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Amöneburger gegen Gentechnik

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Mardorf. Einigkeit war am Montag während der Amöneburger Stadtverordnetenversammlung Trumpf. Lediglich einmal drifteten die 29 Mitglieder in ihrem Votum auseinander.

Die Stadt Amöneburg will mehr auf Solarenergie setzen. Foto: Tobias Hirsch

von Florian Lerchbacher

Schon im Bau- sowie im Haupt- und Finanzausschuss (HuF) hatte der geplante Genmais-Versuch in Rauischholzhausen für Diskussionen gesorgt (die OP berichtete). Inzwischen wurde der Beschlussvorschlag überarbeitet:

Statt eine Selbstverpflichtungserklärung zur Errichtung einer „Gentechnikfreien Region Landkreis Marburg-Biedenkopf“ zu unterzeichnen, einigten sich die Stadtverordneten darauf, dass sich die Stadt an alle Landwirte und Verpächter von landwirtschaftlichen Flächen wenden soll, um die Einrichtung einer gentechnikfreien Region zu prüfen. Bei stadteigenen landwirtschaftlich genutzten Flächen verpflichtet sich die Stadt dazu, beim Abschluss oder der Änderung von Pachtverträgen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu untersagen.

Die Parlamentarier beschlossen zudem, die Bürgerinitiativen zur Verhinderung des Genmais-Versuchs in der Nachbargemeinde zu unterstützen und die Uni Gießen dazu aufzufordern, von dem Projekt abzusehen. Lediglich in der Frage, ob die Stadt einen Brief an Agrarminister Horst Seehofer verfassen und ein Anbauverbot für den Monsanto-Genmais MON 810 fordern soll, waren sich die Amöneburger uneins.

Einige CDU-Mitglieder bezweifelten, dass ein solcher Brief überhaupt Sinn mache. Peter Greib (AWG) sagte dazu: „Ich würde mir wünschen, dass viele Kommunen dem Minister schreiben und ein Verbot fordern.“ Josef Fischer (CDU) erklärte: „Wir Landwirte sind darauf angewiesen, das anzubauen, was die Verbraucher wollen.“ Und dies seien keine gentechnisch veränderten Nahrungsmittel. „Vor einigen Jahren hat uns die BSE-Krise erheblichen Schaden zugefügt – so etwas darf nicht noch einmal passieren“, ergänzte er. Und so stimmten die Parlamentarier mit 25 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen für den Brief.

gefunden bei: Oberhessische Presse

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Written by genfood

19.März.2008 um 12:37

Veröffentlicht in Allgemein, Zulassungen

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