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Kommt die Gentechnik, gehen die Bienen

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Auch Ulmer Imker unterstützen die gentechnikfreie Landwirtschaft. Denn Bienen fragen nicht, ob der Maispollen Fraßgifte enthält.

CAROLIN STÜWE

Am Weidenkätzchen kann die Biene noch naschen, aber beim Maispollen wirds gefährlich. Archivfoto

Der Ulmer Bezirks-Imkerverein hat bei seiner Hauptversammlung dem „Bündnis zum Schutz von Bienen und Imkern vor Agro-Gentechnik“ 1200 Euro übergeben. Das Bündnis unterstützt Imker, die mittels gerichtlicher Klagen den Anbau von genmanipuliertem Mais und die dadurch mögliche Verunreinigung ihres Honigs verhindern wollen. Außerdem haben sie Angst, dass ihre Bienen geschwächt werden.

Der Imker Roland Fuchs nennt ein Beispiel: In genmanipuliertem Mais kann der Bacillus thuringiensis verankert sein. Dies ist ein Bodenbakterium, das ein für Fraßinsekten giftiges Kristallprotein bildet. Der Mais ist so geschützt, denn sein Schädling, der Maiszünsler, verliert sehr schnell den Appetit. Nimmt aber die Biene den Maispollen und damit das Fraßgift auf, kann dieses an den Epithelzellen im Darm andocken und die Biene schwächen, erklärt Fuchs. Dann habe die Varroamilbe, ein Parasit, ein leichtes Spiel. „Kommt die Gentechnik, gehen die Bienen“, sagen die Imker. Oder das Gift landet gar über den Nektar im Honig.

Ins Leben gerufen wurde das Bündnis von Thomas Radetzki, der bekannt ist für das „Netzwerk Blühende Landschaften“. Er referierte vor den Ulmer Imkern über die Problematik der Agro-Gentechnik. Beispiele aus den USA, aus Kanada und Argentinien zeigten, dass Auskreuzungen und „Superunkräuter“ nur eine der Folgen dieser Technik sind. Auch das in letzter Zeit gemeldete massive Bienenvölkersterben in den USA könnte mit dort bereits wachsendem gentechnisch verändertem Mais in Zusammenhang stehen, vermutet Radetzki.

Die Ulmer Imker wollen mit ihrer Spende Vorbild sein „und Mut machen in einem Kampf David gegen Goliath“. Roland Fuchs koordinierte im Verein die Spendenaktion und meint: „Wir Imker stehen in einer ökologischen Gesamtverantwortung, welche wir nur bei einer gentechnikfreien Landwirtschaft weiterhin wahrnehmen können.“ Die Klagen der Imkerkollegen würden der gesamten Naturschutzbewegung zum Wohle der Gesundheit der Menschen helfen „und allem Leben auf unserem Planeten“.

@ http://www.bienen-gentechnik.de

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Written by genfood

12.März.2008 um 14:00

Veröffentlicht in Allgemein, Andere über...

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