten. Larven, die derart präparierte Pflanzen fraßen, wuchsen deutlich langsamer. Als Kontrolle dienten Pflanzen, die kleine RNA-Moleküle gegen ein Protein tragen, das nicht in Insekten vorkommt – dabei zeigten sich keine Nachteile. Daher wertet Chen die RNAi als ein Werkzeug, mit dem sich Proteine einzelner Schadinsekten-Arten gezielt angreifen lassen.

Auf eine ganz ähnliche Weise experimentierte die Gruppe um James Roberts von Monsanto, einem der führenden Unternehmen auf diesem Gebiet. Sie konstruierte Maispflanzen, die unter anderem künstliche RNAMoleküle gegen ein ATPase gerichtetes Protein des Westlichen Maiswurzelbohrers (Diabrotica virgifera) trugen. ATPasen produzieren die unverzichtbare chemische Energie des Insekts, dessen Larven die Maiswurzeln anfressen.

Daraufhin zeigten die Pflanzen im Labor weniger Fraßschäden, berichtet Roberts in „Nature Biotechnology“. Anders als seine chinesischen Kollegen erklärte er – gemäß der Statuten des Journals – Monsantos wirtschaftliche Interessen. Auch das Unternehmen sieht in diesem Verfahren einen neuen Mechanismus zur Kontrolle von Schädlingen. Bisher werden fast alle gentechnisch veränderten Pflanzen mit einem zusätzlichen Gen aus dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis ausgestattet. Daraus geht ein Protein hervor, das Zellen der Darmwand der Schadinsekten zerstört.

gefunden bei: N-TV.de

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Written by genfood

12.November.2007 um 15:43

Veröffentlicht in Forschung

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