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Einmal losgelassen auf die Natur nicht mehr umkehrbar

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Großfahner. (tlz/lys) Widerstand formiert sich längst auch direkt in Großfahner und Gierstädt, wo die Agrarprodukte e.G. Großfahner in den nächsten Wochen gentechnisch veränderten Mais als Tierfutter für die Rinder des Betriebes aussäen will (TLZ berichtete). Gestern stellte sich die junge Bürgerinitiative „Gentechnikfreie Region Fahner Höhe“ in Großfahner vor, um ihr Anliegen zu erläutern. Eingeladen waren nicht nur die Einwohner der Fahner Höhe, sondern auch Robert Scheringer als Geschäftsführer des Betriebes, der in der Aussaat des Monsanto-Maises MON810 die Lösung für das Problem mit dem Maiszünsler sieht, sowie Frank Augsten vom Thüringer Ökoherz als ein Experte, der vor den Folgen der Verbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen eindringlich warnt.

„Zuerst werden die Bienen sterben“, spricht ein Großfahner an, was auch andere befürchten: Was allein das Fehlen von Bienen für Auswirkungen auf eine Region hätte, die sich über Thüringens Grenzen hinaus einen guten Ruf mit ihrem Obst und Gemüse hart erarbeitet hat, mögen sich die Begründer der BI gar nicht ausmalen.

Erste Anlaufstelle, um Informationen zu sammeln, war für Gunther Fleischmann, Heidemarie Grüterich und ein paar andere Mitstreiter eine Tagung des Nabu, kurz darauf – am 4. März – wurde die BI aus der Taufe gehoben. Wichtig für den 1. Vorsitzenden Fleischmann: „Wir betonen, dass wir unsere Ziele auf friedlichem Weg erreichen wollen. Und zwar völlig parteiunabhängig.“ Diskrepanzen zwischen Parteien helfen in unserer Sache nicht weiter, sind sich die Vertreter von der Fahner Höhe einig.

Erklärtes Ziel: Eine gentechnik-freie Region, die als solche sogar ein Aushängeschild werden könnte. Eine Region, die sich mit Obst und Gemüse sowie Produkten daraus einen Namen gemacht hat, kann nicht mehr umkehrbare Folgen durch das Einwirken des toxischen Maises auf die Tier- und Pflanzenwelt nicht verkraften. Fleischmann: „Damit beginnt ein Ausverkauf der Natur.“

Rund 1000 Unterschriften als Protest gegen gentechnisch veränderten Pflanzen hat die BI gesammelt. „Wir betrachten das als Reflexion des Bürgerwillens“, sagt Heidemarie Grüterich. Schließlich sollte eine Bürgerinitiative den Willen der Bürger kennen.

Zwar wissen sie, dass der Agrarbetrieb sich an die gesetzlichen Vorgaben hält. Doch hat ihrer Einschätzung nach der Gesetzgeber in Deutschland große Lücken gelassen. „Zu diesem Punkt haben die Zuständigen ihre Hausaufgaben nicht gemacht“, sagt Fleischmann und macht dies am Beispiel einer von der Bundesregierung finanzierten Falterstudie fest, die Monsanto als Beleg für die Ungefährlichkeit des Maises MON810 heranzieht. Die Studie habe jedoch ein anderes Forschungsziel und nicht den gentechnisch veränderten Mais zum Inhalt gehabt.

Für kurzsichtig halten die Mitglieder der BI den Schluss, mit grüner Gentechnik sei nun alles zu heilen, nachdem man trotz des massiven Einsatzes von Chemikalien den Schädlingen in den Kulturpflanzen nicht mehr beikommt.

gefunden bei: Thüringische Landeszeitung

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Written by genfood

19.März.2008 um 12:40

Veröffentlicht in Allgemein, Zulassungen

Eine Antwort

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  1. Werte Leser dieser gut sortierten Internetpräsenz. Was in dem oben aufgeführten Artikel nicht bemerkt wurde ist die Tatsache, dass die Agraprodukt Großfahner e.G. ihr Anbauvorhaben zurückzieht!! Herr Scheringer als Vorsitzender der e.G. verlas am gestriegen Abend auf unserem Bürgerinformationstag eine Erklärung, dass der Anbau der 18 ha Fläche in diesem Jahr nicht erfolgen wird (vgl. Pressemitteilung Thüringer Allgemeine zum Thema). Ein rießen Erfolg für unsere BI!!

    Gunther Fleischmann

    19.März.2008 at 19:09


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