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Archive for Januar 2008

Agrar-Chemie-Giganten missbrauchen Deutsches Bienen-Moitoring für Zulassungsverfahren

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Mitte Januar erhielt der DBIB über europäische Kontakte ein Gutachten der französischen Behörde AFSSA (entspricht dem BML) bezüglich des Zulassungsverfahrens für das Mais-Saatgutbeizmittel PONCHO (Wirkstoff: das Neonicotinoid Clothianidin) der Firma Bayer CropScience France.

Bayer beantragte am 12. Oktober 2007 eine Zulassung für Poncho. Wider Erwarten verweigerte die AFSSA im November 2007 die Zulassung. Die Behörde entschied, daß die von Bayer eingereichten Informationen nicht ausreichend waren, um die Unbedenklichkeit für Bienen zu belegen. Bayer CropScience France entschied nun, diese Ablehung durch das Nachreichen weiterer Daten zu überwinden.

Das dem DBIB vorliegende (und auf der Website http://berufsimker.de/?q=node/131 einsehbare) Gutachten der AFSSA vom 20.12.2007 beschreibt nun, welche Unterlagen eingereicht wurden:

Es waren ausschließlich die drei Jahresberichte 2004/2005, 2005/2006 und 2006/2007 aus dem deutschen Bienenmonitoring, die in Deutsch und mit beglaubigten Übersetzungen ins Englische bzw. Französische vorgelegt wurden. Damit steht fest, daß die Berichte nicht einfach „beigelegt“ wurden, sondern mit erheblichem Aufwand als entscheidende Dokumente zur Erlangung der Zulassung eingereicht wurden.

Die AFSSA prüfte die vorgelegten Berichte des Bienenmonitorings und traf am 19.12.2007 erneut eine Entscheidung, die mit dem Gutachten vom 20.12.2007 ausführlich begründet wird.

Zunächst drückte die Behörde Verwunderung über die in den Berichten dargestellte Eintracht der Bieneninstitute Celle, Freiburg, Halle, Hohenheim, Hohen-Neuendorf, Veitshöchheim, dem Deutschen Imkerbund (DIB), dem Deutschen Berufs und Erwerbs Imkerbund (DBIB), BASF und Syngenta aus. Man wunderte sich über die ermittelten Zahlen zu Völkerverlusten, da vor dem Monitoring viel höhere Verluste aus Deutschland gemeldet wurden. Dies stehe in einem seltsamen Kontrast zur Bienenrealität in anderen EU-Mitgliedsländern.

Danach wurden die vorgelegten Zahlen aus den Berichten ausgewertet und bewertet. Die Zahlen seien offensichtlich nicht repräsentativ und die Auswahl der beteiligten Imker nicht für statistische Zwecke geeignet. Die Zahlen seien unpräzise, voller Ungereimtheiten und deren Erhebung nicht für eine Zulassungsprüfung geeignet. Das eingereichte Material sei absolut unzureichend, um eine Zulassung zu rechtfertigen. Die im November 2007 erfolgte Ablehnung der Zulassung bleibt bestehen.

Die Fa. Bayer bemüht sich offensichtlich, wie dem DBIB von verschiedenen Seiten berichtet wurde, die „Sache“ mit Poncho als harmlosen Zwischenfall darzustellen. „Die öffentlich zugänglichen Berichte aus dem Monitoring seien anderen Zulassungsunterlagen beigelegt worden.“ Dem ist eindeutig nicht so, wie das Schreiben der AFSSA belegt.

Zur Pressekonferenz des Deutschen Bienenmonitorings auf der Grünen Woche am 22.01.2008 ist der Vertreter der Fa. Bayer erst gar nicht erschienen. Der Berufsimkerverband hat das Vorgehen von Bayer entschieden abgelehnt. „Es kann nicht angehen, daß dass unsere Imker, deren Bienen möglicherweise durch Agrargifte des Konzerns Bayer leiden, gleichzeitig dazu herangezogen werden, die nächste Generation von Pestiziden, die im Verdacht stehen, bienengefährlich zu sein, zu unterstützen“, so Präsident Manfred Hederer in Berlin.

Die Verwendung der Monitoring-Daten durch die Fa. Bayer erfolgte ohne die erforderliche vorherige Abstimmung im obersten Entscheidungsgremiums des Deutschen Bienen Monitoring, dem Projektrat. Der DBIB hat eine sofortige Sitzung des Projektrates gefordert, um über die Konsequenzen aus diesem Vorgang zu entscheiden.

Auch die Verwendung des Monitorings durch die Fa. Monsanto war ein Thema auf der Pressekonferenz des Deutschen Bienenmonitorings und der Podiumsdiskussion zum Thema „Gesunde Bienen – gesunde Umwelt“ am 22.01.2008.

Die Fa. Monsanto hatte das „Deutsche Bienen-Monitoring“ als Bestandteil ihres eigenen GVO-Monitorings angegeben, um die Wiederzulassung von MON810 zu erreichen. Alle Beteiligten teilten unsere Auffassung, daß das Bienenmonitoring nicht für die von Monsanto angegebenen Zwecke geeignet ist und daher nichts in dem Plan für MON810 zu suchen hat.

Nachdem uns ähnliche Probleme auch aus anderen Bereichen des Plans von Monsanto bekannt sind – z.B. wird auch das Tagfalter-Monitoring-Deutschland von entsprechenden Verbänden für völlig ungeeignet zum Monitoring von GVOs eingestuft – fragt sich der DBIB, wie das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz diesen Plan akzeptieren konnte. Wenn eine französische Behörde für die Zulassung ungeeignetes Material vorgelegt bekommt, wird es entsprechend bewertet und abgelehnt. Wenn das BMELV mit einer Fassade aus viel Papier konfrontiert wird, bestätigt man dort den Eingang und genehmigt den Vertrieb von MON810 offensichtlich ohne eigene Prüfung.

Schaubienenstand Honighaeuschen, DBIB, Manfred Hederer, info@berufsimker.de

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Written by genfood

29.Januar.2008 at 16:35

Freilandlabor Brandenburg

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Das Anbauverbot für Genmais wurde aufgehoben. Jetzt sollen in der Mark 1500 Hektar bebaut werden – so viel wie nirgendwo sonst. Experten warnen.
Von Peter Tiede 29.1.2008 0:00 Uhr

Potsdam – Brandenburg bleibt Deutschlands größtes Freilandlabor für gentechnisch veränderte Pflanzen: Auch in diesem Jahr wird nirgendwo im Land so viel gentechnisch veränderter Mais auf den Äckern angebaut werden wie in der Mark. Das geht aus dem sogenannten Standortregister des Bundes hervor, bei dem bis Ende Januar alle Anbauflächen für gentechnisch veränderte Pflanzen angezeigt werden müssen. Bis gestern waren beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mehr als 1500 Hektar Genmaisanbaufläche für Brandenburg gemeldet – etwa 200 Hektar mehr als im Jahr 2007. Deutlich hinter Brandenburg folgt Sachsen mit einer gemeldeten Anbaufläche von fast 1350 Hektar (Vorjahr: 442 Hektar). Bundesweit wollen Bauern, Forschungseinrichtungen sowie Chemie- und Saatgutkonzerne auf 3725 Hektar Genmais ausbringen.

Brandenburgs Agrarminister Dietmar Woidke (SPD) nannte die seit Jahren anhaltende Entwicklung in Brandenburg beunruhigend. Es schade dem mühsam aufgebauten Image des Landes als naturnahem Tourismusgebiet und als Lieferant von ökologischen Nahrungsmitteln. Auch nach Erfahrungen des Agrarmarketingverbands des Landes Brandenburg „Proagro“ schaden die Genmaisversuche einiger Bauern und Agrargroßbetriebe dem Standort: „Das hat weit mehr Auswirkungen, als viele denken“, sagte Proagro-Geschäftsführer Gerd Lehmann. Besonders auf dem Berliner Markt – dem wichtigsten für Brandenburgs Bauern – seien die Bedenken enorm.

Umwelt- und Agrarminister Woidke übte scharfe Kritik an Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU). Dessen Haus habe das im Frühjahr 2007 verhängte Anbauverbot für die einzige in der europäischen Union zugelassene Genmaissorte Mon 810 des US-amerikanischen Saatgutkonzerns Monsanto im Dezember 2007 aufgehoben, ohne dass neue Erkenntnisse vorgelegen hätten.

Im Vorjahr mussten in Brandenburg einzelne Genmaisäcker umgepflügt werden, nachdem das Bundesministerium den Anbau – acht Wochen nach der Aussaat – bundesweit verboten hatte. Begründung damals: Der Genmais stehe nach wissenschaftlichen Gutachten im Verdacht, gesundheits- und umweltschädigend zu sein. Das Bundesamt für Verbraucherschutz hatte es dem Saatgutkonzern damals zur Auflage gemacht, einen sogenannten Monitoringplan vorzulegen. Monsanto sollte damit gewährleisten, dass die Auswirkungen des Genmaisanbaus auf Kleinstlebewesen und die Umwelt genau dokumentiert und überwacht werden. Nach Auffassung des Bundeslandwirtschaftsministeriums sei dies erfolgt – daher die Rücknahme des Anbauverbots im Dezember.

Woidke sieht dies anders: „Es stimmt einfach nicht. Was Monsanto da vorgelegt hat, wird selbst nach Ansicht des Bundesamtes für Naturschutz nicht annähernd den Anforderungen gerecht, und die wissenschaftlichen Studien, wonach der Genmaisanbau gesundheits- und umweltschädigend sei, sind nicht widerlegt – wissenschaftlich sind wir auf genau dem Stand, der im Vorjahr zum Anbauverbot geführt hat.“

Woidke verwies auch darauf, dass das größte europäische Genmaisanbauland Frankreich bei einem Verbot geblieben sei: „Dort sieht man die Gefahr für Gesundheit und Natur weiter als gegeben an.“ Der Monitoringplan Monsantos sei „nichts als weiße Salbe“, die Aufhebung des Anbauverbots unverantwortlich. Aber den Anbau könnten einzelne Bundesländer nicht untersagen – „das kann nur der Bund“, sagte Woidke.

Auch nach Ansicht der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist die Aufhebung des Anbauverbotes nicht nachvollziehbar. „Der von Monsanto vorgelegte Monitoringplan ist eine Farce, nicht mehr als eine Link-Sammlung aus dem Internet. Einige der dort aufgeführten Umweltorganisationen, die angeblich Anbau und Auswirkungen dokumentieren sollen, wissen nichts davon“, sagte Stephanie Töwe, Gentechnikexpertin von Greenpeace-Deutschland. Anders als Deutschland sei in Frankreich im Vorjahr eine Expertenkommission eingesetzt worden, die den weiteren Anbau gestoppt habe.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 29.01.2008)

Written by genfood

29.Januar.2008 at 10:05

Massive Genmais-Anmeldungen in Unterfranken

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In einem dringenden Appell fordert der bayerische ödp-Landesvorsitzende Bernhard Suttner die Staatsregierung zu Maßnahmen gegen die drohende Verwandlung Unterfrankens in eine Gen-Mais-Region auf.

Bei einer Veranstaltung der ödp in Kitzingen am Dienstag und in einem Brief an Miller forderte Suttner den Minister auf, sofort nach Unterfranken zu fahren und das Gespräch mit den Anmeldern des Gen-Mais-Anbaus zu suchen. Noch nie wurden so viele Flächen in Bayern für den Anbau genveränderter Organismen angemeldet wie in diesem Jahr. Vor allem in Unterfranken droht jetzt eine irreversible Umwälzung in der landwirtschaftlichen Kultur schreibt der ödp-Politiker. Dieses Vorhaben werde auch Auswirkungen weit über den Anbau von Futtermitteln hinaus haben: Die weltweit bekannten Ortsnamen wie z.B. Randersacker und Rödelsee werden künftig nicht mehr nur mit erstklassigen Weinen verbunden werden; diese Orte werden künftig auch als Zentren der Genmanipulationen in der Landwirtschaft gelten, die bekanntlich von der Verbraucherschaft ganz zurecht abgelehnt wird. Dieser Image-Schaden für die bayerische Premium-Landwirtschaft muss verhindert werden verlangt Suttner von Miller.

Quelle: ödp-Landesgeschäftsstelle Bayern

Written by genfood

25.Januar.2008 at 12:00

Veröffentlicht in Allgemein, Andere über..., Zulassungen

Lokalpolitiker sollen die Notbremse ziehen

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Donauwörth/Kaisheim (pm) – l Nach den neuesten Veröffentlichungen der Genmais-Anbauflächen für 2008 durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist auch im Landkreis Donau-Ries eine Fläche von 3750 Quadratmetern für den Anbau von gentechnisch verändertem Mais geplant. In Kaisheim wird dann auf zwei Feldern Genmais Mon 810 ausgesät.

Der Kreisvorsitzende der ökologisch-demokratischen Partei, Johannes Thum, appelliert in einer Pressemitteilung an alle lokalen Politiker, jetzt endlich die Notbremse zu ziehen und der Staatsregierung sowie insbesondere dem Landwirtschaftsminister Horst Seehofer ins Gewissen zu reden. „Nicht nur die Biobauern und Imker, sondern auch viele gentechnik-kritische, konventionell wirtschaftende Landwirte stehen vor der Vernichtung ihrer Existenz.“

Wenn verstärkt genveränderte Organismen ausgebracht würden, könne auch der gutwilligste und sorgfältig arbeitende Landwirt eine Verschmutzung seiner Ernte mit genmanipuliertem Material nicht mehr verhindern, heißt es in einer Pressemitteilung.

Nach Ansicht der ödp führt die Ausbringung genveränderter Organismen (GVO) „zu unabsehbaren und nicht rückholbaren Folgen“.

info@oedp-Donau-Ries.de

Informationsquelle Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: www.bvl.bund.de

gefunden bei: Augsburger Allgemeine

Written by genfood

25.Januar.2008 at 11:59

Veröffentlicht in Andere über..., Zulassungen

NABU: Überwachungspläne beim Genmais-Anbau sind Mogelpackung

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Tschimpke: Seehofer muss Anbauverbot von Mon 810 verlängern

Berlin, 24.01.2008 – Der NABU hat Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer aufgefordert, den Anbau von Genmais in Deutschland solange auszusetzen, bis der Nachweis erbracht ist, dass kein Sicherheitsrisiko für Mensch und Natur besteht. Deutschland will den Anbau des Genmaises Mon 810 des US-amerikanischen Herstellers Monsanto wieder erlauben, weil das Unternehmen inzwischen entsprechende Beobachtungspläne beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit vorgelegt hat.

„Diese Überwachungspläne sind eine Mogelpackung. Monsanto führt darin Programme für die Gentechnikbeobachtung auf, ohne vorher bei Betroffenen und Verantwortlichen nachgefragt zu haben, ob diese Programme sich überhaupt zum sogenannten GVO-Monitoring eignen. Das lässt erhebliche Zweifel daran aufkommen, ob die Seehofer-Behörde die Monsanto-Pläne tatsächlich ausreichend überprüft hat“, kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Mit dem Saatgut wird dem Landwirt künftig ein Fragebogen mitgeliefert, wo im wesentlichen abgefragt wird, wie gut der Mais auf seinem Acker wächst und was ihn stört – wie zum Beispiel Unkräuter oder Schädlinge. Fragen nach ökologischen Risiken werden hingegen ausgespart. „Entscheidend ist aber, was nicht gefragt und nachgeprüft wird: Welche Auswirkungen hat der Genmais-Anbau auf Tiere, Pflanzen und Böden um den Acker herum?“, betonte Tschimpke.

Während in Frankreich derzeit wegen Zweifel an der Sicherheit des Maises über ein Anbauverbot von Mon 810 nachgedacht wird, soll in Deutschland auch mit dem neuen Gentechnikgesetz alles beim Alten bleiben. Statt betroffenen Landwirten und Imkern mehr Rechtssicherheit zu bieten, erlaubt das neue Gentechnikgesetz die Kontamination von Nachbarfeldern mit Genmais bei sogenannter Absprache „unter vier Augen“. Auch die Entsorgung von Auskreuzungen aus neuen transgenen Organismen in der Biogasanlage, wie zum Beispiel bei Industrieprodukten oder pharmakologisch wirksamen Pflanzen, die nur zur Forschungszwecken ausgesät wurden, ist künftig zulässig. Eine Garantie, dass auf dem Weg dorthin nicht doch ein paar Samen herunterfallen sowie eine gründliche Reinigung des Transporters ist nicht erforderlich. „Bei Risikotechnologien muss allein das Vorsorgeprinzip gelten. Bundesminister Seehofer muss das Anbauverbot für Genmais verlängern, bis alle Zweifel an dessen Sicherheit ausgeräumt sind“, forderte der NABU-Präsident.

Ansprechpartner:

Frau Dr. Steffi Ober
E-Mail: NABU@NABU.de
Telefon: +49 (30) 28498416-12
Fax: +49 (30) 17252541-98
Zuständigkeitsbereich: NABU-Gentechnikexpertin

Written by genfood

25.Januar.2008 at 11:28

Veröffentlicht in Forschung, Patente, Zulassungen

Frankreich verlängert Anbauverbot für Bt-Mais MON810

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Frankreich hat anfangs Januar 2008 erwartungsgemäss das seit Herbst bestehende Anbaumoratorium für die Bt-Maislinie MON810 bis zu einer endgültigen Überprüfung der Zulassung durch die zuständigen europäischen Behörden verlängert.

Die Regierung in Paris stützt sich dabei auf den Artikel 23 der in der EU-Freisetzungsrichtlinie verankerten Schutzklausel, wonach ein Mitgliedstaat die europäische Zulassung eines gentechnisch veränderten Organismus (GVO) ruhen lassen kann, wenn ihm neue wissenschaftliche Erkenntnisse über damit verbundene Umwelt- oder Gesundheitsrisiken vorliegen.

Das war in Frankreich der Fall, nachdem ein Fachausschuss der neuen staatlichen Behörde zur Risikobewertung gentechnisch veränderter Pflanzen kürzlich „ernsthafte Zweifel“ an der Bt-Maissorte von Monsanto angemeldet hatte.

Keine grundsätzliche Verdammung

Gleichzeitig stellte Regierungschef François Fillon jedoch klar, dass die bestehenden Zweifel am Bt-Mais von Monsanto kein Anlass seien, um das Interesse der Grünen Gentechnik hinsichtlich der Herausforderungen im Ernährungs- und Umweltbereich grundsätzlich zu verdammen. Deshalb wolle man die Ausgaben für die Erforschung der Pflanzenbiotechnologie auf 45 Mio Euro aufstocken.

Ende offen

Auch für Landwirtschaftsminister Michel Barnier „ist das GVO-Dossier noch längst nicht abgeschlossen“. Eine Aktivierung der Schutzklausel für den Bt-Mais MON810 stelle keineswegs die erforderliche Globalbilanz der Grünen Gentechnik in Frage. „Ich stufe mich nicht als GVO-Gegner ein, sondern ich erwarte, dass Frankreich die notwendige Diskussion zu Ende führt“, forderte Barnier vor Journalisten in Paris.

gefunden bei: der Schweizer Bauer

Written by genfood

22.Januar.2008 at 11:56

Veröffentlicht in Allgemein, Patente, Zulassungen

Wieder Genmais-Versuche in Rheinstetten

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Karlsruhe/Rheinstetten – In Rheinstetten sind 2008 wieder Versuche mit Genmais geplant. Das teilen die beiden Karlsruher Landtagsabgeordneten der Grünen, Dr. Gisela Splett und Renate Rastätter, mit. Seit wenigen Tagen würden die Anmeldungen im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit stehen. Auf den Flurstücken 2313/01 und 2313/15 seien demnach auf insgesamt 32.200 Quadratmetern erneut Genmais-Versuche mit der Monsanto-Sorte MON-810-6 vorgesehen.

Nach Angaben der Bürgerinitiative Genmais freies Rheinstetten handelt es sich bei dem einen Flurstück um die Ackerfläche der Landesanstalt für Pflanzenbau, auf der die Landesregierung auch in den vergangenen zwei Jahren ihren „Koexistenzversuch“ durchgeführt hat (ka-news berichtete). Das zweite Flurstück sei eine Ackerfläche, die ebenfalls dem Land gehört. Das Feld befinde sich direkt gegenüber dem Gebäude der Landesanstalt, so die Bürgerinitiative.

Grüne fordern Verbot der Genmais-Sorte MON 810
Dr. Gisela Splett (Foto: pr)

Frankreich hat dem Schreiben der Bürgerinitiative zufolge die EU-Schutzklausel für den Anbau des Gentech-Mais MON 810 in Anspruch genommen. Der Wissenschaftsausschuss der Regierung habe am Mittwochabend Sicherheitsbedenken bezüglich des Anbaus geäußert. Auch in Griechenland, Ungarn, Österreich, Polen und der Schweiz sei der Anbau des MON 810 verboten. In Deutschland sei der Gentech-Mais der Firma Monsanto zwar umstritten, im Dezember habe Landwirtschaftsminister Horst Seehofer ein Vertriebsverbot für Deutschland jedoch aufgehoben. Der Gentech-Mais dürfe dieses Jahr hierzulande also wieder angebaut werden, obwohl es ernsthafte Bedenken gebe. So habe das Naturschutzamt den unzulänglichen Überwachungsplan Monsantos kritisiert, so die Anbaugegner.

Die beiden Karlsruher Grünen-Abgeordneten unterstreichen die Forderung ihrer Landtagsfraktion an Landwirtschaftsminister Hauk, dem Beispiel Frankreichs zu folgen und beim Bund ein Anbauverbot für diese Maissorte zu erwirken. Hierzulande würden die Versuche ungehemmt weitergehen, da das Unternehmen entsprechende Überwachungspläne beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit vorgelegt habe.
Renate Rastätter (Foto: pr)

„Diese lächerlichen Pläne sind völlig unzureichend, da die Landwirte, die Gen-Mais anbauen, von Monsanto überwiegend nach ackerbaulichen Aspekten wie dem Wachstum der Pflanzen befragt werden, nicht aber nach Risiken“, sagen Splett und Rastätter. Auswirkungen auf die Umwelt könnten so nicht erfasst werden. Die Grünen würden weiterhin Widerstand gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen leisten und die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Risiken verstärken. Neue Genmaissorten seien (bisher) nicht zugelassen worden. Die Grünen sind gegen den Anbau von Genmais da eine Koexistenz von Gentechnik und gentechnikfreien Zonen selbst bei großen Betrieben eine völlige Utopie seien. (ps)

gefunden bei: KA-News.de

Written by genfood

22.Januar.2008 at 11:26

Veröffentlicht in Allgemein, Forschung