Monsanto

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Archive for März 2008

Verbände fordern Genmais-Stopp

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Bioland fordert von Landwirtschaftsminister Seehofer ein sofortiges Anbauverbot des Gentech-Maises MON810 der Firma Monsanto. „Seehofer muss jetzt den überfälligen Schritt gehen und den Genmais aufgrund der Umweltrisiken und einem ungenügenden Monitoringprogramm verbieten“, fordert Thomas Dosch, Präsident von Bioland. Monsanto beruft sich bei der geforderten Überwachung des Genmais-Anbaus auf Untersuchungen von Instituten, die mit Monsanto weder Kontakt hatten noch über deren notwendigen Daten für eine Bewertung verfügen. Die in Deutschland erteilte Genehmigung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit entbehrt daher einer seriösen Grundlage.

Der BÖLW bezeichnet das Monsanto-Monitoring für Gen-Mais 810 als Skandal und fordert Minister Seehofer ebenfalls auf, die Anbaugenehmigung zurückzuziehen. „Monsanto will die von der EU geforderte Überwachung des Gentech-Anbaus auf Untersuchungen von Instituten gründen, die das Unternehmen noch nicht einmal gefragt hat und die teils über gar keine relevanten Daten verfügen!“ sagte der Vorstandsvorsitzende des BÖLW, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein. Als einen andauernden Skandal bezeichnete er es „dass die Entscheidung über die Zulassung von GVO auf Europäischer Ebene nach wie vor auf der Grundlage von Daten erfolgt, die Monsanto und Co. selbst erheben und filtern“. Er forderte den deutschen Landwirtschaftsminister auf, den Druck auf die EU zu verstärken, um diesen Missstand zu beenden.

In Österreich, Griechenland, Ungarn, Polen und zuletzt Frankreich darf MON810 nicht auf die Äcker. Die Regierungen wenden eine Schutzklausel der Europäischen Union an, nach der Mitgliedstaaten ein Verbot aussprechen können, wenn sie Gesundheits- oder Umweltrisiken befürchten.

Copyright: Bio-Markt.info

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14.März.2008 at 12:12

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Seehofer muss den geplanten Anbau von Genmais auf über 4.000 Hektar stoppen

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Bioland fordert sofortiges Anbauverbot und keine Neuzulassung

Mainz (ots) – Bioland fordert von Landwirtschaftsminister Seehofer ein sofortiges Anbauverbot des Gentech-Maises MON810 der Firma Monsanto. „Seehofer muss jetzt den überfälligen Schritt gehen und den Genmais aufgrund der Umweltrisiken und einem ungenügenden Monitoringprogramm verbieten“, fordert Thomas Dosch, Präsident von Bioland. Monsanto beruft sich bei der geforderten Überwachung des Genmais-Anbaus auf Untersuchungen von Instituten, die mit Monsanto weder Kontakt hatten noch über deren notwendigen Daten für eine Bewertung verfügen. Die in Deutschland erteilte Genehmigung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit entbehrt daher einer seriösen Grundlage.

Seehofer wäre mit einem Genmais-Verbot in guter Gesellschaft: Denn in Österreich, Griechenland, Ungarn, Polen und zuletzt Frankreich darf MON810 nicht auf die Äcker. Die Regierungen wenden eine Schutzklausel der Europäischen Union an, nach der Mitgliedstaaten ein Verbot aussprechen können, wenn sie Gesundheits- oder Umweltrisiken befürchten. Die Zeit drängt, denn der Gen-Mais MON810 soll in Deutschland in diesem Jahr auf über 4.000 Hektar angebaut werden, erstmalig auch in Bayern. „Damit werden die Aussagen von Politikern wiederlegt, im kleinstrukturierten Bayern würde das neue Gentechnikgesetz mit seinen neuen Abstandsregelungen einen Anbau von Genmais dauerhaft verhindern können“, so Dosch. Das Gegenteil ist der Fall. Und die Anbauplanung hat bereits zu heftigen Auseinandersetzungen vor Ort geführt, zum Beispiel im Landkreis Kitzingen. „Der Krieg auf den Dörfern ist bereits Realität und ein Vorgeschmack auf die Konflikte, die noch zu erwarten sind. Denn das gerade verabschiedete neue Gentechnikgesetz bietet keinen ausreichenden Schutz für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und Imkerei“, so Dosch. Neben dem sofortigen Anbaustopp von MON810-Saatgut fordert Bioland Seehofer auf, sich auf EU-Ebene gegen die in diesem Jahr anstehende Neuzulassung von MON810 einzusetzen.

Pressekontakt:

Bioland e.V.
Kaiserstr. 18
55116 Mainz

Präsident, Thomas Dosch,
Tel: 06131/2397914, E-Mail: praesidium@bioland.de

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13.März.2008 at 16:49

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Fragwürdig: Gen-Mais Monitoring

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mm/tdz. 12.03.2008 – In einer beim Informationsdienst Wissenschaft veröffentlichten Pressemitteilung wies das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) heute darauf hin, dass das Tagfalter-Monitoring nicht Teil eines Monitoring Programmes zur Überwachung der genveränderten Maissorte MON 810 sei. Monsanto hatte behauptet, das Tagfalter-Monitoring Deutschland (TMD) würde in den Monitoring-Plan von Monsanto einbezogen. Die WissenschaftlerInnen des Helmholtz-Zentrums stellten fest, dass die Nennung ohne „unser Wissen und ohne unsere Zustimmung“ erfolgt sei. Es hätte bis heute keinerlei Kontakt zwischen Monsanto und der Projektkoordination des Tagfalter-Monitorings gegeben. Weiter heißt es in der Meldung: „Wir sind überzeugt, dass die Daten des bestehenden Tagfalter-Monitorings keinerlei Rückschlüsse auf die Auswirkungen von genverändertem Mais zulassen.“

BÖLW fordert: Anbaugenehmigung sofort zurückziehen

Nachdem Monsanto einen Monitoring-Plan zur Beobachtung der Umweltauswirkungen des Gen-Mais vorgelegt hatte, war im Dezember des vergangenen Jahres vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit entschieden worden, dass es wieder erlaubt sei, Saatgut der gentechnisch veränderten Maissorte MON810 in Deutschland zu kommerziellen Zwecken abzugeben.

Der Bundesverband der ökologischen Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) forderte den Landwirtschaftsminister Seehofer auf, die Anbaugenehmigung für den Gen-Mais 810 zurückzuziehen. Das Monitoring für den Genmais sei ein Skandal, so der BÖLW. Der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein: „Monsanto will die von der EU geforderte Überwachung des Gentech-Anbaus auf Untersuchungen von Instituten gründen, die das Unternehmen noch nicht einmal gefragt hat und die teils über gar keine relevanten Daten verfügen. Es ist dreist, den Zulassungsbehörden einen solchen Schwindel in den Postkasten zu legen und zu erwarten, dass eine daraufhin gewährte Zulassung aufrechterhalten wird. Seehofer muss Monsanto zeigen, dass er sich nicht verschaukeln lässt und die Anbaugenehmigung für MON 810 sofort zurückziehen.“

Etliche andere europäische Staaten wie Ungarn, Polen, Österreich und Frankreich hätten den Anbau von Gen-Mais gestoppt, so Löwenstein. Sein Vorwurf: Die Entscheidung über eine Zulassung von GVO auf europäischer Ebene erfolge nach wie vor auf der Grundlage von Daten, „die Monsanto und Co. selbst erheben und filtern. Die dafür zuständige EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) ist bislang nicht in der Lage, eigene unabhängige Untersuchungen durchzuführen.“

Noch bis zum 18.3.08 bei Arte online: Monsanto-Mit Gift und Genen

gefunden bei:Themen der Zeit

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13.März.2008 at 10:04

Gen-Fleisch in der Bratwurst

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Der Ruf der Thüringer Bratwurst ist in Gefahr. Ein Großteil der für sie geschlachteten Schweine wird heute schon mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert. Künftig soll auch noch Gen-Mais in den Futtertrog kommen.

GOTHA. Bratwürste von Schweinen, die mit genetisch verändertem Futter aufgezogen wurden, sind in Thüringen die Regel und nicht die Ausnahme. „Wir kommen nicht dagegen an“, sagt Horst Schubert als Geschäftsführer des Herkunftverbandes Thüringer und Eichsfelder Wurst. Konventionelles Futter sei zu teuer und, im Falle der Sojabohne, auf dem Markt kaum noch zu bekommen, erklärt Thüringens oberster Wurst-Chef.

Einen Imageverlust der Bratwurst fürchtet er jedoch selbst dann nicht, wenn künftig der in Thüringen angebaute Gen-Mais verfüttert wird. „Die Verbraucher müssen umdenken“, findet Schubert. Auch das eingetragene regionale Herkunftszeichen bei der Europäischen Union, das die Thüringer Bratwurst mit der Münchner Weißwurst oder den Spreewälder Gurken auf eine Stufe stellt, wird man behalten. Die Zertifizierung verlangt lediglich, dass das Thüringer Schweinefleisch im Freistaat verarbeitet wird. „Womit die Tiere gefüttert werden, das lässt die Prüfung offen“, erklärt des Chef des Herkunftsverbandes.

Die Innung des Thüringer Fleischerhandwerks fürchtet dagegen Umsatzeinbußen, wenn Gen-Mais in großem Stil an Schweine verfüttert wird. „Die Verbraucher sind sensibel“, sagt die Geschäftsführerin des Verbandes, Helgard Anding.

Die rund 420 Fleischer im Freistaat bemühten sich um Qualität. Kaum einer habe aber noch eigene Tierhaltung. Sie bezögen ihr Fleisch vom Schlachthof oder nutzten Lohnschlachtungen. „Bei dem, was in den Futtertrog kommt, müssen wir unseren Bauern vertrauen“, sagt Helgard Anding.

Eine Alternative zur herkömmlichen Bratwurst bietet die Thüringer Land Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH aus Gotha an. Sie stellt seit Jahresbeginn eine Bio-Bratwurst her. Langfristige Lieferverträge sollen sicherstellen, dass das Schweinefleisch aus ökologischer Tierhaltung nicht ausgeht, erklärt Geschäftsführer Uwe Rübsam. Man könne dabei aber nicht ausschließlich auf Thüringer Erzeuger setzen.

Unterdessen planen Bauern aus dem Freistaat den großflächigen Anbau von Gen-Mais. Zwischen Gierstädt und Großfahner soll der gegen den Maiszünsler unempfindliche Mon810 in diesem Jahr auf 18 Hektar wachsen. Seine Aussaat könnte wegen des milden Wetters in wenigen Wochen beginnen. Ist der Mais reif, will ihn die Agrarprodukte Großfahner e.G. zu Tierfutter verarbeiten. Doch die Proteste der Bürger wachsen. Sie sammeln Unterschriften gegen das geplante Gen- Maisfeld, das zudem in einem Vogelschutzgebiet liegt.

Heute findet in Gotha eine Bürgerversammlung statt. Der Gen-Mais-Bauer Robert Scheringer ist dazu eingeladen.

gefunden bei: Thüringer Allgemeine

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13.März.2008 at 10:00

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Bluff mit Genmais

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Monsanto schludert beim Umweltmonitoring
VON STEPHAN BÖRNECKE

Die Wiederzulassung des einzigen derzeit in Europa anbaubaren Gen-Mais‘ Mon 810 steht auf wackeligen Füßen: Der US-Saatgut-Multi Monsanto hatte dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Untersuchung zugesagt über die Auswirkungen von Gen-Mais auf Schmetterlinge. Doch so wie der Konzern das Monitoring ankündigte, wird es wohl nicht stattfinden.

In seinem dem Bundesamt vorgelegten Monitoring-Plan hatte Monsanto behauptet, in die Untersuchung sei das deutsche „Tagfalter-Monitoring“, das am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig koordiniert wird, einbezogen. Das Zentrum teilte gestern mit, die Nennung sei „ohne unser Wissen und ohne unsere Zustimmung“ erfolgt. Es habe „keinerlei Kontakt“ zu Monsanto gegeben. Der Konzern selbst äußerte sich dazu gestern nicht.

Mon 810 ist wegen seiner ungeklärten Umweltauswirkungen in Frankreich verboten. In Deutschland bestand für einige Monate ein Handelsverbot, nach dem das BVL den Mais in die Nähe einer Risikokultur gerückt hatte. Grund: Das Gift im Mais trifft nicht nur Schädlinge, sondern auch Organismen die Teil der natürlichen Schädlingsbekämpfung sind.

gefunden bei: Frankfuter Rundschau

 

wer hat was Anderes geglaubt?

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13.März.2008 at 9:48

Gemeinde Ebsdorfergrund hält an Gen-Mais-Protesten fest

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Ebsdorfergrund (pm). Die Gemeinde Ebsdorfergrund hat in einem Brief vom 11. Februar das Regierungspräsidium Gießen um Informationen über den von der Universität Gießen geplanten Anbau der gentechnisch veränderten Maissorte »MON810« im Wasserschutzgebiet Amöneburg-Roßdorf gebeten.
Bürgermeister Andreas Schulz wollte damit vor allem in Erfahrung bringen, ob der gentechnisch veränderte Mais als »unproblematisch«für das Wasserschutzgebiet einzuordnen sei. Die Antwort des Regeriungspräsidiums vom 27. Februar ließe allerdings einige Fragen offen, wie die Gemeinde Ebsdorfergrund jetzt mitteilte. In dem Antwortschreiben heißt es: »MON810 hat eine EU-weit gültige Gentechnikgenehmigung zum Anbau und zur Verwertung als Lebens- und Futtermittel. Eine Beschränkung von MON810 in Wasserschutzgebieten ist nicht bekannt.« Eine derartige Fragestellung sei laut Regierungspräsidium bislang nicht »aufgetaucht«. Aus diesem Grund fordert die Gemeinde Ebsdorfergrund nun, dass die Universität Gießen die Haftung für einen möglichen Schaden übernimmt. Die Gemeinde hält aber weiterhin daran fest, den geplanten Genmais-Versuch komplett abzubrechen.

Unterdessen hat die Bürgerinitiative »Gentechnikfreie Region Marburg-Biedenkopf« zum dritten Sonntagsspaziergang, am 16. März, auf dem Versuchsfeld bei Rauischholzhausen eingeladen. Treffpunkt ist um 14 Uhr die Feldscheune in der Potsdamer Straße 7 im Ebsdorfergrund Rauischholzhausen.

gefunden bei: Giessener Allgemeine

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12.März.2008 at 15:09

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Anbaustopp für gentechnisch veränderten Mais Mon810

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Anlaesslich aktueller Presseberichte zur Ueberwachung des Anbaus von gentechnisch veraendertem Mais Mon810 erklaert die stellvertretende verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Elvira Drobinski-Weiss:

Der von Monsanto vorgelegte Monitoringplan ist nicht geeignet, fuer eine aussagekraeftige und auswertbare Beobachtung der Umweltauswirkungen zu sorgen. Der Anbau von Mon810 muss deshalb ausgesetzt werden. Das entspricht dem Vorsorgeprinzip. Der Anbaustopp muss noch vor der Aussaat erfolgen. Es kann den Landwirten nicht zugemutet werden, dass ihnen erst nach wochen- oder monatelangem Pruefungs- und Diskussionsprozess im laufenden Anbau dann die Vermarktung von Mon810 untersagt wird.

Die Freisetzungsrichtlinie 2001/18/EG schreibt einen Plan zur Beobachtung der Umweltauswirkungen von gentechnisch veraenderten Pflanzen vor. Das Monsanto-Monitoring sieht hierfuer die Abfrage von Daten bereits bestehender Projekte wie das Tagfaltermonitoring, das Brutvogelmonitoring oder das Bienenmonitoring vor.

Nach einer Meldung des aktuellen SPIEGEL ist eine Bereitstellung dieser Daten mit den im Monitoringplan aufgefuehrten Beobachtungsnetzwerken wie zum Beispiel dem Deutschen Jagdschutzverband, dem Dachverband Deutscher Avifaunisten oder dem Helmholtz-Zentrum fuer Umweltforschung UFZ ueberhaupt nicht vereinbart worden. Da das UFZ nicht einmal Beobachtungsraeume im Umfeld von Mon810-Anbauflaechen hat, ist es gar nicht moeglich, fuer das Mon810-Monitoring relevante Daten zu erheben.

Nicht genug, dass Monsanto die Beteiligten nicht darueber informiert hat, dass ihre Projekte nun Teil des Monitoringplans werden sollen:

Diese Projekte werden auch mit oeffentlichen Geldern finanziert, teilweise wird die Arbeit durch Ehrenamtliche geleistet. Von einer Beteiligung an der Finanzierung der Projekte ist aber keine Rede.

Zentraler Teil des aktuellen Monitoringplans von Monsanto sind Frageboegen, die an die Landwirte verteilt werden. Solche Frageboegen hatte das zustaendige Bundesamt fuer Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit BVL im vergangenen April, als den Landwirten die Vermarktung von Mon810 untersagt worden war, als unzureichend bewertet: „Der Genehmigungsinhaber laesst Landwirte, die MON 810 anbauen, einen Fragebogen ausfuellen, in dem allgemeine Anbaudaten sowie verschiedene Parameter abgefragt werden. Diese Frageboegen sind ein nuetzliches Instrument fuer eine rein visuelle Erfassung agronomisch relevanter Aspekte der Anbauflaeche. Sie sind aber nicht geeignet, statistisch auswertbare Daten zu Umweltauswirkungen auf Agrarflaechen und in der Umgebung, zum Beispiel auf Nichtzielorganismen, zu liefern. Frageboegen stellen somit ein ergaenzendes Element dar, koennen aber ein Monitoring nach der Richtlinie 2001/18/EG nicht ersetzen.“

Nach Bekanntwerden der Details des Monitoringplans ist nun klar, dass Monsanto die Auflagen des BVL nur unzureichend erfuellt. Deshalb habe ich Bundesminister Seehofer mit einem Schreiben dazu aufgefordert, den Anbau von Mon810 sofort auszusetzen, bis ein aussagekraeftiger und auswertbarer Beobachtungsplan vorliegt.

2008 SPD-Bundestagsfraktion – Internet: http://www.spdfraktion.de

Berlin – Veröffentlicht von pressrelations

Link zur Pressemitteilung: http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=316000

Written by genfood

12.März.2008 at 14:01

Veröffentlicht in Allgemein, Zulassungen

Kommt die Gentechnik, gehen die Bienen

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Auch Ulmer Imker unterstützen die gentechnikfreie Landwirtschaft. Denn Bienen fragen nicht, ob der Maispollen Fraßgifte enthält.

CAROLIN STÜWE

Am Weidenkätzchen kann die Biene noch naschen, aber beim Maispollen wirds gefährlich. Archivfoto

Der Ulmer Bezirks-Imkerverein hat bei seiner Hauptversammlung dem „Bündnis zum Schutz von Bienen und Imkern vor Agro-Gentechnik“ 1200 Euro übergeben. Das Bündnis unterstützt Imker, die mittels gerichtlicher Klagen den Anbau von genmanipuliertem Mais und die dadurch mögliche Verunreinigung ihres Honigs verhindern wollen. Außerdem haben sie Angst, dass ihre Bienen geschwächt werden.

Der Imker Roland Fuchs nennt ein Beispiel: In genmanipuliertem Mais kann der Bacillus thuringiensis verankert sein. Dies ist ein Bodenbakterium, das ein für Fraßinsekten giftiges Kristallprotein bildet. Der Mais ist so geschützt, denn sein Schädling, der Maiszünsler, verliert sehr schnell den Appetit. Nimmt aber die Biene den Maispollen und damit das Fraßgift auf, kann dieses an den Epithelzellen im Darm andocken und die Biene schwächen, erklärt Fuchs. Dann habe die Varroamilbe, ein Parasit, ein leichtes Spiel. „Kommt die Gentechnik, gehen die Bienen“, sagen die Imker. Oder das Gift landet gar über den Nektar im Honig.

Ins Leben gerufen wurde das Bündnis von Thomas Radetzki, der bekannt ist für das „Netzwerk Blühende Landschaften“. Er referierte vor den Ulmer Imkern über die Problematik der Agro-Gentechnik. Beispiele aus den USA, aus Kanada und Argentinien zeigten, dass Auskreuzungen und „Superunkräuter“ nur eine der Folgen dieser Technik sind. Auch das in letzter Zeit gemeldete massive Bienenvölkersterben in den USA könnte mit dort bereits wachsendem gentechnisch verändertem Mais in Zusammenhang stehen, vermutet Radetzki.

Die Ulmer Imker wollen mit ihrer Spende Vorbild sein „und Mut machen in einem Kampf David gegen Goliath“. Roland Fuchs koordinierte im Verein die Spendenaktion und meint: „Wir Imker stehen in einer ökologischen Gesamtverantwortung, welche wir nur bei einer gentechnikfreien Landwirtschaft weiterhin wahrnehmen können.“ Die Klagen der Imkerkollegen würden der gesamten Naturschutzbewegung zum Wohle der Gesundheit der Menschen helfen „und allem Leben auf unserem Planeten“.

@ http://www.bienen-gentechnik.de

Written by genfood

12.März.2008 at 14:00

Veröffentlicht in Allgemein, Andere über...

Alles andere als Science Fiction

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Ökofilmtour

NEURUPPIN – Man stelle sich einmal Folgendes vor: Eine Mutter bringt Zwillinge zur Welt und bekommt drei Tage nach der Geburt Post vom weltweiten Marktführer für Biotechnologie. Er verlangt horrende Lizenzgebühren. Der Grund: Teile der DNA der Zwillinge stimmen mit Genen überein, die der Konzern als Patent angemeldet hat. Science Fiction? Was die Menschen betrifft: Ja. Der US-Konzern „Monsanto Chemical Works“ hat aber genau das mit Schweinen vor. Er will Abschnitte ihres Erbgutes weltweit als Patent anmelden.

„Arme Sau – Das Geschäft mit dem Erbgut“ (2006) blickt hinter die Kulissen von Monsanto. Der Dokumentarfilm von Christian Jentzsch eröffnete am Sonntagabend das Neuruppiner Gastspiel des Festivals des kritischen Umwelt- und Naturfilms. Auf dem Programm des Filmabends im Museumshof stand auch die Dokumentation „Gift im Angebot“ (2007) des Mainzer Fernsehjournalisten Manfred Ladwig, der eigens nach Neuruppin gekommen war. Leider kamen gerade mal zehn Interessierte.

Ladwig ist ein profunder Kenner der Biotechnologie-Szene – sowohl der amerikanischen als auch der europäischen. In „Gift im Angebot“ hat er sich auf Monsanto konzentriert. Allein das ein abendfüllendes Thema – Ladwig blieb eine halbe Stunde. Dennoch erlebt der Zuschauer eine erschreckende Entdeckungstour ins Reich des mächtigsten Agrochemiekonzerns. Jenes Konzerns, der im Zusammenhang mit dem Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte. Als Hersteller des hochgiftigen Herbizids „Agent Orange“.

Seit 1999 kaufte Monsanto für mehr als 13 Milliarden Dollar überall auf der Welt Saatgutfirmen. Soja, Raps, Mais und Baumwolle – 90 Prozent der heute angebauten gentechnisch veränderten Organismen sind Monsanto-Patente. Über kurz oder lang wird der Konzern die gesamte Nahrungsmittelkette kontrollieren – und das weltweit.

Den Teufel an die Wand malen wollte Manfred Ladwig in der anschließenden Diskussion aber nicht. Denn die Verbraucher könnten sich wehren: „Indem wir den Blick für den großen Zusammenhang schärfen – und nicht als sinnentleerter Konsumknochen herhalten.“

Alle Termine der Ökofilmtour gibt’s unter www.oekofilmtour.de

Der Fernsehsender Arte zeigt heute Abend ab 21 Uhr die Dokumentation „Monsanto – mit Gift und Genen“.(Von Juliane Felsch)

gefunden bei: Märkische Allgmeine

Written by genfood

12.März.2008 at 13:00

Veröffentlicht in Allgemein, Firmenpolitik, Forschung, Patente

Monsantos schmutzige Geschäfte

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Doku von Marie-Monique Robin über die dunkle Welt der Biotechnologie: „Monsanto, mit Gift und Genen“, Arte, 21 Uhr
„Sehen Sie sich mein Feld an“, sagt der Sojabauer aus Iowa. „Kein Unkraut!“ Sojapflanzen stehen sortenrein in Reih und Glied. „Ein nachhaltiges System“, betont der Farmer, das man unbedingt auch in Europa ausprobieren solle.

Solchen Heilsversprechen begegnet man in der „Alten Welt“ mit Skepsis. Die französische Filmemacherin Marie-Monique Robin zeigt, warum das gut so ist. In „Monsanto, mit Gift und Genen“ fügt sie dem seit Michael Moore ohnehin schon ramponierten Image des US-Biotechnologiekonzerns einen Kratzer mehr zu.

Robin untersucht, wie dunkel die Machenschaften des 1971 gegründeten Chemiekonzerns sind. Monsanto stellte Agent Orange her, heute ist der wichtigste Artikel das Pflanzenvernichtungsmittel Roundup. Bei Soja wird ein Protein genetisch eingebracht. Das macht die Pflanze gegen Roundup resistent. Über Futtermittel landet das Gift auf den Tellern der Amerikaner.

Ungute Verquickungen

Monsanto verbreitete lange Zeit, Roundup sei biologisch unbedenklich – eine Lüge, wie man heute weiß. Der Wust aus Verschleierung, Machtstrategien und einer unguten Verquickung zwischen Wirtschaft und Politik spricht Bände über die Kapitalisierung von Gesundheit der letzten drei Jahrzehnte. Der Sojabauer ist zugleich Präsident der Sojavereinigung und sorgt für die Verbreitung von Roundup.

Die US-Gesellschaft befindet sich im Taumel der grünen Welle. Wenn diese mit nur halb so viel Leidenschaft betrieben würde wie das Rauchverbot, könnten sogar Konzerne wie Monsanto in Schwierigkeiten geraten. (Doris Priesching, DER STANDARD; Printausgabe, 11.3.2008)

die Video steht noch sechs Tage als Stream zur Verfügung, also schnell ncoh ansehen, bevor er weg ist

Written by genfood

12.März.2008 at 12:53

Veröffentlicht in Allgemein, Firmenpolitik