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Sehr gute TV-Filme zur Agro-Gentechnik in der kommenden Woche

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In der kommenden Woche werden gleich vier sehr gute TV-Dokumentationen zur Agro-Gentechnik im Fernsehen gezeigt:

1. Mais im Bundeshuus
2. Monsanto, mit Gift und Genen (neue, sehr gute Hintergrund-Dokumentation)
3. Leben außer Kontrolle – von Genfood und Designerbabies ("Klassiker")
4. Feldversuch Hawaii – Genpflanzen im Freilandtest
(Näheres siehe Text-Anhang der E-Mail)

Ich kann Dir alle vier sehr empfehlen, und hoffe, Du kannst sie sehen und aufnehmen (lassen).

Des weiteren habe ich noch einige weitere TV-Dokumentationen im Text-Anhng beschrieben, die ebenfalls für Dich interessant sein könnten (über Monarchfalter, Bio-Lebensmittel und Palmölplantagen)
Liebe Grüße
Matthias

Montag, 14. April 2008:

HESSEN, 14.15 – 15.00 Uhr (45 Minuten):
"HIGHWAY DER SCHMETTERLINGE – DIE REISE DER MONARCHFALTER"
Reportage über die Reise der Monarchfalter zwischen Nord- und Mittelamerika, die durch Klimaänderung und den Anbau von gentechnisch verändertem Mais in bedroht werden

–> Programminformation (http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/programm.jsp?t=0, bitte klicken auf Wochentag und Sendung):
Die "Seelen der Verstorbenen" sind wieder zurück – pünktlich zu Allerheiligen, dem Dia de los Muertos, wie jedes Jahr. Orangefarbene Schmetterlingsschwärme tanzen um die Indianer, die zum Friedhof pilgern.
Viele Millionen Monarchfalter sind nach Mexiko gekommen, um hier zu überwintern. Sie haben eine lange, gefährliche Reise hinter sich: 4 000 Kilometer – auf einem "Highway der Winde". In Amerika hat sich die Schar kleiner Schmetterlinge acht Wochen zuvor auf die Reise gemacht von den großen Seen Nordamerikas über Wüsten und Berge bis ins mexikanische Hochland. Im Auto begleitet der amerikanische Schmetterlingsforscher Robert Michael Pyle die Falter auf ihrem Weg nach Süden. Doch sind die "Seelen der Verstorbenen" wirklich unsterblich? Die Reise wird jedes Jahr gefährlicher für die zarten Schmetterlinge. Sie sind zu empfindlich für vieles, was der Mensch ihnen zumutet, und könnten zum Symbol werden: für die Gefahr durch globale Umweltprobleme wie Genmanipulation und Klimaveränderung.

SÜDWEST, 22.30 – 23.15 Uhr (45 Minuten):
"BETRIFFT: ALLES BIO? – DAS GESCHÄFT MIT ÖKO-LEBENSMITTELN "
Reportage (von Hanspeter Michel) über Ökologischen Landbau und die Vermarktung von Öko-Lebensmitteln
–> Näheres siehe http://www.swr.de/betrifft/index.html
–> Wiederholung am Mittwoch, 16. April, von 13.45 – 14.30 Uhr auf SÜDWEST

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Donnerstag, 17. April 2008:

ARTE, 9.55 – 11.20 Uhr (85 Minuten):
"MAIS IM BUNDESHUUS – GENTECHNIK IN DER SCHWEIZ"
Dokumentation (Schweiz, von Jean-Stéphane Bron) über den Prozess, wie im Schweizer Parlament des Gentechnikgesetz entstanden ist, Hintergrund-Dokumentation über Lobby-Arbeit und den Gesetzgebungspzozess

–> Programminformation (http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=843730,day=6,week=16,year=2008.html):
Im Zimmer 87 des schweizerischen Bundeshauses trifft sich eine parlamentarische Kommission, die ein Gesetz zur Gentechnik erarbeiten soll. Hinter verschlossenen Türen wird das so genannte "Gen-Lex" beraten, während draußen geduldig ein Filmteam wartet. Regisseur Jean-Stéphane Bron wirft mit "Mais im Bundeshuus" einen neugierigen Blick hinter die Kulissen der Gesetzgebung einer modernen Demokratie – die der Schweiz. Spannend und witzig zeigt der Film die Machtspiele, aber auch die Grenzen des Politsystems. Eine Parabel auf die Macht – nicht nur in der Politik.

Jean-Stéphane Bron und sein Filmteam warten darauf, dass sich die verschlossenen Türen der parlamentarischen Kommission zur Erarbeitung eines Gesetzes über Gentechnologie öffnen. Natürlich sind die Verhandlungen geheim. Dennoch geben die Hauptakteure in den Verhandlungspausen bereitwillig Auskunft über den Stand der Dinge und ihre Strategie. Es gilt, Verbündete zu gewinnen und Kompromisse zu schließen. Wirtschaftsvertreter und Anhänger dieser revolutionären Technik treffen auf heftigen Widerstand der Gentechnikkritiker, die befürchten, dass alles außer Kontrolle gerät.

Bron beobachtet vor allem fünf Politiker aus den an der Regierung beteiligten Parteien: Auf der Seite der Gegner der Gentechnologie stehen die Biobäuerin Maya Graf von den Grünen, Liliane Chappuis von der Sozialdemokratischen Partei und – für alle Beteiligten etwas unheimlich und überraschend – der Bauer Sepp Kunz von der rechts-konservativen Schweizerischen Volkspartei . Ihr größter Rivale ist Johannes Randegger, ein eng mit der Pharmaindustrie verbundener Mann der liberal-konservativen Freisinnig-Demokratischen Partei . Unentschlossen ist dagegen noch Jacques Neirynck von der konservativen Christlichdemokratischen Volkspartei ; um seine Zustimmung wird auf beiden Seiten mit harten Bandagen gekämpft. Die Kamera beobachtet, wie diskutiert, abgewägt und "geklüngelt" wird, wie Ergebnisse per Handy weitergeleitet, Schultern geklopft und per Augenzwinkern Allianzen geschlossen werden. Der "Politthriller" bleibt, auch aufgrund seines brisanten Themas, bis zum Ende spannend – und zeigt ein Stück echte Demokratie.

–> Wiederholung in der Nacht von Dienstag, 22. April, auf Mittwoch, von 3.00 – 4.25 Uhr auf ARTE

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Samstag, 19. April 2008:

ARTE, 9.45 – 11.45 Uhr (120 Minuten):
"MONSANTO, MIT GIFT UND GENEN"
Dokumentation (Frankreich, 2007, von Marie-Monique Robin) über den US-Konzern Monsanto, den weltweit größten Hersteller von gentechnisch verändertem Saatgut, seine Verflechtungen mit U.S.-Politikern, und wie er es schaffen konnte, transgenes Saatgut trotz vieler Bedenken und ungeklärter Langzeitwirkungen auf den Markt zu bringen (sehr gut recherchiert, wurde bereits vor einigen Wochen gezeigt, eine der erfolgreichsten Dokumentationen des Senders ARTE)

–> Programminformation (http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=883525,day=1,week=17,year=2008.html):
Der Dokumentarfilm erkundet das Reich des US-amerikanischen Konzerns "Monsanto Chemical Works", dem weltweiten Marktführer für Biotechnologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt "Monsanto" auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde, stellte es doch das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid "Agent Orange" her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen "Monsanto"-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich.

Das 1901 in St. Louis im US-Staat Missouri gegründete Unternehmen "Monsanto Chemical Works" war im 20. Jahrhundert weltweit eines der größten Chemieunternehmen, bevor es zum mächtigen Agrochemiekonzern wurde. In der Vergangenheit machte "Monsanto" mehrfach von sich reden. Das Unternehmen produzierte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert ist. Zur Produktpalette gehört ferner der umstrittene Süßstoff Aspartam, das Wachstumshormon rBST zur Steigerung der Milchleistung von Rindern sowie die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB, die in Deutschland unter dem Namen Clophen bekannt ist und seit Beginn der 80er Jahre als hochgiftig eingestuft wird.

Heute ist "Monsanto" weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Biotechnologie. 90 Prozent der heute derzeit angebauten gentechnisch veränderten Organismen, unter anderem Soja, Raps, Mais und Baumwolle, sind "Monsanto"-Patente. Und über kurz oder lang scheint das Unternehmen die gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren. Überall auf der Welt gibt es mittlerweile transgene Organismen von "Monsanto". Aber noch nie hat ein agro-industrielles Patent so sehr die Gemüter erhitzt. Der Dokumentarfilm fragt nach den Gründen für die Aufregung und erklärt, worum es bei gentechnisch veränderten Organismen überhaupt geht. Am Ende steht die Frage, ob "Monsanto"-Produkte Fluch oder Segen für die Menschheit sind.

–> ZUSATZINFORMATION:
Der Dokumentarfilm stützt sich auf bisher unveröffentlichte Dokumente und auf Stellungnahmen von Wissenschaftlern, Vertretern von Bürgerinitiativen, Geschädigten, Rechtsanwälten, Politikern sowie Vertretern der staatlichen Food and Drug Administration.
Die mit dem angesehenen Journalistenpreis "Albert Londres" ausgezeichnete Regisseurin Marie-Monique Robin hat drei Jahre in Nord- und Südamerika sowie in Europa und Asien recherchiert. Sie hat mit Bauern in Indien, Mexiko und Paraguay gesprochen, um die Geschichte des heute vielleicht mächtigsten Samenherstellers der Welt zu rekonstruieren. Dabei zeichnete sich hinter dem von den Werbekampagnen bedienten Image des sauberen und umweltfreundlichen Konzerns eine gnadenlos nach Marktführerschaft strebende Unternehmenspolitik ab.

PHOENIX, 16.45 – 17.15 Uhr (30 Minuten):
"DIE BIOSPRITFALLE"
Film (2007, von Inge Altemeier) über die Zerstörung des Regenwald in Indonesien wegen Palmölplantagen
–> Näheres siehe http://www.phoenix.de/die_biospritfalle/2008/04/19/0/178887.1.htm
–> Wiederholung in der Nacht von Sonntag, 20. April, auf Montag, von 3.10 – 3.40 Uhr auf PHOENIX

PHOENIX, 23.15 – 0.50 Uhr (95 Minuten, Nacht auf Sonntag):
"LEBEN AUSSER KONTROLLE – VON GENFOOD UND DESIGNER-BABIES"
Dokumentation (2004, von Bertram Verhaag und Gabriele Kröber) über Gefahren und Risiken von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen und Tieren und ethische Probleme der Gentechnik in der Medizin (mit einem Interview mit Vandana Shiva, sehr gute Dokumentation)

–> Programminformation (http://www.phoenix.de/leben_ausser_kontrolle/2008/04/19/0/55866.1.htm):
Der Einfluss der Gentechnologie auf unser Leben nimmt zu – und oft sind wir uns dessen gar nicht bewusst.
Dr. Vandana Shiva sammelt, vermehrt und verteilt chemiefreies Saatgut auf ihrer Farm NAVDANYA. (Quelle: PHOENIX/ SWR/ denkmal-film.com)Der Film zeigt anhand verschiedener Beispiele, wie genmanipulierte Lebensmittel bereits Einzug in unseren Alltag gehalten haben, ohne dass wir Genaueres über die Auswirkungen oder Risiken wissen. Ein gigantischer Menschenversuch ohne Kontrollgruppe.

Kanada: Hier werden seit Jahren großflächig genmanipulierter Raps und Soja angepflanzt. Percy Schmeiser gehört zu denjenigen kanadischen Farmern, die herkömmlichen Raps anbauten – bis ein starker Sturm während der Erntezeit genmanipulierten Raps auf Schmeisers Felder wehte. Raps, der von der US-Firma Monsanto patentiert wurde. Seitdem prozessiert Monsanto gegen Schmeiser wegen des widerrechtlichen Anbaus des von ihr patentierten Saatguts.

In Indien stehen viele kleine Bauern vor dem Ruin, weil ihnen die 2002 erstmals zugelassene gentechnisch veränderte Baumwolle von Monsanto eine katastrophale Ernte beschert hatte. Als einzigen Ausweg aus der Schuldenfalle sehen Tausende von Bauern nur noch den Selbstmord. Die promovierte Physikerin, Autorin und Kämpferin für die Umwelt, Vandana Shiva, engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für die indischen Kleinbauern und die Erhaltung der biologischen Artenvielfalt. Sie sammelt traditionelles Saatgut und gibt es an die Bauern weiter. Vandana Shiva ist strikt gegen jede Patentierung von Nahrungsmitteln. Mit privatem Geld hat sie vor etwa 15 Jahren die Versuchsfarm "Navdanya" gegründet.

Die kanadische Firma "Aqua Bounty" steht kurz vor der Marktzulassung ihrer sterilen, genmanipulierten Riesenlachse.
Kann der Verzehr von "Gen-Food" chronische Krankheiten und die Schwächung des Immunsystems hervorrufen? Das vermuten zumindest einige Wissenschaftler. Nur wenige Spezialisten erforschen unabhängig von der Finanzierung durch private Unternehmen die Auswirkungen transgener Tiere und Pflanzen auf die Umwelt und Gesundheit. Das bedeutet, dass wir alle Versuchskaninchen der Gentechnologen sind.

ZDF DOKU KANAL, 23.30 – 0.15 Uhr (45 Minuten, Nacht auf Sonntag, digital zu empfangen):
"FELDVERSUCH HAWAII – GENPFLANZEN IM FREILANDTEST"
Dokumentation über den Anbau von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen auf Hawaii

–> Programminformation (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,4341526_idDispatch:7601319,00.html):
Hawaii: Die zu den USA gehörende Inselgruppe im Pazifik wurde in den vergangenen Jahren zum weltweit größten Experimentierfeld für gentechnisch veränderte Pflanzen.
Mächtige Agrarkonzerne und Biotechkonzerne haben hier geheime Versuchsfelder angelegt, um ihre Experimente mit neuen Pflanzen für den Weltmarkt voranzutreiben. In der Inselbevölkerung regt sich jedoch zunehmend Widerstand gegen die Produktion transgener Nahrungsmittel.

–> Wiederholungen im ZDF DOKU KANAL am Montag, 21. April, von 15.00 – 15.45 Uhr,
am Dienstag, 22. April, von 4.30 – 5.15 Uhr,
am Mittwoch, 23. April, von 17.15 – 18.00 Uhr,
am Donnerstag, 24. April, von 12.15 – 13.00 Uhr,
in der Nacht von Donnerstag, 24. April, auf Freitag, von 2.00 – 2.45 Uhr, und
am Freitag, 25. April, von 22.00 – 22.45 Uhr

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(Angaben ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit,
nach der Zeitschrift "TV Today" und den Internet-Seiten der Sender)

per Email

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Written by genfood

15.April.2008 um 15:35

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