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Genanbau bedroht Existenz

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Schloss Heynitz (LiZ). Die Agrogentechnik wird die Landwirtschaft und Imkerei nachhaltig verändern. Es ist ein Risiko mit offenen Ausgang. So das Fazit der Tagung „Grüne Gentechnik – Zukunft für die sächsische Landwirtschaft?“, die bereits am Buß- und Bettag auf Schloss Heynitz bei Nossen/Sachsen stattfand. Auf Einladung des Aktionsbündnisses für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen kamen mehr als 70 Landwirte, Gärtner, Imker und Interessierte aus Sachsen, Brandenburg und Thüringen, um sich über den aktuellen Stand der gentechnischen Anwendungen in der Landwirtschaft zu informieren und zu diskutieren.

Nach Vorträgen über Agrogentechnik im globalen Maßstab und Forschungsergebnisse der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft kamen Betroffene zu Wort. „Agro-Gentechnik bedroht unsere Existenz“, berichteten der Imker Fabian Lahres und der Bio-Geflügelzüchter Andreas Kucka von ihren Schwierigkeiten, die gewünschte gentechnikfreie Qualität ihrer Produkte sicherzustellen.

Gentechnische Verunreinigungen bedrohen offenbar mühsam nach der Wende aufgebaute Existenzen im strukturschwachen ländlichen Raum. Die Berichte riefen bei den Anwesenden große Betroffenheit hervor. Der Imker Fabian Lahres wird nach seinen Angaben damit konfrontiert, dass dort, wo bisher seine Bienen Ökohonig sammelten, plötzlich Genmais angebaut wird. Er erfährt es aus dem Standortregister im Internet, ohne von den Landwirten informiert zu werden. Für die Reinheit seines Honigs, der in Berliner Naturkostläden verkauft wird, will keiner haften, also wandert er ab – im Oderbruch nicht so einfach – konzentriert sich gerade dort der Anbau von MON 810, dem genveränderten Bt-Mais.

Ebenso ergeht es Jörg Grabein, einem sächsischen Bio-Imker, der lange Fahrtzeiten für seine Bienen auf sich nimmt, da an seinem angestammten Platz in der Elbaue Gentech-Versuche durchgeführt werden. Nach wie vor finden Imker noch zu wenig Beachtung , bei der Gentechniknovelle wurden sie einfach vergessen. „Wie wäre es wenn wir unsere Bienen nicht mehr zur Bestäubung den Landwirten zur Verfügung stellen?“- ein Szenario mit Folgen, die nicht auszudenken sind. Auch der sächsische Biobauer Kucka aus Lommatzsch ist knapp an einer gentechnischen Verunreinigung des Futters für sein Biogeflügel vorbeigekommen. Wer im Schadensfall für seine Bio-Gössel haftet und die Analysekosten zahlt, bleibt nach wie vor unklar.

Volker Rottstock, Biobauer aus dem Fläming, machte Mut – er warb für gentechnikfreie Regionen und bat nicht zu resignieren. Jetzt kommt es darauf an, dass die Bauern, Imker und Gärtner nicht die Hände in den Schoß legen und auf die Unterstützung durch staatlicher Strukturen warten. Alle potentiell von der Agrogentechnik Betroffenen müssen selbst aktiv zu werden. Das war ein Fazit der drei Arbeitsgruppen, welche den Abschluss des Tages bildeten.

„Wir sollten im Sinne der nachfolgenden Generationen und zum Erhalt der Schöpfung weiter das brisante Thema kommunizieren, das Gespräch suchen und Aufklärungsarbeit durchführen“, so Urte Grauwinkel vom Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen. Für das Frühjahr sind neue Aktionen vom Aktionsbündnis geplant.

Info
Wer das Sächsische Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft unterstützen möchte, kann sich unter http://www.sachsen-gentechnikfrei.de informieren.

gefunden bei: die Links Zeitung

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Written by genfood

3.Dezember.2007 um 17:14

Veröffentlicht in Allgemein, Andere über...

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