Monsanto

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Fragwürdig: Gen-Mais Monitoring

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mm/tdz. 12.03.2008 – In einer beim Informationsdienst Wissenschaft veröffentlichten Pressemitteilung wies das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) heute darauf hin, dass das Tagfalter-Monitoring nicht Teil eines Monitoring Programmes zur Überwachung der genveränderten Maissorte MON 810 sei. Monsanto hatte behauptet, das Tagfalter-Monitoring Deutschland (TMD) würde in den Monitoring-Plan von Monsanto einbezogen. Die WissenschaftlerInnen des Helmholtz-Zentrums stellten fest, dass die Nennung ohne „unser Wissen und ohne unsere Zustimmung“ erfolgt sei. Es hätte bis heute keinerlei Kontakt zwischen Monsanto und der Projektkoordination des Tagfalter-Monitorings gegeben. Weiter heißt es in der Meldung: „Wir sind überzeugt, dass die Daten des bestehenden Tagfalter-Monitorings keinerlei Rückschlüsse auf die Auswirkungen von genverändertem Mais zulassen.“

BÖLW fordert: Anbaugenehmigung sofort zurückziehen

Nachdem Monsanto einen Monitoring-Plan zur Beobachtung der Umweltauswirkungen des Gen-Mais vorgelegt hatte, war im Dezember des vergangenen Jahres vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit entschieden worden, dass es wieder erlaubt sei, Saatgut der gentechnisch veränderten Maissorte MON810 in Deutschland zu kommerziellen Zwecken abzugeben.

Der Bundesverband der ökologischen Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) forderte den Landwirtschaftsminister Seehofer auf, die Anbaugenehmigung für den Gen-Mais 810 zurückzuziehen. Das Monitoring für den Genmais sei ein Skandal, so der BÖLW. Der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein: „Monsanto will die von der EU geforderte Überwachung des Gentech-Anbaus auf Untersuchungen von Instituten gründen, die das Unternehmen noch nicht einmal gefragt hat und die teils über gar keine relevanten Daten verfügen. Es ist dreist, den Zulassungsbehörden einen solchen Schwindel in den Postkasten zu legen und zu erwarten, dass eine daraufhin gewährte Zulassung aufrechterhalten wird. Seehofer muss Monsanto zeigen, dass er sich nicht verschaukeln lässt und die Anbaugenehmigung für MON 810 sofort zurückziehen.“

Etliche andere europäische Staaten wie Ungarn, Polen, Österreich und Frankreich hätten den Anbau von Gen-Mais gestoppt, so Löwenstein. Sein Vorwurf: Die Entscheidung über eine Zulassung von GVO auf europäischer Ebene erfolge nach wie vor auf der Grundlage von Daten, „die Monsanto und Co. selbst erheben und filtern. Die dafür zuständige EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) ist bislang nicht in der Lage, eigene unabhängige Untersuchungen durchzuführen.“

Noch bis zum 18.3.08 bei Arte online: Monsanto-Mit Gift und Genen

gefunden bei:Themen der Zeit

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Written by genfood

13.März.2008 um 10:04

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