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1000 Quadratmeter Genmais

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Grucking – In Frankendorf bei Grucking soll wieder gentechnisch veränderter Mais angebaut werden. Der Widerstand wächst.

Der Widerstand und Protest der Landwirte im Landkreis gegen die grüne Gentechnik zeigt Wirkung. Nachdem im vergangenen Jahr noch im Finsingermoos in der Nähe des Speichersees und in Frankendorf bei Grucking auf zwei Flächen Genmais angebaut wurde, liegt heuer nur noch ein Antrag im Landkreis Erding vor: für Frankendorf. Im Kreis Ebersberg geht es auf dem Versuchsgut Grub, Gemeinde Poing, weiter. Auf die Fläche im Finsingermoos verzichtet die Landesanstalt für Landwirtschaft in diesem Jahr. Früher wurde dort Genmais zu Futterzwecken angebaut.

Anfang des Jahres aber wurden noch zwei Anträge für den Anbau in Frankendorf gestellt und für eine weitere Fläche ,,Am Fuchsberg“ im Bereich der Ortschaft Reichenkirchen. Der letztere Antrag wurde in dieser Woche zurückgenommen.

Damit bleibt noch die 1000 Quadratmeter große Fläche in Frankendorf bei Grucking. Dort soll die Sorte MON810 angebaut werden. Sie ist durch Genmanipulation gegen Schädlinge wie den Maiszünsler resistent. In Frankreich ist der Anbau seit kurzem bis auf weiteres verboten.

Doch die in Weihenstephan ansässige Landesanstalt will den Versuch auf der Fläche bei der Kreisstraße ED 20 zwischen Grucking und Reichenkirchen fortführen. Dabei sollen die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Die Fläche liegt inmitten eines konventionellen Maisfeldes, so dass die vorgeschriebenen Abstandsflächen zu den benachbarten Feldern der Gruckinger Landwirte eingehalten werden können.

Dennoch sehen die Bauern den Anbau kritisch. Der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Hans Schwimmer, forderte am Montag in Lengdorf: ,,Finger weg von genverändertem Saatgut“ (wir berichteten). Noch sei der Landkreis bis auf die staatliche Anbaufläche gentechnikfrei. Dabei solle es bleiben.

Weihenstephan solle auch auf diese Versuchsfläche verzichten. Die Landwirte in Grucking befürchten, dass Pollen vom Wind auf ihre Felder getragen werden und dort die Pflanzen verändern. Würden diese an die Tiere verfüttert, gelange es auch in die Nahrungskette. Die Metzger wollen im Interesse ihrer Kunden bereits eine Garantie, dass kein gentechnisches Futter verwendet wurde. (nie)

gefunden bei: Merkur Online

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Written by genfood

1.Februar.2008 um 14:45

Veröffentlicht in Forschung

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