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Gen-Mais gestoppt

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Der Anbau von Gen-Mais in Großfahner ist vorerst gestoppt. Nach heftigen Protesten zog der lokale Agrarbetrieb seine Pläne zurück. Selbst ein Lebensmittelhersteller hatte mit dem Abzug von Arbeitsplätzen gedroht.

GROSSFAHNER. Das Engagement der Gegner des Gen-Maises im Landkreis Gotha war erfolgreich. Das im Umfeld Erfurts geplante Feld wird es nicht geben. Um „den Dorffrieden zu retten“, hat die Agrargenossenschaft in Großfahner ihre Anbaupläne zurückgezogen. Man reagiere damit vor allem auf den heftigen Protest aus der Bevölkerung, sagte Geschäftsführer Robert Scheringer gestern Abend auf einer Bürgerversammlung. Viele Gegner des Anbaus hatten sich bereits in einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen. Zu Euphorie gebe es keinen Grund, erklärte Scheringer, er wolle sich jedoch weiter mit grüner Gentechnik beschäftigen.

In Thüringen sind im Kreis Weimarer Land, bei Straußfurt sowie nahe Schmölln weitere Flächen für den Genmaisanbau beim Bundesamt für Verbraucherschutz angemeldet. Man habe also gute Gründe für eine gentechnikfreie Region zu kämpfen, sagte Frank Augsten, Landessprecher der Grünen beim Bürgerforum. Er betonte, dass Gentechnik ein ostdeutsches Problem sei. Der Westen sei davon weitgehend frei. Das sollte, so Augsten, ostdeutschen Bauern zu denken geben.

Geschäftsführer Scheringer wurde für seine Entscheidung mit viel Applaus bedacht. In den vergangenene Tagen hatte auch der Druck aus der regionalen Lebensmittel-Wirtschaft zugenommen, Unternehmen zu schließen und Arbeitsplätze abzubauen, falls das 18 Hektar große Genmais-Feld komme. Als erste signalisierte die Naba Feinkost GmbH, ihre Produktionsstätte in Gierstädt aufzugeben. „Entweder der Gen-Mais oder wir“, sagte Geschäftsführer Bernhard von Reiche. Das Unternehmen ist 1990 aus einer Erfurter Firma hervorgegangen und hat seine Palette um Öko-Produkte erweitert. Seit einigen Jahren ist Naba mit 50 Mitarbeitern erfolgreich im Biosektor aktiv. Dies war laut Naba massiv bedroht, nachdem das Agrarunternehmen aus Großfahner neuartigen Gen-Mais der Firma Monsanto anbauen wollte, der gegen den Schädling Maiszünsler resistent ist. Massive Proteste gab es auch unter Imkern, die mit einem Rückzug ihrer Bienenvölker gedroht hatten.

Die grüne Fraktionschefin im Bundestag Renate Künast sieht das Problem vor allem in Brüssel. Bei einer Visite in Thüringen sagte sie gestern, dass die Gen-Lobby aus den USA die EU-Parlamentarier in ihrem Sinne beeinflusst habe.

18.03.2008 Von Ines KLEIN
gefunden bei: Thüringer Allgemeine

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Written by genfood

19.März.2008 um 12:41

Veröffentlicht in Allgemein, Zulassungen

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