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Feldbesetzung in Laase baut an!

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Auf dem besetzten geplanten Gen-Feld bei Laase gedeihen Zeichen des Widerstands – unter anderem ein weiterer Turm.

Mitten im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue plant der Landwirt Günther Riebau unter Druck von Monsanto-Vertreter Heino Halboom nach wie vor genetisch vergewaltigten Mais freizusetzen.

Die Feldbesetzer freuen sich natürlich über weitere Unterstützer_innen…

Beim wendländischen Laase hat Riebau seinen Acker jenseits des Deiches mitten im Überflutungsgebiet an der Elbe, die immernoch jenseits ihrer Ufer steht.

Natur vs. Gendreck

Nachts halten Frösche oder Kröten die Besetzer hier vom Schlafen ab, Störche fischen tagsüber in den Resten der Überflutung durch die Elbe, ein Seeadler schaut mehr oder weniger regelmäßig vorbei und eine Vielzahl anderer teils seltener Vögel und Tierarten schreien hier herum und wohnen hier. Ein Mensch von der Naturschutzbehörde mahnt uns strikt nur die Wege zu benutzen und die Natur nicht zu stören und muss in seiner Funktion wegen unseres Aufenthaltes im Reservat eventuell sogar rechtliche Schritte gegen uns einleiten, während Riebau neben uns herumackert, Kunstdünger ausbringt und auchnoch Monsantos Gendreck (transgener "Bt-Mais" der Linie Mon 810 von der Firma Monsanto) hier freisetzen will.

Verteidigungsanlagen

Dagegen sprießen hier auf dem Feld einige "Verteidigungsanlagen": Neben dem anfänglichen kleineren Besetzungsturm steht seit gestern (5. Mai) jetzt noch ein neues, höheres Dreibein mit begehbarer Seilverbindung zu einem Baum am Feldrand und durch viele Löcher, überdimensionale Maulwurfshügel und Pflöcke im Boden ist der Acker vorerst nicht bereit zur Aussaat.

Der Bauer oder sein Schwiegersohn schauen wohl gelegentlich vorbei und ziehen den Acker wieder gerade, doch die möglicherweise verstrahlten oder anderweitig genetisch manipulierten Monstermaulwürfe lassen dann dummerweise nie lange auf sich warten…

Monsanto und der Bauer

Obwohl er von großen Teilen der Bevölkerung nicht zuletzt durch die in der Nähe abgehaltene Dauermahnwache und die Besetzung unter Druck steht, hält Riebau an seinen Plänen fest, den genetisch "verbesserten" Mais freizusetzen. "Wenn ich ihn geerntet habe, dann ist er doch wieder weg" meint Riebaus Schwiegersohn sinngemäß – von Gentransfer, Durchwuchs in den Folgejahren, Bienen, die den Pollen durch die Gegend tragen, der Elbe, die die Fläche regelmäßig überflutet und zumindest Überreste seiner Kultur durch die Gegend tragen kann scheint er nichts zu wissen…

Eigentlich sei er wohl ein ganz netter Kerl, der Bauer, doch der US-Konzern Monsanto sitzt ihm im Nacken – wo doch ein Großteil seiner Landfläche gewissermaßen Monsanto gehört: Sein halbes Land hat er von Heino Halboom gepachtet, dem Gebietsvertreter Monsantos. Dieser tritt hier auf dem Feld auch gelegentlich unangenehm in Erscheinung, indem er auf einem Quad thronend ankommt und unter anderem gezielt Personen fotografiert. Darauf angesprochen, dass er mit dem Recht am eigenen Bild ein allgemeines Persönlichkeitsrecht verletzt, macht er stur weiter und lässt verzweifelt wirkende Gewaltandrohungen ("auf die Fresse") und gelegentlich andere Pöbeleien verlauten. Wenngleich er schon mehrmals angegeben hat "morgen läuft’s andersrum!" steht derzeit allem Anschein nach noch keine Räumung bzw. Rechtsgrundlage dafür (Einstweilige Verfügung) in Aussicht – was sich natürlich auch schnell ändern könnte…

Derweil ist auch eine Klage von Greenpeace gegen die Freisetzung vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig anhängig.

Die Feldbesetzer freuen sich natürlich über weitere Unterstützer_innen – oder notfalls auch Geld auf das Spendenkonto für die Aktion: M. Twenhoeven, Nr. 292 579 508, bei der Postbank Köln, BLZ 370 100 50

gefunden bei: Indymedia

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Written by genfood

8.Mai.2008 um 12:09

Veröffentlicht in Allgemein, Firmenpolitik, Zulassungen

Eine Antwort

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  1. finde ich sehr gut was ihr tut. ich war bis donnerstag dort. jetzt ruft leider die arbeit. kann nur empfehlen mal ne nacht auf einem tripot zu verbringen iss sehr lustig. gruß aus hannover an alle sendet ole

    Ole

    10.Mai.2008 at 15:20


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