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Politik auf Leinwand – „den Horizont erweitern“

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Zum Auftakt der neuen Reihe werden am Montag zwei Dokumentationen über Gentechnik-Entwicklung gezeigt

BELZIG – Mitte der 80er-Jahre hat die Wissenschaft mit der Gentechnologie den Schlüssel gefunden, sich die Erde und vor allem ihre Geschöpfe endgültig untertan zu machen. Plötzlich schien alles möglich. 20 Jahre später haben sich Reporter auf eine Weltreise begeben, um die fortschreitende Manipulation bei Pflanzen, Tieren und Menschen zu dokumentieren. „Leben außer Kontrolle – von Genfood und Designerbabys“ ist das international preisgekrönte Ergebnis – Regie: Bertram Verhaag – ihrer Recherchen betitelt.

Es wird in der nächsten Woche zum Auftakt der neuen Reihe „Der politische Film“ auf die Leinwand gebracht. Sie war von Sharan Gärtner aus Belzig angeregt worden und findet monatlich statt.

Erhatte sich im Sommer des vergangenen Jahres am Protest während des G8-Gipfels in Heiligendamm beteiligt und schließlich mit Uta Hohlfeld aus Lütte das Bürgerforum im Fläming aus der Taufe gehoben, das sich einerseits globalen Problemen wie Frieden und Klimaschutz widmet, aber nicht minder lokal aktiv handeln will. In der zunächst auf sechs Veranstaltungen konzipierten Film-Reihe sehen sie eine gute Möglichkeit, für ihre Ideen zu werben. Mit Sven Andresen, dem Betreiber der Spielstätte, wurde ein Partner gefunden, der sich für das Anliegen aufgeschlossen zeigt, obwohl sich wohl keine Schlangen an den Kassen bilden werden. Interessant ist die getroffene Auswahl dennoch „Zum einen helfen die Streifen, den Horizont zu erweitern“, sagt der Initiator. Dabei denkt er an die Produktion „Der Aufstand der Würde“, die im März gezeigt werden soll. Sie präsentiert Entwicklungen in Chiapas/Mexiko, wo sich die zapatistische Bewegung – freilich aus der Unterdrückung heraus – selbstverwaltete Gesundheits-, Bildungs- und (Land-)Wirtschaftsprojekte geschaffen hat. Dennoch womöglich zumindest teilweise anregend für die hiesige Regional- und Netzwerkentwicklung.

„Zum anderen bieten die Filme eine gute Informations- und Argumentationsgrundlage“, glaubt Sharan Gärtner. Gerade sei schließlich wieder die Gentechnikgesetzgebung in aller Munde. Und noch ist nicht gesagt, dass hier zu Lande nicht wieder der Anbau von veränderte Sorten in Betracht gezogen wird. Die Initaitive für einen Gentechnikfreien Fläming wird jedenfalls vor Ort informieren und will gern darüber diskutieren. Insofern kann der zweite Film des Auftaktabends „Tote Ernte – der Krieg ums Saatgut“, in dem die Geschichte des Monsanto-Konzerns von Kai Krüger und Bertram Verhaage erzählt wird, die Debatte lediglich fördern.

info „Leben außer Kontrolle“ (60 Minuten) und „Tote Ernte“ (45 Minuten) in der Reihe „Der politische Film“

am Montag, 20.15 Uhr, im „Hofgarten“-Kno Belzig. (Von René Gaffron)

gefunden bei: Märkische Allgemeine

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Written by genfood

18.Januar.2008 um 11:26

Veröffentlicht in Firmenpolitik, Forschung, Patente, Zulassungen

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